Mitgliederinformation 12/2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei übermitteln wir Ihnen das Mitgliederrundschreiben Nr. 12/2021, das sich vorwiegend der kommenden AWG-Novelle widmet.

Wir weisen auf unsere kommenden Veranstaltungen wie folgt hin:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 12/2021

 

  1. Rechtsangelegenheiten
    • Kreislaufwirtschaftspaket (Novelle AWG)

Die schon seit längerem angekündigte Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes steht vor der parlamentarischen Beschlussfassung. Der BRV hat – wie viele andere Organisationen – dazu Stellung bezogen, die meisten Forderungen der Wirtschaft sind jedoch nicht berücksichtigt worden.

Für die Recyclingwirtschaft ist insbesondere die Forderung nach Verlagerung von Abfall-transporten auf die Schiene von Wichtigkeit. Gegenüber dem Entwurf gab es Änderungen hinsichtlich des Inkrafttretens einzelner Regelungen und auch eine Erhöhung der Mindest-masse. Schwerpunkt der Novelle liegt außerhalb des Baustoff-Recyclings, nämlich in der Festlegung bezüglich Kunststoffprodukte (Pfand für Einweggetränkeverpackung, Rahmen-bedingungen für den Ausbau von Mehrwegsystemen), aber auch Regelungen betreffend
POP-Abfälle.

Weiters werden Zielquoten für Siedlungsabfälle (bis 2020: 50% für Papier, Metall, Kunststoff und Glaus aus Haushalten; bis 2025: 55%; bis 2030: 60%; bis 2035: 65% und zusätzlich
max. 10 Gewichtsprozent auf Deponien) festgelegt.

Die Zielvorgabe für Bau- und Abbruchabfälle wird konkretisiert (bis 2020 von nicht gefährlichen Abfällen – mit Ausnahme der in der Natur vorkommenden Materialien, die in Kategorie 17 0504 des Europ. Abfallkatalogs fallen) – auf mindestens 70% erhöht.

Im Detail:

Die Begriffsdefinitionen für „Bau- und Abbruchabfälle“, „stoffliche Verwertung nach §16 Abs. 7“ und „Verfüllung“ werden wie folgt (tlw. neu) gegeben:

  • Bau- und Abbruchabfälle: Abfälle, die durch Bau- und Abbruchtätigkeiten entstehen
  • Stoffliche Verwertung gem. §16 Abs. 7 und Anhang 1a: Jedes Verwertungsverfahren in Bezug auf Abfälle, die durch Bau- und Abbruchtätigkeiten entstehen, ausgenommen die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die als Brennstoff oder anderes Mittel der Energieerzeugung verwendet werden sollen. Dazu zählen unter anderem die Vorbereitung zur Wiederverwendung, das Recycling und die Verfüllung.
  • Verfüllung: Jedes Verwertungsverfahren, bei dem geeignete nicht gefährliche Abfälle zum Zweck der Rekultivierung von Abgrabungen oder zu bautechnischen Zwecken bei der Landschaftsgestaltung verwendet werden. Die für die Verfüllung verwendeten Abfälle müssen Materialien, die keine Abfälle sind, ersetzen, für die vorstehend genannten Zwecke geeignet und auf die für die Erfüllung dieser Zwecke unbedingt erforderlichen Mengen beschränkt sein.

Im §15 wird der Transport von Abfällen auf der Bahn wie folgt festgelegt:

Transportstrecke auf der Straße über

1) 300 km in Österreich ab 1.1. 2023

2) 200 km in Österreich ab 1.1. 2024

3) 100 km in Österreich ab 1.1.2026

haben Abfalltransporte per Bahn (oder durch andere Verkehrsmittel mit gleichwertigem oder geringerem Schadstoff- oder Treibhauspotential) zu erfolgen.

Dies gilt nicht, wenn nachgewiesen wird, dass von der Bahn keine entsprechenden Kapazitäten bereitgestellt werden können, oder wenn beim Bahntransport die auf der Straße zurückzulegende Transportstrecke für die An- und Abfahrt zu und von einer der am nächstgelegenen Verladestellen im Vergleich zum ausschließlichen Transport auf der Straße 25% oder mehr betragen würde.

Bis 1.12.2022 ist eine digitale Plattform einzurichten, die eine Abfragemöglichkeit von Angeboten für Abfalltransporte im Schienengüterverkehr enthält. Das BMK hat bis Ende 2024 eine Evaluierung dieser Regelung vorzunehmen.

In § 16 Abs. 7 wird für Bau- und Abbruchabfälle die Verpflichtung für verwertbare Materialen wie folgt geändert: Verwertbare Materialien sind einer stofflichen (-> neu!) Verwertung zuzuführen, sofern dies ökologisch zweckmäßig und technisch möglich ist und dies nicht mit unverhältnismäßigen Kosten verbunden ist.

Im Anhang 1b werden Beispiele für wirtschaftliche Instrumente und andere Maßnahmen zur Schaffung von Anreizen für die Anwendung der Abfallhierarchie aufgezählt (z.B. Gebühren, steuerliche Anreize, Regime der erweiterten Herstellerverantwortung, Pfandsysteme, solide Planung von Investitionen in Infrastruktur zur Abfallbewirtschaftung, nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen, Förderung des Absatzes von Produkten, die rezykliert wurden, …)

Der BRV wird Sie über das Inkrafttreten der Novelle nach Beschlussfassung umgehend informieren.

  • EDM: Berechtigungsumfänge der Sammler und Behandler

Mit Inkrafttreten der Abfallverzeichnisverordnung wurde auch ein neues Abfallverzeichnis, welches mit 1.1.2022 seine Wirkung großteils entfaltet, veröffentlicht.

In den letzten Tagen wurde eine neue Version betreffend „Aufstellungsumschlüsselung der Berechtigungsumfänge der Sammler und Behandler in Österreich“ veröffentlicht. Einige Korrekturen wurden seitens des BMK vorgenommen.

Aktuelles zum Abfallverzeichnis finden Sie im EDM-Portal www.edm.gv.at.

Unter dem Unterpunkt „Informationen“ können Sie Aktuelles zum Abfallverzeichnis auswählen. Auf dieser Seite des EDM-Portals finden Sie das aktuelle Abfallverzeichnis, die Aufstellung der Berechtigungsumfänge der Sammler und Behandler in Österreich sowie die neue Referenzdatenliste für Software-Entwickler.

 

  1. Technische Angelegenheiten
  • ÖNORM B 3151 mit 1.1.2022 veröffentlicht

Die ÖNORM B 3151 „Rückbau von Bauwerken als Standardabbruchmethode“ ist durch die Recycling-Baustoffverordnung verbindlich erklärt worden. Die Fassung aus Dezember 2014 wurde zwischenzeitlich – unter anderem aufgrund der Novelle der Recycling-Baustoff-verordnung – überarbeitet und im Oktober 2021 im K 157 des Austrian Standards Institutes verabschiedet.

Die Neufassung der ÖNORM B 3151 ersetzt damit die Fassung aus dem Jahre 2014.
Da diese jedoch durch Verordnung verbindlich erklärt ist, ist diese weiterhin formalrechtlich heranzuziehen, wenngleich per 1.1.2022 die Neufassung der ÖNORM B 3151 aufgelegt werden wird. Es ist allerdings geplant, dass das BMK ein Schreiben verfassen wird, in dem festgehalten wird, dass bei Einhaltung der Neufassung auch die Fassung aus Dezember 2014 eingehalten ist. Dieses Schreiben soll noch im heurigen Jahr veröffentlicht werden.

Zentrale Änderungen betreffen: Technische Anforderungen aus der ÖNORM B 2251 (Fassung 2006) wurden eingearbeitet. Der Abschnitt Schad- und Störstoffe im zum Rückbau vorge-sehenen Teil des Bauwerks wurde überarbeitet. Das Formblatt zur Objektbeschreibung wurde in die ÖNORM B 3151 übernommen und ein Anhang (informativ) zur im Jahre 2022 geltenden Fassung der Abfallverzeichnisverordnung wurde bearbeitet. Weitere Aktualisierungen wurden durchgeführt.

Da die Neufassung der Norm rechtlich nicht verbindlich ist, muss diese kostenpflichtig beim Austrian Standards Institute bei Bedarf angefordert werden.

 

  1. Veranstaltungen

3.1  BRV-Seminar „Neues zum Asphalt-Recycling“ (Linz)

 

Am 3.11.2021 findet in Linz das nächste Tagesseminar zum Thema Asphaltrecycling statt.

Mit 1. März 2021 ist die RVS 08.15.02 „Ungebundene Tragschichten mit Asphaltgranulat“ neu erschienen. Viele weitere recyclingrelevante Bestimmungen aus den Asphalt-RVS, die ebenso in letzter Zeit geändert worden sind, werden dabei erörtert. Die Ausgangsstoffe für die Aufbereitung, die Qualitätssicherung, die notwendige Leistungserklärung sowie Anwendungs-gebiete und Einsatzbeschränkungen werden von Fachpraktikern referiert.

Anmeldungen bitte mittels Anmeldeabschnitts im beiliegenden Detailfolder.

 

3.2  BRV-Seminar: Eingangsleiter Baustoff-Recycling (Linz)

Am 4.11.2021 bieten wir in Linz ein Seminar für Eingangsleiter von Baustoff-Recycling-Anlagen an.

Hauptinhalt dieses Seminartages ist die Frage der geeigneten Schlüsselnummern, Prüfpflichten, Dokumentationspflichten sowie Anforderungen an den Output von Materialien bzw. die Frage des jeweiligen Abfallendes.

Zielgruppe dieses Seminars sind Betriebsleiter, Eingangsleiter, weiteres Personal von Baustoff-Recycling-Anlagen, aber auch von Deponien.

Für Ihre Anmeldung liegt der Kursfolder inkl. Anmeldeabschnitt bei.

 

3.3  Seminar: Umgang mit (kontaminiertem) Aushub – Kooperation mit der FSV (Wien)

Dieses von der FSV (Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr) in Kooperation mit dem BRV veranstaltete Seminar findet am 11.11.2021 in Wien statt und soll Licht in das Dunkel des Gesetzesdschungels bringen.

Es werden einfache, leicht verständliche Informationen und praxisgerechte Tipps für Auftraggeber und Auftragnehmer gegeben. So wird über die rechtlichen und technischen Grundlagen hinausgehend ein Überblick über Verwertung und Behandlung von Bodenaushub gegeben. Auch die RVS 08.03.01 „Erdarbeiten“, die vor wenigen Wochen neu aufgelegt worden ist, wird vorgestellt.

Weiteres werden besondere Hinweise für Ausschreibung und Angebotsbearbeitung gebracht. Die Vortragenden sind durchwegs ExpertInnen mit großer Praxiserfahrung und darum bemüht ihr spezielles Wissen weiterzugeben. Detailfolder und Anmeldemöglichkeit finden Sie auf der Website der FSV: http://fsv.at/veranstaltungen/showseminar.aspx?IDTermin=535b94b3-32c5-4507-acc6-576bef29658f

 

3.4  Recyclinggerechte Ausschreibung und Vergabe (Wien)

Der BRV bietet am 17.11.2021 in Wien ein Halbtagesseminar zum Thema Ausschreibung und Vergabe in Bezug auf Baustoff-Recycling an.

Themen sind dabei das neue Bundesvergabegesetz 2018 sowie die Einbeziehungen von Ingenieurleistungen des Rückbaus (Objektbeschreibung, Schadstofferkundung) in die Ausschreibung. Ein eigener Vortrag widmet sich der für den Tiefbau wichtigen Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur in der aktuellen Version 06. Auch das Thema Hochbau wird mit der LB–HB beleuchtet. Das Seminar schließt mit einem Kapitel über die Förderung der Recycling-Baustoffe in der Vergabe. Der im Juli 2021 veröffentlichte Katalog wird vorgestellt. Die Teilnehmenden erhalten damit ein Werkzeug zur eigenen Umsetzung einer recyclinggerechten Ausschreibung und Vergabe.

Den Anmeldeabschnitt finden Sie im beiliegenden Detailfolder.

 

3.5  Ausbildungskurs Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ – Wien

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband bietet von 22. bis 24.11.2021 in Wien einen  Ausbildungskurs speziell für Abbrucharbeiten an.

Dieser 2 ½-tägige Ausbildungskurs bietet jene Kenntnisse, die  rückbaukundige Personen für ihre Tätigkeit aufweisen sollen.

Bitte melden Sie sich mittels beiliegendem Folder an.

Nähere Informationen zu aktuellen BRV-Veranstaltungen finden Sie auch auf unserer Website (http://brv.at/veranstaltungen/).

 

Beilagen

 

Mitgliederinformation 11/2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei übermitteln wir Ihnen das Mitgliederrundschreiben Nr. 11/2021.

Wir weisen wir auf unsere kommenden Veranstaltungen wie folgt hin:

  • 4. bis 6.10.2021 – Ausbildungskurs „Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ (Wien)
  • 12.10.2021 vorm. – Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ (Web/Wien)
  • 12.10.2021 nachm. – Seminar „Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft“ (Web/Wien)

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 11/2021

  1. Rechtsangelegenheiten

1.1  Allgemeine Übergangsbestimmungen für die Überleitung einer gewerberechtlich
oder bergrechtlich genehmigten Behandlungsanlage, wie z.B. Siebanlage, Brecher,
ins AWG bis spätestens 31.12.2021

Bitte beachten Sie: AWG §78 (23)

Wenn eine gemäß § 37 genehmigungspflichtige Behandlungsanlage am
17. September 2013 über keine Genehmigung gemäß § 37 verfügt, jedoch eine Genehmigung gemäß §§ 74 ff GewO 1994, gemäß §§ 119 ff Mineralrohstoffgesetz, oder gemäß §§ 31a, 32 Abs. 2 lit. c, 34 und 38 WRG 1959 und alle sonstigen Genehmigungen, Bewilligungen oder Zurkenntnisnahmen vorliegen, gelten diese entsprechend ihrem Umfang als Genehmigung nach diesem Bundesgesetz, wenn bis 31. Dezember 2021 ein Feststellungsantrag gemäß § 6 Abs. 7 Z 2 über den Umfang der Abfallarten, Abfallmengen, Behandlungsverfahren und der Anlagenkapazität beim Landeshauptmann gestellt wird.

Beachten Sie daher bitte diese Frist zu Jahresende!

 

  1. Technische Angelegenheiten
  • BRV-Arbeitsgruppe „Gipsplattenrecycling“

Am Montag, 4. Oktober, findet die zweite Arbeitsgruppensitzung zum Thema „Gipsplatten-recycling“ statt.

Grund für die Gründung dieser Gruppe war das durch die Novelle der Deponieverordnung festgehaltene Deponierungsverbot für Gipsplatten, welches in gut 4 Jahren in Kraft treten wird.

Der BRV plant als erste Maßnahme, Informationen über diese neue Situation für Baustellen, Abfallsammler und -behandler zu erarbeiten. Geplant ist, ein Baustellenmerkblatt zu erstellen, um für Abbrechende klar zu legen, wie Gipsplatten gesammelt und verwertet werden können. Ein weiteres Merkblatt soll es den Sammlern ermöglichen, erste Informationen über die Art und Weise der Sammlung zu erhalten sowie über die notwendigen weiteren Schritte, um eine Verwertung sicherzustellen.

Der Arbeitsgruppe gehören bislang Vertreter der Baustoff-Recycling Branche, der Gipsplattenindustrie und der Abfallsammler an.

Bei Interesse nehmen Sie bitte Kontakt mit der Geschäftsstelle des BRV auf.

 

  1. EU und Ausland

3.1  Überprüfung und Überarbeitung des umfangreichen Rechtsbestandes zu Bauprodukten

Die Europäischen Kommission (EK) hat eine durchgehende Überprüfung und Überarbeitung des umfangreichen Rechtsbestandes zu Bauprodukten („CPR Acquis“ genannt) begonnen. Seit einiger Zeit ist die Veröffentlichung von Fundstellen aktualisierter harmonisierter Normen durch die EK im Amtsblatt praktisch zum Stillstand gekommen. Die wichtige Aktualisierung von harmonisierten Normen bei CEN ist damit in weiten Bereichen nicht möglich.

Die Europäische Kommission richtet dazu eine permanente Expertengruppe (Steuerungs-gruppe und Untergruppen) ein. Neben der Steuerungsgruppe sollen vorerst zwei von insgesamt 36 vorgesehenen produktbezogenen Untergruppen etabliert werden (Produkte aus vorgefertigtem Normal-, Leicht- oder Porenbeton sowie Metallbauprodukte und Zubehörteile.

Die Ergebnisse sollen in die Umsetzung der bestehenden Bauprodukteverordnung und/oder in die angekündigte Überarbeitung dieser Regelung einfließen.

Der BRV möchte zu einem späteren Zeitpunkt ebenso mitwirken: Neben produktebezogenen Untergruppen ist auch die Einrichtung von Untergruppen zu horizontalen Fragen wie etwa Nachhaltigkeit und gefährliche Stoffe vorgesehen. Da das Thema Nachhaltigkeit und insbesondere Recyclingfähigkeit bislang wenig berücksichtig wurde, ist eine Mitarbeit zu diesen Punkten sinnvoll.

 

  1. Verbandsangelegenheiten

4.1 Der BRV als Fachaussteller am FSV-Verkehrstag 2021

Coronabedingt gibt es im Baubereich derzeit nur wenig Möglichkeit, den BRV in Präsenz zu repräsentieren. Wir nehmen seit Jahren die Möglichkeit wahr, am FSV-Verkehrstag mit einem Stand vertreten zu sein, da der Einsatz von Recycling-Baustoffen überwiegend im Verkehrs-bereich stattfindet.

Auch heuer waren über 250 Verkehrs- fachleute beim Verkehrstag angemeldet, unter anderem gab es Vorträge zu den Themen Asphaltrecycling und neue RVS Erdarbeiten. Dadurch waren auch viele Landesbeamte, Vertreter von ASFINAG und ÖBB zugegen.

Der BRV hatte einen guten Standplatz mitten im Ausstellungssaal, der gut eingesehen werden konnte und auf Interesse stieß.

4.2 Neuauflage „Güteschutz in Österreich“

Der Österreichische Güteschutzverband Recycling-Baustoffe legt periodisch die Publikation über die gütegeschützten Baustoffe und mob. Anlagen auf.

Im September erfolgte die letzte Neuauflage „Güteschutz in Österreich – Qualitätsgesicherte Recycling-Baustoffe und mobile Recycling-Anlagen“. Diese Broschüre wird in Veranstaltungen des BRV, auf Messen und im Unterrichts-betrieb verteilt. Darüber hinaus erfolgt ein Direct-Mailing an Interessierte.

 

  1. Veranstaltungen

 

5.1  BRV-Kurs „Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ (Wien)

 

Vom 4.-6. Oktober 2021 findet in Wien der nächste „Ausbildungskurs Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ statt. Dieser Kurs kann als Basis für jene Personen, die als rückbaukundige Person im Sinne der ÖN B 3151 arbeiten wollen, herangezogen werden. Personen, die eine bautechnische oder chemische Ausbildung aufweisen und Kenntnisse im Sinne dieses Kurses sind berechtigt, als Rückbaukundige Person für Bauvorhaben unter 3.500m³ umbauten Raumes tätig zu werden.

Der Inhalt des Kurses bietet sich aber auch sehr gut für Bauleiter und Abbruchunternehmen generell an. Auch Planer (Architekten, planende Baumeister), die sich mit dem Rückbau beschäftigen, können sich gute Kenntnisse über Normen, Technik und Rechtsgrundlagen erwerben.

Der Kurs ist schon gut gebucht – Restplätze können noch in Anspruch genommen werden!

5.2  BRV-Seminar: Neues zur Deponieverordnung (Web/Wien)

Am Vormittag des 12. Oktobers 2021 erhalten Sie aktuelle bau- und recyclingrelevante Informationen zur Deponieverordnung. Durch die im April 2021 stattgefundene Novelle werden zu den Stichtagen 1.1.2024 und 2026 gravierende Änderungen (Deponierungsverbote für gewisse Baurestmassen) in Kraft treten. Weitere Änderungen betreffen bspw. KMF.

Nutzen Sie die Gelegenheit, um über die Auswirkungen der Deponieverordnungsnovelle gut informiert zu werden und melden Sie sich mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts für dieses sowohl in Wien (Präsenz) oder im Web stattfindende Seminar an!

5.3  BRV-Seminar: Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft (Web/Wien)

Der Altlastenbeitrag hat Bedeutung – aufgrund dieser Abgabe werden bei einem Bauvorhaben zigtausend Euro an die Finanz abgeführt.

Das BRV-Seminar gibt einen aktuellen Stand über das Thema und zeigt Möglichkeiten zur Einsparung des Beitrages – z.B. durch einen höheren Verwertungsgrad – auf. Das Seminar richtet sich an Bauherren, Planer, Bauunternehmer und Behördenvertreter.

Sie können das Seminar gemeinsam mit „Neues zur Deponieverordnung“ buchen, da beide Seminare am 12. Oktober in Wien (das ALSAG-Seminar am Nachmittag) stattfinden.

Bitte melden Sie sich mittels der Beilage beim BRV an!

5.4  BRV-Seminar: Abfallrechtliche Registrierungs-, Aufzeichnungs- und Meldepflichten für

Bau– und Recyclingbetriebe (Leoben)

Aufgrund abfallrechtlicher Vorschriften unterliegen viele Baufirmen, Abfallsammler und Abfallbehandler einer Vielzahl von Registrierungs-, Aufzeichnungs- und Meldepflichten.

Wir bieten mit diesem Seminar einen Überblick, der speziell auf Baufirmen und Baustoff-Recycling Betriebe ausgerichtet ist.

Das Seminar findet am 13. Oktober in der Steiermark (Leoben) statt und ist Teil einer ganzen Reihe von Seminaren, die an drei hintereinander folgenden Tagen angeboten werden:

13.10.:  Abfallrechtliche Registrierungs-, Aufzeichnungs- und Meldepflichten

für Bau- und Recyclingbetriebe (Leoben)

14.10.: Die richtige Zwischenlagerung für Bodenaushub und Baurestmassen

(Leoben – Vormittag)

14.10.: Baurelevante Neuerungen beim Abfallverzeichnis (Leoben – Nachmittag)

15.10.: Erkennen von Schadstoffen bei Abbrucharbeiten und Eingangskontrolle (Leoben)

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie anbei bzw. auf unserer Homepage (www.brv.at).

Beilagen

 

Mitgliederinformation 10/2021 – Neuauflage Richtlinie Recycling-Baustoffe Aushubmaterialien

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband (BRV) hat die „Richtlinie für Recycling-Baustoffe – Aushubmaterialien“ mit August neu aufgelegt (2. Auflage).

Die Neuauflage berücksichtigt einerseits die ab Jänner 2022 geltenden neuen Schlüsselnummern als auch die vom BMK angedachten neuen Bezeichnungen für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien (NG, NRG). Bisher wurde die Bezeichnung RG im Sinne der 1. Auflage Stand Juni 2019 dafür vorgesehen. Die neuen Bezeichnungen differenzieren damit

  • Natürliche Gesteinskörnungen, die keiner Aufbereitung oder ausschließlich einer mechanischen Aufbereitung unterzogen wurden (NG) und
  • das Mischgranulat einer natürlichen Gesteinskörnung und einer rezyklierten Gesteinskörnung (rezyklierte Gesteinskörnung <50 M.%, NRG).

Nach Aussage des BMK sollen diese Bezeichnungen im neuen Bundesabfallwirtschaftsplan 2022 einfließen. Es ist auch angedacht in ÖNORMEN diese Bezeichnungen vorzusehen. Der BRV nimmt mit der Neuauflage dieser Richtlinie vorweg darauf Bezug.

Gerne können weitere Exemplare beim BRV bezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car

Beilagen

Mitgliederinformation 9/2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei übermitteln wir Ihnen das Mitgliederrundschreiben Nr. 9/2021.

Thema des Rundschreibens ist insbesondere die neue Fassung der Umschlüsselungstabelle auf Basis der neuen Abfallverzeichnisverordnung, die vorwiegend am 1.1.2022 Relevanz hat.

Weiters weisen wir auf unsere kommenden Veranstaltungen wie folgt hin:

Unsere nächsten Veranstaltungen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 9/2021

  1. Rechtsangelegenheiten 

1.1  Umschlüsselung der Berechtigungsumfänge der Sammler und Behandler

Das BMK hat diese Tage im Rahmen der Erläuterung zur Abfallverzeichnisverordnung Anlage A eine Umschlüsselungstabelle veröffentlicht.

Durch die Neufassung der Abfallverzeichnisverordnung aus dem Jahre 2020 wird nicht in bestehenden Konsens von Erlaubnis- und Genehmigungsbescheiden gem. §§ 24a, 37, 52 oder 54 AWG 2002 eingegriffen.

Die durch die Neufassung der Verordnung spezifisch geänderten Abfallarten gelten als von bestehenden Erlaubnissen für die Sammlung und Behandlung von Abfällen gem. § 24a AWG 2002 sowie von bestehenden Genehmigungen gem. §§ 37, 52, oder 54 AWG 2002 umfasst, sofern und soweit sie vom Konsens der Erlaubnis bzw. Genehmigung auch bisher inhaltlich gedeckt waren. Bestehende Einschränkungen des Konsens im Bescheid bleiben aufrecht.

Wird durch die Umschlüsselung erstmals eine nicht gefährliche Abfallart in den Konsens aufgenommen, wird auf die Verpflichtung zur Namhaftmachung einer verantwortlichen Person gem. § 26 AWG 2002 hingewiesen. Eine entsprechende Mitteilung an den jeweils zuständigen Landeshauptmann ist dazu notwendig.

Für den Zweifelsfall wird auf die Möglichkeit der Beantragung eines Feststellungsbescheides gem. § 6 Abs. 7 AWG 2002 hingewiesen.

Folgende drei Kategorien sind in der Umschlüsselungstabelle enthalten:

  1. Die in der rechten Spalte gelisteten „bisherigen“ Abfallarten vor Neufassung der AVVO entsprechen den in der selben Zeile links gelisteten „neuen Abfallarten“ (die „neuen Abfallarten“ in der linken Spalten können von Sammlern und Behandlern der vergleichbaren bisherigen Abfallarten gesammelt und behandelt werden)
  2. Die in der rechten Spalte gelisteten „alten“ Abfallarten vor der Neufassung der AVVO entsprechen den in der selben Zeile links gelisteten „neuen Abfallarten“ nur teilweise (Anmerkung: diese „neuen Abfallarten“ können bezogen auf die bisherigen korrespondieren Abfallarten damit eingeschränkt auf den bisherigen Genehmigungsumfang gesammelt und behandelt werden)
  3. Abfallarten die neu zu beantragen sind (Anmerkung: hierbei handelt es sich um gefährliche Abfälle)

 

Vergleichen Sie bitte die Umschlüsselungstabelle mit Ihrem Bescheid; entspricht der abgebildete Berechtigungsumfang aus Ihrer Sicht dem Konsens, sind keine weiteren  Schritte notwendig, es besteht kein Handlungsbedarf.

Für Zweifelsfälle wird auf die Möglichkeit der Beantragung eines Feststellungsbescheides gem. § 6 Abs. 7 AWG 2002 hingewiesen.

Die Umschlüsselungstabelle können Sie dem Anhang zum Rundschreiben entnehmen. Die Aufstellung zur Umschlüsselung der Berechtigungsumfänge der Sammler und Behandler kann direkt unter diesem Link heruntergeladen werden.

 

  1. Verbandsangelegenheiten

 

2.1  BRV-Liste Rückbaukundige Personen

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband vermeldet die 300. eingetragene Rückbaukundige Person! Damit stehen im gesamten Bundesgebiet ausreichend Fachkräfte für die gesetzlich vorgeschriebene Beurteilung von Bauobjekten vor Abbruch zur Verfügung. Diese Liste kann kostenlos von jedem im Internet unter www.brv.at/ruckbaukundige-personen eingesehen werden. Es handelt sich hierbei um die einzige Auflistung Rückbaukundiger Personen, die bundesweit existiert. (Anmerkung: andere Institutionen haben teilweise Auflistungen, die aber keineswegs mit der BRV-Liste vergleichbar ist.)

Eine Pressemeldung des BRV zu diesem Thema erschien in mehreren Fachzeitschriften.

 

  1. Veranstaltungen

 

3.1  „Baurelevante Neuerungen beim Abfallverzeichnis“ – Wien/Web

Am 14. September 2021 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ein Seminar zu den Neuerungen des Abfallverzeichnisses.

Mit 01.10.2020 wurde die Abfallverzeichnisverordnung novelliert. Baurelevante Auswirkungen sind aufgrund neuer Anforderungen – auch im Zusammenhang mit der AWG – Rechtsbereinigungs-Novelle 2019 – zu berücksichtigen. Die AVV Novelle wird auch für aktuelle Bescheide von Relevanz sein, aber auch im alltäglichen Bauablauf aufgrund neuer und geänderter Schlüsselnummern von Bedeutung sein. Auch auf die im Sommer 2021 veröffentlichte Umschlüsselungstabelle, die durchwegs Bescheid relevant sein kann wird eingegangen.

Dieses Seminar wird als Präsenzveranstaltung im Hause des BRV in Wien angeboten, optional ist auch eine Online-Teilnahme möglich. Zielgruppen sind Abfallsammler, -behandler, Bauleiter, Baupraktiker, Behördenvertreter, Bauherrenvertreter sowie Planer.

Ihre Anmeldungen nehmen Sie bitte mittels beiliegendem Folder vor.

3.2  BRV-Seminar „Neues zum Asphaltrecycling“ – Wien

Am 27. September 2021 findet in Wien ein Tagesseminar zum Thema Asphaltrecycling statt.

Mit 1. März 2021 ist die RVS 08.15.02 „Ungebundene Tragschichten mit Asphaltgranulat“ neu erschienen. Viele weitere recyclingrelevante Bestimmungen aus den Asphalt-RVS, die ebenso in letzter Zeit geändert worden sind, werden dabei erörtert. Die Ausgangsstoffe für die Aufbereitung, die Qualitätssicherung, die notwendige Leistungserklärung sowie Anwendungs-gebiete und Einsatzbeschränkungen werden von Fachpraktikern referiert.

Anmeldungen bitte mittels Anmeldeabschnitts im beiliegenden Detailfolder.

3.3  „Ausbildungskurs Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ – Wien

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband bietet von 4. bis 6.10.2021 in Wien einen Ausbildungskurs speziell für Abbrucharbeiten an.

Dieser 2 ½-tägige Ausbildungskurs bietet jene Kenntnisse, die  rückbaukundige Personen für ihre Tätigkeit aufweisen sollen.

Bitte melden Sie sich mittels beiliegendem Folder an.

 

  1. Wissenswertes

4.1  Recycling-Börse Bau – Pflichtenheft für NÖ-Landesgebäude

Am 16. Juli 2021 erschien das Pflichtenheft „Energieeffizient und Nachhaltigkeit“ für NÖ-Landesgebäude, bei dem unter Kapitel 13.4 – Einsatz von Recycling-Baustoffen bei Bauvorhaben auf die Recycling-Börse Bau verwiesen wird.

Das Pflichtenheft dient als Grundlage bei Ausschreibungsvorhaben des Landes NÖ und beinhaltet Ziele und Vorgaben welche den Standard von landeseigenen Gebäuden in Richtung Energieeffizienz, Bauökologie und Nachhaltigkeit weiter verbessern soll.

Das Pflichtenheft ist unter nachfolgendem Link abrufbar:

https://www.noe.gv.at/noe/Energie/Pflichtenheft.html

An dieser Stelle wird auch an dem im Jahr 2015 verabschiedeten „NÖ Fahrplan Nachhaltige Beschaffung“ hingewiesen. Für Hochbauvorhaben wird darin vorgesehen, dass zumindest 5% der eingesetzten mineralischen Baustoffe aus dem Recycling stammen sollen.

4.2  Neue Marktüberwachungsverordnung

Am 16. Juli 2021 trat die neue EU-Marktüberwachungsverordnung in Kraft. Teile davon galten jedoch bereits seit 01. Jänner 2021.

Die neue Marktüberwachungsverordnung VO(EU)2019/1020 soll die Anzahl an illegalen und nicht konformen Produkten auf dem Markt der Europäischen Union, der den fairen Wettbewerb verzehrt, reduzieren.

Der natürlich nicht nur, aber auch bei Bauprodukten festzustellende Anstieg des Internethandels, erfordert eine Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen. Ziel der Verordnung ist auch eine Stärkung der Marktüberwachungsbehörden.

Eine zentrale Verbindungsstelle soll die Koordinierung der Durchsetzungs- und Marktüberwachungstätigkeiten nach dem Muster der CPC-VO durchführen. Die Tätigkeiten der Marktüberwachungsbehörden sollen risikobasiert erfolgen, etwas detaillierter als es die Vorläufer – Verordnung vorsah. Die Marktüberwachungsbehörden gewährleisten gem. Art. 11 eine effektive Marktüberwachung von online und offline bereitgestellten Produkten und haben sicherzustellen, dass geeignete und angemessene Korrekturmaßnahmen durch die Wirtschaftsakteure durchgeführt werden.

Die Befugnisse der Marktüberwachungsbehörden werden zukünftig wesentlich umfassender sein: unter anderem ist Zugang zu allen Räumlichkeiten, Grundstücken des Wirtschaftsakteurs möglich, Erwerb von Produktproben unter falscher Identität, Recht der Marktüberwachungsbehörden auf Ersatz sämtlicher Kosten bei nicht Konformität, sowie Reverse Engineering.

(Auszug einem Artikel aus OiB aktuell Nr. 2/2021)

 

Beilagen

Mitgliederinformation 8/2021 – naBe-Aktionsplan

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen in der Beilage das Mitgliederrundschreiben Nr. 8/2021.

Besonderer Inhalt ist dabei die Veröffentlichung des naBe-Aktionsplans für nachhaltige öffentliche Beschaffung, welche vor wenigen Tagen erfolgt ist.

Weiters wurde in der letzten Mitgliederversammlung beschlossen, verstärkt Abbruchunternehmen als Mitglied zu bewerben.

Unsere nächsten Veranstaltungen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 8/2021

 

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 EN-Entwürfe zur Stellungnahme

Das Österreichische Normungsinstitut veröffentlichte vor kurzem mehrere Normenentwürfe der Europäischen Norm: CEN-Mitgliedern werden diese zur Umfrage vorgelegt. Es handelt sich dabei um auszugsweise:

  • EN 17555-1 Gesteinskörnungen für Bauwerke – Produktnorm
  • EN 17555-2 Gesteinskörnungen für Bauwerke, Teil 2: ergänzende Informationen
  • EN 13955 Leichte Gesteinskörnungen

Seitens des Österreichischen Normungsinstitutes werden diese im Komitee 051 behandelt. Seitens des BRV wirken dabei beispielsweise der Vorsitzende Kasper sowie der Geschäftsführer mit.

Die Stellungnahmefrist endet am 15. August 2021.

 

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 Neues BRV-Vorstandsmitglied

In der Mitgliederversammlung vom 18.6.2021 wurde aufgrund des Rücktritts von Herrn Ing. Bernd Hajek die Nachwahl eines Vorstandsmitgliedes durchgeführt: Die Mitgliederversammlung folgte dem Vorschlag des Vorstandes und wählte einstimmig Herrn Wolfgang Pauliny, MBA, MSc, Firma Entsorgungs- und Umwelttechnik GesmbH, welche auch als Gründungsmitglied des BRV gilt.

Der Vorsitzende Kasper dankte Herrn Pauliny für die Bereitschaft, für die restliche Funktionsperiode zur Verfügung zu stehen.

2.2 Neue BRV-Mitgliedschaft für Abbruchunternehmer etabliert

In der Mitgliederversammlung wurde weiters beschlossen, den Kreis der Mitgliedsunternehmen zu erweitern: Da der BRV seit 1. Jänner 2021 nationales Mitglied der europäischen Abbruchorganisation EDA ist und in Österreich als die fachliche Vertretung der Abbruchunternehmer angesehen wird, regte der Vorstand an, für die Jahr 2022 bis 2024 speziell für Abbruchunternehmer ein Eintrittsangebot einzurichten. Firmen, die ausschließlich dieser Kategorie zuzuordnen sind (und damit nur Abfallsammler- aber keine Abfallbehandlergenehmigung aufweisen) und noch kein BRV-Mitglied sind, können die Mitgliedschaft um den Mitgliedsbeitrag für 900,– Euro pro Jahr erwerben.

Der BRV wird im August daher mit einer entsprechenden Bewerbung an die Abbruchunternehmer herantreten.

Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, auf Empfehlung Ihrer Unternehmung eine entsprechende Bewerbung durchzuführen.

 

  1. Veranstaltungen

3.1 „Baurelevante Neuerungen beim Abfallverzeichnis“ – Wien/Web

Am 14. September 2021 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ein Seminar für Eingangsleiter von Baustoff-Recycling-Anlagen, welches auch für Bauleiter/innen und Bautechniker/innen von großem Interesse ist.

Das Seminar vermittelt die Grundlagen zum Thema Abfall und Abfallannahme (Schlüsselnummern, Materialeignung, Lagerung, …), die Prüf- und Dokumentationspflichten sowie die Anforderungen an den typischen Einsatz von Recycling-Baustoffen.

Dieses Seminar wird als Präsenzveranstaltung im Hause des BRV in Wien angeboten, optional ist auch eine Online-Teilnahme möglich. Zielgruppen sind Betriebsleiter, Eingangsleiter und weiteres Personal von Baustoff-Recycling-Anlagen sowie Baustellenverantwortliche.

Ihre Anmeldungen nehmen Sie bitte mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts vor.

3.2 BRV-Seminar „Neues zum Asphaltrecycling“ – Wien

Am 27. September 2021 findet in Wien ein Tagesseminar zum Thema Asphaltrecycling statt.

Mit 1. März 2021 ist die RVS 08.15.02 „Ungebundene Tragschichten mit Asphaltgranulat“ neu erschienen. Viele weitere recyclingrelevante Bestimmungen aus den Asphalt-RVS, die ebenso in letzter Zeit geändert worden sind, werden dabei erörtert. Die Ausgangsstoffe für die Aufbereitung, die Qualitätssicherung, die notwendige Leistungserklärung sowie Anwendungs-gebiete und Einsatzbeschränkungen werden von Fachpraktikern referiert.

Anmeldungen bitte mittels Anmeldeabschnitts im beiliegenden Detailfolder.

3.3 „Ausbildungskurs Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ – Wien

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband bietet von 4. bis 6.10.2021 in Wien einen Ausbildungskurs speziell für Abbrucharbeiten an.

Dieser 2 ½-tägige Ausbildungskurs bietet jene Kenntnisse, die  rückbaukundige Personen für ihre Tätigkeit aufweisen sollen.

Bitte melden Sie sich umgehend mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts an.

 

  1. Wissenswertes

4.1 naBe – Aktionsplan beschlossen

Die Entstehung des naBe-Aktionsplans geht auf eine Initiative der Europäischen Kommission zurück, bei der alle europäischen Mitgliedsstaaten aufgefordert wurden, nationale Aktionspläne zur Ökologisierung der öffentlichen Beschaffung vorzulegen.

Der naBe-Aktionsplan ist für öffentliche Auftraggeber des Bundes verbindlich zu berücksichtigen! Darüber hinaus gelten die Kriterien empfehlend für alle öffentlichen Auftraggeber (Länder, Gemeinden, öffentliche Einrichtungen, Sektorenauftraggeber, …), die dem Bundesvergaberecht unterliegen.

Der naBe-Aktionsplan verfolgt drei Ziele:

  • Verankerung der nachhaltigen Beschaffung in allen Bundesinstitutionen
  • Harmonisierung der Kriterien hinsichtlich der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung
  • Sicherung der Vorreiterrolle Österreichs bei der nachhaltigen öffentlichen Beschaffung in der EU

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) wurde entsprechend im Ministerratsbeschluss vom 23. Juni 2021 mit der Koordinierung der Maßnahmen zur Implementierung des Österreichischen Aktionsplans zur nachhaltigen öffentlichen Beschaffung betraut.

2019 wurde eine Servicestelle für nachhaltige öffentliche Beschaffung („naBe-Plattform“) in der BBG geschaffen, um die Ziele des naBe-Aktionsplans noch besser umzusetzen. Der naBe-Aktionsplan kann unter dem Link https://www.nabe.gv.at/wp-content/uploads/2021/06/naBe-Aktionsplan-2020.pdf aufgerufen werden.

Im Kapitel 15.14 optionale Zuschlagskriterien für den Hochbau und im Kapitel 16 Spezifikationen für die Beschaffung von Leistungen im Tiefbau (inkl. optionaler Zuschlagskriterien für die Beschaffung von Leistungen im Tiefbau) wird festgehalten:

Für den Hochbau werden dabei zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach ISO 14.001 bzw. EMAS honoriert. Zusätzliche Punkte können vergeben werden entsprechend dem Anteil an rezyklierten Gesteinskörnungen am gesamten, für die Betonherstellung verwendeten Gestein, das den Anforderungen der Recyclingbaustoff-Verordnung entspricht. Weiters gibt es die Möglichkeit, zusätzliche Punkte bei Verwendung von rezyklierter Gesteinskörnung, die direkt auf der Baustelle vor Ort erzeugt wird.

Überraschend ist, dass entgegen dem Entwurf nur die Produktion vor Ort Berücksichtigung findet und nicht in stationären Anlagen. Dies wird seitens des BRV hinterfragt werden.

Im Tiefbau muss bei Bauvorhaben, bei denen mehr als 750 t Bau- und Abbruchabfälle anfallen, bei der Ausschreibung der Planungsleistung ein konkretes Materialkonzept vorgesehen werden. Daneben muss der Auftraggeber bei der Ausschreibung der Bauleistung das entsprechende Materialkonzept berücksichtigen, indem er zumindest für folgende Elemente Mindestquoten festlegt:

  • Aufbereitung der im Bauvorhaben anfallenden Materialien und ihre Verwendung in Form von Recycling-Baustoffen vor Ort (Leistungsgruppe 58 „Materialverwertung“ der LB-VI)
  • Herstellung von Recycling-Baustoffen vor Ort unter Abgabe an Dritte als fertige Recycling-Baustoffe unter Berücksichtigung des Abfallwirtschaftsgesetzes und der Recycling-Baustoffverordnung
  • Abgabe der im Bauvorhaben selbst nicht verwertbaren Bau- und Abbruchabfälle an befugte Baustoff-Recycling-Betriebe, Sammler und Behandler zur Herstellung von Recycling-Baustoffen
  • Einsatz von Recycling-Baustoffen

Darüber hinaus müssen bituminös gebundene Deck-, Binde- und Tragschichten zumindest
10 % (bezogen auf das Gewicht) aus Recycling-Asphalt bestehen, wenn eine Recycling-Material-Zugabe gemäß der ÖNORMEN der Normenreihe B 358X-Serie oder gleichwertig zugelassen ist.

 

Beilagen

Mitgliederinformation 7/2021 – Ordentliche Mitgliederversammlung 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen in der Beilage das Mitglieder-rundschreiben Nr. 7/2021.

Speziell möchten wir Sie zur ordentlichen Mitgliederversammlung des Baustoff-Recycling Verbandes am 18. Juni 2021 um 12.30 h einladen. Die Einladung mit Tagesordnung erhielten Sie schon mit getrennter Post.

Weiters verweisen wir auf die noch im Juni 2021 stattfindenden Veranstaltungen des BRV:

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, erstmals auch wieder in Präsenz!

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 7/2021

 

  1. Recycling-Wirtschaft


1.1  BRV-Startsitzung Gipsverwertung

Im Mai 2021 fand auf Initiative des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes die erste Sitzung zur Verwertung des Mineralstoffes „Gipsplatten“ statt.

Mit 1. April 2021 wurde im Rahmen der Deponieverordnungsnovelle die Verwertung von Gips ab dem Jahre 2026 vorgeschrieben; durch ein Deponierungsverbot für Gipsplatten (mit Ausnahme verunreinigter Platten sowie nicht verwertbarer Materialien) wird zwingend in ganz Österreich die Gipsplattenverwertung vorgesehen. Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband kümmert sich seit seiner Gründung im Jahre 1990 um die Verwertung mineralischer Baurestmassen. Gips bzw. Gipsplatten sind damit ebenso im zentralen Fokus. Darüber hinaus widmet sich der BRV seit Jahren dem sortierten Rückbau und damit der getrennten, sortenreinen Erfassung von Baurestmassen. Bislang wurde Gips gemeinsam mit Bauschutt fast ausschließlich einer Deponierung zugeführt, das wird sich ändern müssen.

Die neuen rechtlichen Anforderungen werden dazu führen, dass die Logistik für die getrennte Sammlung von Gips aufgebaut werden muss und zudem Verwertungsgrundlagen (Stand der Technik) sowohl für Abbruchunternehmer als auch für Behandler festgelegt werden müssen.

Wenngleich durch die mehrjährige Übergangsfrist ein gewisser zeitlicher Rahmen vorgesehen ist, möchte der Österreichische Baustoff-Recycling Verband seinen aktiven Beitrag dazu leisten, die Verwertung von Gipsplatten zu forcieren und mitzuhelfen, Grundlagen für Bauausführende und Verwerter von derartigen Materialien zu etablieren.

 

  1. EU und Ausland

2.1  Europäischer Baustoff-Recycling Award 2020 an die Schweiz verliehen

Die EQAR, die European Quality Association for Recycling, fördert seit Jahren mit dem EQAR-Award Persönlichkeiten, Unternehmen, Verbände und Hochschulen für ihr Engagement, Innovation oder herausragende Recycling-Projekte. In diesem Jahr wird der Preis zum 4. Mal vergeben.

Pandemiebedingt konnte die Preisverleihung nicht im Rahmen eines Kongresses im vergangenen Jahr abgehalten werden, wurde demgemäß in einer Videoveranstaltung vor wenigen Tagen an den Verband arv Baustoffrecycling Schweiz mit seinem Projekt ARVIS 4.0 vergeben.

Dem ARV gelang die Konzeption und Einführung eines einheitlichen integrierten Systems zur Harmonisierung der Kontrollkriterien für die Inspektion von Sortier- und Aufbereitungsanlagen von z.B.: Bauschutt und Altholz in der Schweiz, verbunden mit einer Harmonisierung des Schweizerischen Standards für die Erfassung von Abfallströmen.

Auch aus Österreich erfolgten zwei Nominierungen. Diesen Einreichern wurde die Möglichkeit eingeräumt, bei Weiterverfolgung ihrer Projekte diese bei der nächsten Ausschreibung im Jahre 2022 einzureichen.

2.2  Neue Publikationen Europäischer Abbruchverband

Der Europäische Abbruchverband, bei dem der Österreichische Baustoff-Recycling Verband das nationale Mitglied ist, hat dieser Tage auf zwei neue Publikationen in Englisch hingewiesen:

„Decontamination of hazardous substances“ (Dekontamination gefährlicher Substanzen), in dem die wichtigsten gefährlichen Abfälle auf Baustellen (z.B.: Asbest, Silicatstaub, PCB, Dioxine, Blei, Chrom VI, Arsen, Cyanide und auch radioaktive Abfälle) angesprochen werden.

Die Broschüre kann kostenlos bei der Geschäftsstelle des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes als Druckversion angefordert werden. Nähere Informationen und die digitale Version können auch unter www.decontaminationinstitute.org eingesehen werden.

Die EDA (European Demolition Association) hat selbst ebenfalls eine englische Broschüre „carriers for demolition and recycling“ (Geräte für Abbruch und Verwertung) herausgegeben.

Diese in Englisch verfasste Broschüre erklärt die einzelnen Elemente derartiger Geräte, unterschiedliche Typen der Abbruchmaschinen, Schutzeinrichtungen für den Geräteführer sowie den Abbruchvorgang.

Diese englischsprachige Broschüre kann unter www.europeandemolition.org digital heruntergeladen werden sowie beim Österreichischen Baustoff-Recycling Verband kostenlos in Druckfassung angefordert werden.

 

  1. Verbandsangelegenheiten

 

3.1  Ordentliche Mitgliederversammlung 2021

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes (BRV) findet am 18. Juni 2021 ab 12.30 h in 1040 Wien, Karlsgasse 5, statt. Wir laden alle Mitglieder des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes dazu ein, an der Mitgliederversammlung persönlich – aus Hygienegründen nach Anmeldung (siehe Beilage) teilzunehmen. Sollte Ihnen dies nicht möglich sein, bieten wir zusätzlich die Möglichkeit, per Video zur Sitzung zugeschaltet zu werden.

Als Tagesordnung wurde Folgendes festgelegt:

1)   Begrüßung, Feststellung der Beschlussfähigkeit und Genehmigung der Tagesordnung

2)   Genehmigung des Protokolls der letzten Mitgliederversammlung

3)   Tätigkeitsbericht 2020

4)   Jahresrechnung 2020 und Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung

5)   Nachwahl eines Vorstandsmitglieds

6)   Festlegung der Schwerpunkte 2021/2022
7)   Mitgliedsbeitrag

8)   Budgetvorschau 2021

9)   Allfälliges

Wir freuen uns, Sie zu einem gemeinsamen Mittagsimbiss und anschließender Mitgliederversammlung herzlich begrüßen zu dürfen.

3.2  Ordentliche Mitgliederversammlung des GSV

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des BRV (siehe oben) findet für Mitglieder des Österreichischen Güteschutzverbandes Recycling-Baustoffe (GSV) die ordentliche Mitgliederversammlung 2021 ab 14 h in 1040 Wien, Karlsgasse 5, statt.

Eine getrennte Einladung zu dieser statutengemäßen Veranstaltung des GSV haben Sie mit separater Post erhalten.

3.3  Baustoff-Recycling in Österreich – Anlagenverzeichnis

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband veröffentlicht im Frühjahr zu Beginn der Bausaison das Mitglieder- und Anlagenverzeichnis der im Österreichischen Baustoff-Recycling Verband tätigen Unternehmen.

Dieses Verzeichnis wird in gedruckter Form an über 5.500 Direkt-Mailing-Adressen zielgerecht gemeinsam mit weiteren Unterlagen versendet. Damit wird allen Gemeinden Österreichs, aber auch wichtigen Auftraggebern, vielen Baufirmen und allen Kunden des BRV diese aktuelle Information zu den Mitgliedern des Baustoff-Recycling Verbandes und damit zu Ihrem Betrieb gegeben.

Dieses Verzeichnis enthält auch von jenen Betrieben, die die Annahme- und Abgabepreise bekannt gegeben haben, die entsprechende Auflistung. Die aktuelle Ausgabe wird Ihnen demnächst in gedruckter Form ebenso zugestellt werden.

Die digitale Fassung können Sie gerne auf der Homepage des BRV unter dem Link http://brv.at/media/_MEDIA/BRV/ALV.pdf einsehen und downloaden.

 

3.4  Güteschutz – Neuauflage Frühjahr 2021

Der Österreichische Güteschutzverband Recycling-Baustoffe legt dieser Tage neu das Verzeichnis der qualitätsgesicherten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen auf.

Diese Broschüre führt alle dem Güteschutz unterliegenden und nach der Richtlinie für Recycling-Baustoffe, 10. Auflage, sowie Richtlinie für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien, 1. Auflage, geprüften Recycling-Baustoffe an. Weiters sind jene mobilen Recycling-Anlagen angeführt, welche nach der Richtlinie für mobile Aufbereitung von mineralischen Baurestmassen und Bodenaushubmaterial, 2. Auflage, geprüft und mit dem Gütezeichen für mobile Recycling-Anlagen ausgezeichnet sind.

Diese Broschüre ergeht ebenfalls an alle Gemeinden Österreichs sowie eine Vielzahl an Auftraggebern und Bauunternehmen.

Die Liste enthält die jeweiligen Produzenten (Baustoff-Recycling-Betriebe) mit ihrer Betriebsstätte und dem jeweiligen produzierten Material. Weiters werden die jeweiligen bautechnischen und umwelttechnischen Parameter angeführt.

Die gedruckte Fassung erhalten die Mitglieder des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes und des Güteschutzverbandes Recycling-Baustoffe demnächst mit einer getrennten Aussendung.

 

  1. Veranstaltungen

 

4.1  BRV-Seminar „Eingangsleiter Baustoff-Recycling“ – Wien

Am 10. Juni 2021 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ein Seminar für Eingangsleiter von Baustoff-Recycling-Anlagen, welches auch für Bauleiter/innen und Bautechniker/innen von großem Interesse ist.

Das Seminar vermittelt die Grundlagen zum Thema Abfall und Abfallannahme (Schlüsselnummern, Materialeignung, Lagerung, …), die Prüf- und Dokumentationspflichten sowie die Anforderungen an den typischen Einsatz von Recycling-Baustoffen.

Dieses Seminar wird erstmals wieder als Präsenzveranstaltung im Hause des BRV in Wien angeboten. Zielgruppen sind Betriebsleiter, Eingangsleiter und weiteres Personal von Baustoff-Recycling-Anlagen sowie Baustellenverantwortliche.

Ihre Anmeldungen nehmen Sie bitte mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts vor.

4.2  BRV-Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ – Leoben

Die guten Gesundheitsbedingungen erlauben es, dass wir wieder zu Ihnen in die Bundesländer kommen: am 15. Juni 2021 findet in Leoben ein Halbtagesseminar über Neuerungen zur Deponieverordnung statt. Neben der am 1. April 2021 veröffentlichten Novelle werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen, die deponierelevanten Änderungen aufgrund der Abfallverzeichnisverordnungsnovelle, die sich vorwiegend mit 1.1.2022 auswirken, sowie deponierelevante Teile der AWG-Rechtsbereinigungsnovelle 2019 vorgestellt.

Zielgruppen sind Recycling-Betriebe, Poliere, Bauleiter, Baumeister, Deponiebetreiber aber auch Bauherrenvertreter und Behördenvertreter.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte den Anmeldeabschnitt im beiliegenden Folder.

4.3  BRV-Seminar „Neues zum Asphaltrecycling“ – Leoben

Ebenso in Leoben findet am 16. Juni 2021 ein Tagesseminar zu dem Thema Asphaltrecycling statt.

Mit 1. März 2021 ist die RVS 08.15.02 „Ungebundene Tragschichten mit Asphaltgranulat“ neu erschienen. Viele weitere recyclingrelevante Bestimmungen aus den Asphalt-RVS, die ebenso in letzter Zeit geändert worden sind, werden dabei erörtert. Die Ausgangsstoffe für die Aufbereitung, die Qualitätssicherung, die notwendige Leistungserklärung sowie Anwendungsgebiete und Einsatzbeschränkungen werden von Fachpraktikern referiert.

Dieses Seminar findet am 16. Juni in Leoben und weiters am 27.9.2021 in Wien statt.

Hinweis: Kombinieren Sie die beiden in Leoben stattfindenden Seminare „Neues zur Deponieverordnung“ und „Neues zum Asphaltrecycling“ und nützen Sie die Annehmlichkeit des Falkensteiner Hotels mit daneben befindlicher Therme.

Anmeldungen bitte mittels Anmeldeabschnitts im beiliegenden Detailfolder.

 

  1. Wissenswertes

 

5.1  Merkblatt „Herstellung von Recycling-Baustoffen gemäß Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017“

Der ÖWAV hat in einem Merkblatt die korrekte Handhabung und Bezeichnung von Recycling-Baustoffen gemäß Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 aufgezeigt, insbesondere in Hinblick auf die dafür zulässigen Inputmaterialien.

Da im Gegensatz zu Recycling-Baustoffen gemäß Recycling-Baustoffverordnung (RBV) die einheitliche Kennzeichnung von Recycling-Baustoffen gemäß BAWP 2017 nicht eindeutig geregelt ist, wird im Rahmen dieses Merkblattes eine einheitliche Bezeichnung im Einklang mit sonstigen geltenden Normvorschriften vorgeschlagen.

Dabei werden folgende Begriffsbestimmungen verwendet:

NG:     natürliche Gesteinskörnung aus mineralischen Vorkommen, die keiner Aufbereitung oder ausschließlich einer mechanischen Aufbereitung unterzogen wurde

NRG:   Mischgranulat einer natürlichen Gesteinskörnung und einer rezyklierten Gesteinskörnung, wobei der Anteil der rezyklierten Gesteinskörnung über weniger als 50 Masseprozent (M.-%) liegt.

RG:     Rezykliertes Granulat mit einem Masseanteil von mindestens 50 % Gestein (natürliches und/oder rezykliertes) sowie allenfalls auch Beton und/oder Asphalt.

Das Merkblatt kann beim ÖWAV bezogen werden.

Der BRV wird, auch auf Ersuchen des ÖWAV, die Richtlinie für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien in den nächsten Wochen neu auflegen und diese Bezeichnungen in die Richtlinie übernehmen. Die Richtlinie für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien ist eine wichtige vergaberelevante Grundlage, da diese auch mit der neuen Version der standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur als vereinbarter Stand der Technik angeführt ist.

Beilagen

Mitgliederinformation 6/2021 – Entwurf AWG-Novelle 2021 – Kreislaufwirtschaftspaket

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen in der Beilage das Mitglieder-rundschreiben Nr. 6/2021.

Derzeit befindet sich eine AWG-Novelle in Begutachtung, die wir im beiliegenden Rundschreiben kurz vorstellen.

Wir möchten Sie auf unsere aktuellen Ausbildungskurse hinweisen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 6/2021

  1. Rechtsangelegenheiten

 

1.1  Entwurf AWG-Novelle 2021 – Kreislaufwirtschaftspaket

Im Juni 2018 wurde das sogenannte Kreislaufwirtschaftspaket der Europäischen Union im Amtsblatt der EU veröffentlicht. Darin soll eine stärker kreislauforientierte Wirtschaft forciert werden, bei der es darum geht, den Wert von Produkten, Stoffen und Ressourcen innerhalb der Wirtschaft so lange wie möglich zu erhalten, um möglichst wenig Abfall zu erzeugen. Ein Ziel dabei ist die Förderung des Recyclings und die Nutzung dieser Ressourcen auch als Rohstoff.

Das Kreislaufwirtschaftspaket umfasst neben weiteren Zielvorgaben, wie das Recycling von Siedlungsabfällen (2023: mind. 65 %) auch spezifische Ziele für Verpackungen (2030: 70 %). Diese Vorgaben des Kreislaufwirtschaftspaketes sollen im AWG verankert und betreffend Verpackungen in der Novelle der Verpackungsverordnung präzisiert werden.

In Bezug auf die Deponierung dürfen Abfälle, die nach den Vorgaben der Abfallrahmenrichtlinie für die Vorbereitung der Wiederverwendung oder das Recycling getrennt zu sammeln waren, nicht auf Deponien entsorgt werden. Diese Vorgaben wurden in einer Novelle der Deponieverordnung präzisiert.

Weiters zählt der Verkehrssektor zu den Hauptverursachern von Treibhausgasemissionen. Zielsetzung der Bundesregierung ist ein verstärkter Transport „bahnaffiner Güter“ auf der Schiene, um damit einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Emissionen im Straßenverkehr zu leisten.

Die derzeitige Bestimmung im AWG 2002 hinsichtlich der Verlagerung von Abfalltransporten auf die Schiene wird daher adaptiert, um dieser Zielsetzung besser Rechnung zu tragen. Abfälle sind Güter, die als bahnaffin gelten, also sich in der Regel gut dazu eignen, mit der Bahn transportiert zu werden. Schiffe und LKW mit alternativen Antrieben (Elektro) kommen als Verkehrsmittel bei gleichwertigem oder geringerem Schadstoffpotential ebenfalls in Betracht. Die Verpflichtung zur Nutzung der Bahn ist jedoch dann entfallen, wenn sich die Strecke, die jedenfalls per LKW gefahren werden muss, durch die Verlagerung des Transportes auf die Schiene nicht wesentlich verkürzt, d.h., wenn zumindest 25 % der Gesamtstrecke weiterhin auf der Straße zurückzulegen wären.

Transporte von Abfällen ab 3 Tonnen mit einer Transportstrecke auf der Straße von über
300 km haben in Österreich ab 1. Jänner 2023, mit 200 km ab 1. Jänner 2024 und mit 100 km ab 1. Jänner 2025 per Bahn oder gleichwertig zu erfolgen.

Hinsichtlich der Begrifflichkeit „Bau- und Abbruchabfälle“, die auch in der europäischen Abfallrahmenrichtlinie Verwendung findet, erfolgt nun eine Definition, dass dies Abfälle sind, die durch Abbrucharbeiten entstehen, wie z.B.: Ziegelabbruch. Bislang hatten Experten des BMK zeitweise die Ansicht vertreten, es könnte sich dabei auch um Jausenabfälle der Bauarbeiter handeln.

Die Meldung des Abfallbeauftragten soll erleichtert und durch eine Angabe in den Stammdaten als Kontaktperson des betroffenen Betriebes erfolgen.

Transporteure von Abfällen sind registrierungspflichtig. Es ist vorgesehen, dass sich alle Transporteure von Abfällen auf edm.gv.at registrieren.

Wesentliche Inhalte der AWG-Novelle behandeln das Regime der erweiterten Herstellerverant-wortung, die Genehmigung von Sammel- und Verwertungssystemen, das Thema Verpackungen, das Heben der Recyclingquote für Siedlungsabfälle und vieles mehr, was in der oben verkürzten Beschreibung der Novelle nicht enthalten ist. Der BRV plant, zu der Novelle eine Stellungnahme abzugeben. Bei Interesse übersenden wir Ihnen gerne den Entwurf bzw. Erläuterungen dazu.

 

  1. Recycling-Wirtschaft


2.1  Neue Ausbildungsordnung Entsorgungs- und Recyclingfachkraft

Mit Bundesgesetzblatt II 199/2021 wurde Ende April die Verordnung über die Berufsausbildung im Lehrberuf Entsorgungs- und Recyclingfachkraft (Entsorgungs- und Recyclingfachkraft-Ausbildungsordnung) veröffentlicht.

Der Lehrberuf ist weiterhin mit einer Lehrzeit von 3 Jahren eingerichtet.

Die theoretische Prüfung entfällt, wenn die letzte Klasse der fachlichen Berufsschule positiv absolviert oder der erfolgreiche Abschluss einer die Lehrzeit ersetzenden berufsbildenden mittleren oder höheren Schule nachgewiesen ist.

Für bestehende Lehrlinge, die bis 30. April 2021 im Lehrberuf Entsorgungs- und Recycling-fachmann – Abfall ausgebildet wurden und die gemäß Lehrvertrag zu diesem Zeitpunkt die Lehrzeit noch nicht beendet haben, können gemäß der im Absatz 3 und 4 angeführten Ausbildungsordnung bis zum Ende der vereinbarten Lehrzeit weiter ausgebildet werden.

  1. EU und Ausland 

3.1  CEN/TC 350/SC1 „circular economy“ konstituiert

Am 4. Mai 2021 hat sich das neue Subkomitee „Kreislaufwirtschaft“ des CEN/TC 350 konstituiert. Dieses Komitee wurde auf Initiative Dänemarks gegründet und soll in Abstimmung mit bestehenden CEN-Ausschüssen thematisch die Kreislaufwirtschaft im Baubereich (Hochbau, Tiefbau) umfassen.

Seitens des Österreichischen Normungsinstitutes (ASI) wurde im Spiegelgremium beschlossen, dass Dipl.-Ing. Martin Car als head of delegates für Österreich in diesem Gremium teilnimmt.

Zentrale Themen aus Sicht des Baustoff-Recycling Verbandes werden dabei „green procurement“ (recyclingbetonte Ausschreibung und Vergabe) als auch „demolition“ (Rückbau) und Fragen der Besserstellung von Sekundärmaterialien im Baubereich sein.

3.2  Europäischer Abbruchverband „EDA“: Industriereport

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ist Mitglied der EDA, des Europäischen Abbruchverbandes.

Als Herausgeber des europäischen Industriereportes 2021 ersucht EDA um Mitwirkung hinsichtlich einer Online-Befragung, die ca. 5 Minuten dauert und sich an „Contractors“ (Abbruchunternehmer) sowie „Suppliers“ (Hersteller/Verkäufer von Geräten für Abbruch-unternehmer) richtet.

Die Umfrage ist vollkommen anonym und soll den aktuellen Stand hinsichtlich Abbrüchen in Europa wiederspiegeln. Wir ersuchen Sie daher, diesen Fragebogen möglichst zu beantworten und damit auch die Position Österreichs besser wiedergeben zu können. Bitte folgen Sie nachstehenden Links:

Alle, die sich an der Umfrage beteiligen, haben freien Zugang zum Industriereport 2021.

 

  1. Veranstaltungen

 

4.1  BRV-Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“ – Wien und Webseminar

Am 11./12. Mai 2021 findet eine Hybridveranstaltung (also in Präsenz, Wien, und auch über Video) als Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“ statt.

Die Kursmaßnahme richtet sich an all jene Personen, die sich über eine Einführung ins Abfallrecht, über das Baustoff-Recycling sowie über weitere Details (Probenahme, Arbeitssicherheit, Güteschutz, …) informieren wollen.

Anmeldungen nehmen wir noch gerne mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts an.

 

4.2  BRV-Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ – Webseminar

Am 27. Mai 2021 findet ein Hybridseminar (Präsenzveranstaltung in Wien und gleichzeitig per Video) zu aktuellen Neuerungen der Deponieverordnung statt.

Mit 1. April 2021 wurde die Deponieverordnung novelliert. Themen dabei sind das Deponierungsverbot gewisser Baustoffe wie Gipsplatten, Beton, Asphalt oder Straßenaufbruch. In dem Seminar werden neben den Neuerungen der  Deponieverordnung auch im Zusammenhang stehende Themen wie die AWG-Novelle oder die Abfallverzeichnisverordnungs-änderungen angesprochen.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte den Anmeldeabschnitt im beiliegenden Folder.

4.3  ÖWAV-Webinar „Mobile Abfallbehandlungsanlagen“

In Kooperation mit dem Österreichischen Wasser- und Abfallwirtschaftsverband und dem Österreichischen Baustoff-Recycling Verband wird am 11. Mai 2021 ein Webinar zum Thema „Mobile Abfallbehandlungsanlagen“ über Microsoft-Teams angeboten. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen wird auch die Frage hybride Nutzung von mobilen Abfallbehandlungs-anlagen sowohl als Teil von ortsfestem als auch im mobilen Einsatz angesprochen.

Mitglieder des Baustoff-Recycling Verbandes erhalten für diese Veranstaltung ebenfalls vergünstigte Konditionen.

Anmeldungen können per E-Mail an grassl@oewav.at durchgeführt werden.

4.4  Eingangsleiter Baustoff-Recycling

Am 10. Juni 2021 bieten wir in Wien eine Veranstaltung für Eingangsleiter von Baustoff-Recycling-Anlagen an.

Hauptinhalt dieses Seminartages ist die Frage der geeigneten Schlüsselnummern, Prüfpflichten, Dokumentationspflichten sowie Anforderungen an den Output von Materialien bzw. die Frage des jeweiligen Abfallendes.

Zielgruppe dieses Seminars sind Betriebsleiter, Eingangsleiter, weiteres Personal von Baustoff-Recycling-Anlagen, aber auch von Deponien.

Für Ihre Anmeldung liegt der Kursfolder inkl. Anmeldeabschnitt bei.

Beilagen

Mitgliederinformation 05/2021 – Standardisierte Leistungsbeschreibung für den Tiefbau aktualisiert

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen in der Beilage das Mitglieder-rundschreiben Nr. 5/2021.

Mit 1. Mai 2021 erscheint eine neue Version der LB-VI, der Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur. Näheres über Neuerungen (z.B. Ausschreibungstexte für den Deponiebau, für chemische Analysen) können Sie dem beiliegenden Rundschreiben entnehmen.

Auch die Neufassung der technischen ÖNORM B 3151 für den Rückbau wird zur Stellungnahme aufgelegt.

Wir möchten Sie auf unsere aktuellen Ausbildungskurse hinweisen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 5/2021

 

  1. Technische Angelegenheiten

1.1  ÖNORM B 3151 im Stellungnahmeverfahren

Das Austrian Standards Institute wird mit 1. Mai 2021 die ÖNORM B 3151 „Rückbau von Bauwerken als Standardabbruchmethode“ als Entwurfsfassung zur Begutachtung auflegen.

Die derzeitige Fassung der ÖNORM B 3151 stammt aus Dezember 2014 und berücksichtigt nicht die Novelle der Recycling-Baustoffverordnung. Zwischenzeitlich ist auch die ÖNORM B 2251 „Abbrucharbeiten – Werkvertragsnorm“ neu aufgelegt worden (1. September 2020). Diese Neuauflage führte unter anderem auch dazu, dass die ÖNORM B 3151, die schon 2019 im Stellungnahmeverfahren war, neuerlich überarbeitet werden musste.

Die unter der Leitung von BRV-Geschäftsführer Car in einem Normenarbeitsausschuss erstellte Fassung berücksichtigt neben der Novelle der Recycling-Baustoffverordnung nunmehr alle im Jahre 2019 abgegebenen Stellungnahmen. Weiters wurde aus der ÖNORM B 2251 die Objektbeschreibung in überarbeiteter Form übernommen und ein Verzeichnis typischer vorkommender Abfälle als Anhang E neu aufgenommen.

Mit der Herausgabe der Norm ist frühestens im Herbst 2021 zu rechnen. Je nach Ausgabedatum ist dabei auch angedacht, die in der Begutachtungsfassung angeführten Schlüsselnummern auf die Fassung 2022 der Abfallverzeichnisverordnung zu aktualisieren.

 

  1. EU und Ausland

2.1  Europäischer Abbruchverband: Industriereport

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ist Mitglied der EDA, des Europäischen Abbruchverbandes.

Als Herausgeber des europäischen Industriereportes 2021 ersucht EDA um Mitwirkung hinsichtlich einer Online-Befragung, die cirka 5 Minuten dauert und sich an „Contractors“ sowie „Suppliers“ richtet.

Die Umfrage ist vollkommen anonym und soll den aktuellen Stand hinsichtlich Abbrüchen in Europa wiederspiegeln. Wir ersuchen Sie daher, diesen Fragebogen möglichst zu beantworten und damit auch die Position Österreichs besser wiedergeben zu können. Bitte folgen Sie nachstehendem Link: EDA Industry Survey – 2021 – EDA (europeandemolition.org)

 

  1. Verbandsangelegenheiten

3.1  BRV-Pressemitteilung Deponieverbot

Mit 7. April 2021 sandte der Österreichische Baustoff-Recycling Verband eine Pressemitteilung an die Fachpresse betreffend des Deponieverbotes für Beton, Asphalt und Straßenaufbruch unter Hinweis, dass Baustoff-Recycling die erste Wahl sei.

Die Pressemitteilung http://brv.at/pressespiegel/ fand guten Niederschlag, beispielsweise veröffentlichte die Österreichische Bauzeitung einen zweiseitigen Bericht dazu.

3.2  Neue BRV-Arbeitsgruppe Substrate

Das Thema der Verwertung von Ziegeln bzw. Mauerwerk beschäftigt den BRV schon seit Beginn an.

Schon vor Jahren wurde versucht, gemeinsam mit der BOKU im Rahmen eines Forschungsprojektes das Thema „Green Concrete“ zu initiieren, welches durchaus erfolgreiche Ergebnisse verzeichnete.

Nunmehr wurde eine weitere Initiative gestartet – die Verwertung von Hochbaurestmassen für Substrate. Hierbei wird zwischen Dachbegrünungen und landwirtschaftlicher Anwendung differenziert.

Einzelne Vorbesprechungen in Kleingruppen mit Anwendern und Herstellern fanden im Zeitraum Oktober bis April 2021 statt. Es ist geplant, eine entsprechende Richtlinie für derartige Anwendungen zu erstellen und in Abstimmung mit aktuellen Normen und anderen Rechtsgrundlagen eine Basis für die Verwertung von sortierten Hochbaurestmassen für diesen Anwendungsbereich zu schaffen.

 

  1. Veranstaltungen

 

4.1  Abfallrechtliche Registrierungs-,  Registrierungs-, Aufzeichnungs-
und Meldepflichten für Bau- und Recycling-Betriebe – Webseminar

Am 28. April 2021 bietet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ein Halbtagesseminar online zum obigen Thema an.

Das Seminar richtet sich an Recyclingbetriebe, Deponiebetriebe und Baubetriebe. Seitens einer Behördenvertreterin werden aus Sicht des Bescheidgebers, durch einen Baupraktiker aus Sicht der Bauwirtschaft, die notwendigen Pflichten ausgezeigt.

Anmeldungen bitte mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts.

4.2  Ausbildungskurs „Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“

Vom 3. bis 5. Mai 2021 wird ein Ausbildungskurs für Abbrucharbeiten angeboten. Dieser BRV-Kurs bietet auch das Grundlagenwissen für Rückbaukundige Personen.

Der Kurs ist fast ausgebucht – für letzte Anmeldungen siehe bitte unter www.brv.at/events/ausbildungskurs-abbrucharbeiten-rueckbaukundige-person-18/.

4.3  Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“ – Wien und Webseminar

Vom 11. bis 12. Mai 2021 wird ein BRV-Ausbildungskurs für Recycling-Fachpersonen in Wien als Hybridveranstaltung angeboten. Neben der persönlichen Anwesenheit gibt es auch die Möglichkeit, dieses Seminar als Webseminar zu besuchen.

Das Seminar vermittelt Grundwissen an interessierte Bautechniker, Recyclingbetriebe, Planer und Bauherren zum Thema Baustoff-Recycling.

Nähere Informationen sowie Anmeldemöglichkeit können der Beilage entnommen werden.

4.4  BRV-Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ – Webseminar

Am 27. Mai 2021 bietet der BRV ein Hybridseminar in Wien an. Dieses Seminar kann neben der Präsenzteilnahme auch über Web besucht werden.

Mit 1. April 2021 erfolgte eine Novellierung der Deponieverordnung, die unter anderem das Verbot der Deponierung von Gips, gewissen Baurestmassen sowie KMF in den kommenden Jahren vorsieht. Grundlagen zur Deponierung von Baurestmassen sowie diese Neuerungen im Zusammenhang auch mit weiteren Novellen (AVV-VO, AWG, …) werden profund vorgestellt.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte den Anmeldeabschnitt im beiliegenden Folder.

 

  1. Wissenswertes

 

5.1  Montanuniversität Leoben: Stellenausschreibung Arbeitsgruppenleiter

Am Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft ist die Stelle eines Senior Scientists (Arbeitsgruppenleiter) für die Arbeitsgruppe „Abfallwirtschaft und future waste“ zu besetzen. Die Stelle ist vorerst auf 3 Jahre befristet ausgeschrieben. Es ist aber davon auszugehen, dass bei Erfolg ein langfristiger Vertrag zustande kommen wird.

Es handelt sich bei dieser Stelle um eine global finanzierte Stelle, die Potential für eine wissenschaftliche Karriere bietet. Aufgrund der praxisnahen Themen ist die Stelle durchaus interessant für Bewerber aus der Industrie/Wirtschaft, die eine Uni-Karriere anstreben.

Bei Interesse folgen Sie bitte dem Link zur Ausschreibung:

https://www.avaw-unileoben.at/media/MBL_892021_-_Stellenausschreibungen_1.pdf

5.2  Neuauflage Standardisierte Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur

Mit 1. Mai 2021 erfolgt eine Neuauflage der LB-VI, der Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur, Ausgabe Version 06.

Es handelt sich um eine verbesserte aktualisierte Version, mit zahlreichen Änderungen und Umsetzung der überarbeiteten RVS 08.03.01 „Erdarbeiten“. Besonders zu erwähnen ist dabei die neue Leistungsgruppe 55 Deponiebau sowie die neue Leistungsgruppe 91 chemische Untersuchungen einmalig anfallender Abfälle und Wässer. Die neue LG 55 Deponiebau bietet die Möglichkeit, Dichtschichten, Tondichtungsbahnen, PE-HD Dichtungsbahnen, mineralische und geotextile Flächenfilter auszuschreiben, wobei auch Rohrleitungen, Deponiebau und Positionen für die Rekultivierung enthalten sind.

In der neuen LG 91 „chemische Untersuchungen einmalig anfallender Abfälle und Wässer“ ist es nun möglich, die Projekt-, Koordinierungs- oder Einbautenbesprechungen, die Probenahmenplanung, Probenahme der Feststoffe als auch Wässer, die Analytik der Feststoffblöcke, die Analytik der Eluate und Feststoffe und Wässer, Probenahme-, Analysenberichte, Beurteilungen, Gutachten, Zuordnungen als auch die abfalltechnische Baubetreuung und Sondierungen zum Zwecke der Probenahmen durch den Auftragnehmer auszuschreiben.

Die neue Version der LB-VI greift auf den Standard der ÖNORM A 2063, Ausgabe Juli 2015, zu.

Insbesondere wird darauf verwiesen, dass die gesamte LB-VI 06 die neuen Begriffe der RVS 08.03.01 „Erdarbeiten“ enthält, welche aufgrund der Zurückziehung der ÖNORM B 2205 und der neuen europäischen Norm EN 16907, Teile 1 bis 6, überarbeitet wurde. Die bisher gültigen Bodenklassenbezeichnungen der ÖNORM B 2205 sind in der LB-VI 06 daher nicht mehr zu finden (Anmerkung: Die neue RVS wird voraussichtlich mit 1. August veröffentlicht werden.)

Hinsichtlich Verwertung wird im Punkt 1.6.1 auf die Rechtsbasen (AWG, RBV, BAWP) verwiesen sowie auf die Recycling-Börse-Bau. Hinsichtlich der Verwendung von Recycling-Baustoffen werden die Anforderungen der Richtlinie für Recycling-Baustoffe verlangt, welche die Verpflichtungen und Anforderungen der Recycling-Baustoffverordnung und des Bundes-Abfallwirtschaftsplans berücksichtigt.

Im Punkt 1.6.4 wird bei der Verwertung oder Wiederverwendung von Aushubmaterialien zusätzlich das BRV-Merkblatt „Verwertung und Wiederverwendung von Aushubmaterial“, herausgegeben vom Österreichischen Baustoff-Recycling Verband, verlangt.

Weitergehende Informationen bietet der Herausgeber der LB-VI, die Österreichische Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr im Rahmen von Seminaren an (LB-VI 06 – Update-Seminare: 1.6.2021/Salzburg; 29.6.2021/Leoben; 1.7.2021/Wien).

Anmeldungen unter www.fsv.at.

 

  1. Allgemeines

 

6.1  Unterstützung bei Diplomarbeit

Unten stehend übermitteln wir Ihnen einen Link zur Umfrage zum Thema „Potentiale von Absiebmaterialien beim Baustoff-Recycling“ und laden Sie ein, den Diplomanden, Herrn Dominik Saladak, hier zu unterstützen; gerne kann diese auch verteilt werden.

https://www.umfrageonline.com/s/01240c4

Mitgliederinformation 04/2021- Deponieverordnungsnovelle

Sehr geehrte Damen und Herren,

in der Beilage finden Sie das Mitgliederrundschreiben Nr. 4 aus 2021.

Wir möchten Sie mit diesem Rundschreiben hauptsächlich über die Änderung der Deponie-
verordnung 2008 informieren, die am 1. April 2021 mit Bundesgesetzblatt II Nr. 144/2021 kundgemacht wurde.

Neben diesem Rundschreiben erhalten Sie Detailinformationen zur Deponieverordnung in
unseren Spezialseminaren (siehe unten).

Weiters möchten wir Sie auf unsere nächsten Seminare hinweisen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


 

 

MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 4/2021

  1. Rechtsangelegenheiten

1.1 Deponieverordnungsnovelle

Mit BGBl. II Nr. 144/2021 erfolgte die Änderung der Deponieverordnung 2008.

Eine zentrale Bedeutung für das Baustoff-Recycling ist durch die Ergänzung des § 1 hinsichtlich Kreislaufwirtschaft in Kraft getreten: zur Schaffung einer Kreislaufwirtschaft soll im Einklang mit der Abfallhierarchie angestrebt werden, dass Abfälle, die sich zum Recycling und anderen Formen der Verwertung eignen, zukünftig nicht auf Deponien zur Ablagerung angenommen werden.

Da die Novelle eine Vielzahl an Änderungen enthält, wird auszugsweise auf Folgende hingewiesen:

  • Folgende Abfälle können ab 1.2024 nicht mehr auf einer Deponie abgelagert werden:
  • SN 31407 Keramik, eingeschränkt auf Ziegel aus der Produktion
  • SN 31410 Straßenaufbruch
  • SN 31411-34 Bodenaushub (technisches Schüttmaterial, das weniger als 5 Vol-% bodenfremde Bestandteile enthält)
  • SN 31411-34 Bodenaushub (technisches Schüttmaterial, ab 5 Vol.-% bodenfremder Bestandteile)
  • SN 31427 Betonabbruch
  • SN 31427-17 Betonabbruch (nur ausgewählte Abfälle aus Bau- und Abrissmaßnahmen)
  • SN 31467 Gleisschotter
  • SN 54912 Bitumen, Asphalt
  • SN 91501-21 Straßenkehricht (nur Einkehrsplitt aus natürlicher Gesteinskörnung)
  • SN 31490 Recycling-Baustoffe der Qualitätsklasse U-A

Ausgenommen von diesem zukünftigen Deponierungsverbot sind all jene oben angeführten Abfälle, die die Inertabfallqualität nicht einhalten, bzw. wenn diese offensichtlich verunreinigt sind. Dann dürfen diese Abfälle weiterhin deponiert werden.

  • Ab 1.1.2026 dürfen Gipsplatten, Gipswandbauplatten und faserverstärkte Gipsplatten (Gipsplatten mit Flies-Armierung, Gipsfaserplatten) nicht mehr deponiert werden. Ausgenommen davon werden jene Platten sein, bei denen im Zuge der Eingangskontrolle in einer Recycling-Anlage für Gipsabfälle nachweislich festgestellt wird, dass sie nicht von ausreichender Qualität sind, um daraus Recycling-Gips herzustellen.
  • Hinsichtlich künstlicher Mineralwolle-Abfälle werden detaillierte Regelungen festgelegt. Parallel zu den mit 1.1.2022 in Kraft tretenden Abfallverzeichnis der Abfallverzeichnis-verordnung wird für künstliche Mineralwolle-Abfälle eine Übergangsfrist für die Ablagerung wie folgt festgelegt:
  • KMF mit gefahrenrelevanten Fasereigenschaften dürfen bis zum 31. Dezember 2026 ohne analytische Untersuchung unter gewissen Bedingungen (z.B.: eigenes Kompartiment oder Kompartiment für Asbestabfälle; verpackt, verpackt und gepresst oder zerkleinert und konditioniert; Abdeckungsregelungen bzw. Oberflächenabdeckung) abgelagert werden.
  • KMF ohne gefahrenrelevante Eigenschaften dürfen ebenfalls bis 31. Dezember 2026 unter den Bedingungen des Anhanges 2 Kapitel 2 abgelagert werden.

Diese Regelung wird bis zum Jahre 2024 vom BMK hinsichtlich einer eventuellen Verlängerung der Fristen geprüft werden.

Zusätzlich dürfen auch nach der genannten Frist maximal 3 t künstliche Mineralwolle-Abfälle (inkl. Verbundstoffe) aus einem Abbruch eines Bauwerkes oder mehrerer Bauwerke im Rahmen eines Bauvorhabens unter den Bedingungen des § 10c Absatz 1 bzw. Anhanges 2 Kapitel 2 deponiert werden („Regelung für Kleinmengen“).

  • Für natürliche Massenbewegungen und Gewässersedimente ist ab sofort auch die grundlegende Charakterisierung (§ 13 Absatz 1 Z 8) durch befugte Fachpersonen oder Fachanstalten erlaubt, die keine akkreditierten Inspektionsstellen sind.
  • Für Lager von Abfällen im Katastrophenfall werden ebenfalls Regelungen vorgesehen. Dies trifft die Behandlung von gemischten Siedlungsabfällen und ähnlichen Gewerbeabfällen, die für die thermische oder mechanisch-biologische Behandlung vorgesehen sind. Derartige Zwischenlager können im Deponiebereich oder am Deponiekörper einer Reststoff- oder Massenabfalldeponie unter Auflagen errichtet werden.

 

  1. Veranstaltungen

 

2.1 Was tun mit Aushub (Webseminar)

Am 8. April 2021 findet – aufgrund der Covid-19-Situation, nicht wie vorgesehen, in Linz, sondern als Webseminar – die Veranstaltung „Was tun mit Aushub“ statt.

Sowohl die Recycling-Baustoffverordnung als auch der Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 behandeln Aushub. Darunter ist beispielsweise Bodenaushub, technisches Schüttmaterial oder Gleisaushub zu verstehen. Welche Regelungen nun jeweils gelten, welche Bezeichnungen vorzusehen sind und welche Dokumentation erforderlich ist, wird im Seminar erläutert. Notwendige Voraussetzungen für die Altlastenbeitragsfreiheit werden dargestellt.

Bitte melden Sie sich mit beiliegendem Anmeldeabschnitt an.

 

2.2 BRV-Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ (Webseminar)

Am 8. April 2021 findet – ebenso coronabedingt nur als Webseminar – die Halbtages-veranstaltung zur Novelle der Deponieverordnung 2021 statt.

Durch die vor Ostern veröffentlichte Deponieverordnungsnovelle wird das Deponieren gewisser Baurestmassen verboten. Durch die mit 1. Oktober 2020 in Kraft getretene AV-VO sind neue Schlüsselnummern anzuwenden und der Bescheidumfang abzuändern. Aufgrund des zukünftigen Deponierungsverbotes werden wichtige Grundlagen der Verwertung vorgetragen werden.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte den Anmeldeabschnitt im beiliegenden Folder.

 

2.3 BRV-Seminar „Neues zum Asphalt-Recycling“

Am Sektor des Asphaltbaus wurden 2019, 2020 und mit 1. März 2021 neue Richtlinien (RVS) ausgearbeitet und in Kraft gesetzt. Der BRV stellt in einem neuen Merkblatt „Verwertung von Ausbauasphalt“ eine übersichtliche Darstellung der Einsatzmöglichkeiten zusammen. Ziel des Seminars, das am 20. April 2021 stattfindet, ist es, die neuen RVS gemeinsam mit den Anforderungen aus der Recycling-Baustoff Verordnung und dem BAWP, zusammengefasst in der Richtlinie für Recycling-Baustoffe, vorzustellen und zu diskutieren.

Mitgliederinformation 03/2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen das Mitgliederrundschreiben
Nr. 3/2021.

Wie schon im letzten Rundschreiben erwähnt, freuen wir uns, dass wir neben der Mitgliedschaft im europäischen Güteschutzverband (European Quality Association for Recycling, EQAR) nunmehr auch im europäischen Abbruchverband (European Demolition Association, EDA) Mitglied sind und Sie damit in Zukunft mit zusätzlichen Informationen versorgen können.

Wir möchten Sie auf die kommenden Seminare des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes hinweisen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 03/2021

  1. Rechtsangelegenheiten

1.1 Erinnerung: Notwendige Umschlüsselung – Erläuterungen zur Abfallverzeichnisverordnung

Die Abfallverzeichnisverordnung 2020 ist im Herbst vergangenen Jahres veröffentlicht worden.

Ende Jänner wurden vom BMK Erläuterungen zur Abfallverzeichnisverordnung 2020 und der dazugehörigen Anlage A publiziert – wir informierten Sie mit unserer Mitgliederinformation 1/2021.

Insbesondere ist dabei auf die Erläuterungen zur Abfallverzeichnisverordnung Anlage A hinzuweisen, die die Umschlüsselungstabelle der bestehenden Erlaubnis- und Genehmigungs-bescheide gemäß §§ 24 a, 37, 52 oder 54 AWG 2002 zur Umschlüsselung von alter Schlüsselnummer in die neue Schlüsselnummer enthält. Die Umschlüsselung bestehender Erlaubnis- und Genehmigungsbescheide erfolgt anhand dreier Kategorien, abhängig von der jeweiligen Abfallart.

Es wird daran erinnert, dass mit 1. Oktober 2020 der Verordnungstext (ausgenommen § 1 Abs. 1-3) sowie die Anhänge 3 und 4 in Kraft getreten sind. Mit 1. Jänner 2022 treten § 1 Abs. 1-3 sowie Anhang 1 und 2 in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt sind die neuen Schlüsselnummern inklusive Spezifizierungen zu verwenden.

1.2 Entwurf Novelle UMG-Register-Verordnung

Das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie hat einen Entwurf zur Novelle der Verordnung zur Errichtung weiterer nationaler Register für Organisationen, die zu EMAS gleichwertige Umweltmanagementsysteme anwenden, in Begutachtung geschickt.

Um eine Gleichbehandlung der UMG-Registerbetriebe und EMAS-Organisationen festzuschreiben, soll nunmehr die UMG-Register-Verordnung an diesen geänderten Kriterien-katalog gemäß den Änderungen in den Anhängen der EMAS-Verordnung angepasst werden. Die Anzahl der nutzenden Betriebe ist allerdings relativ klein (Mit Stand November 2020 nutzten insgesamt 12 Betriebe die Möglichkeit einer Eintragung in das UMG-Register.).

Der BRV wird voraussichtlich keine Stellungnahme (Stellungnahmefrist wäre 10. Mai 2021) abgeben.

 

  1. Veranstaltungen

2.1  Eingangsleiter Baustoff-Recycling (Webseminar)

Am 25. März 2021 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ein  Webseminar zum Thema „Eingangsleiter Baustoff-Recycling“. Dieses Seminar für Praktiker/Innen soll die notwendige Kenntnis über Abfallannahme, Produktion, Lagerung,  Einsatzmöglichkeiten und Dokumentation vorstellen. Neben dem Eingangspersonal, ist natürlich der/die Stellvertreter/in und sonstiges Personal zu schulen. Das Seminar bietet auch für Abbruchunternehmen und Bauunternehmen, die an der Herstellung von Recycling-Baustoffen interessiert sind, gute Grundlagen.

Wenngleich kurzfristig – es besteht noch die Möglichkeit zur Anmeldung mittels beiliegenden Anmeldeabschnitts.

2.2  Was tun mit Aushub (Webseminar)

Am 8. April 2021 findet – aufgrund der Covid-19-Situation, nicht wie vorgesehen, in Linz, sondern als Webseminar – die Veranstaltung „Was tun mit Aushub“ statt.

Sowohl die Recycling-Baustoffverordnung als auch der Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 behandeln Aushub. Darunter ist beispielsweise Bodenaushub, technisches Schüttmaterial oder Gleisaushub zu verstehen. Welche Regelungen nun jeweils gelten, welche Bezeichnungen vorzusehen sind und welche Dokumentation erforderlich ist, wird im Seminar erläutert. Notwendige Voraussetzungen für die Altlastenbeitragsfreiheit werden dargestellt.

Bitte melden Sie sich mit beiliegendem Anmeldeabschnitt an.

2.3  BRV-Seminar „Neues zur Deponieverordnung“ (Webseminar)

Am 8. April 2021 findet – ebenso coronabedingt nur als Webseminar – die Halbtages-veranstaltung zur Novelle der Deponieverordnung 2021 statt.

Durch die zu Ostern zu erwartende Deponieverordnungsnovelle wird das Deponieren gewisser Baurestmassen verboten werden. Durch die mit 1. Oktober 2020 in Kraft getretene AV-VO sind neue Schlüsselnummern anzuwenden und der Bescheidumfang abzuändern. Aufgrund des zukünftigen Deponierungsverbotes werden wichtige Grundlagen der Verwertung vorgetragen werden.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte den Anmeldeabschnitt im beiliegenden Folder.

2.4  BRV-Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“

In zwei Kurstagen wird von 12. bis 13.4.2021 mit diesem Ausbildungskurs eine Einführung in das Abfallrecht unter besonderem Bezug auf das Baustoff-Recycling getätigt. Von der Probenahme bis zur Aufbereitung von spezifischen Recycling-Baustoffen, über Qualitäts-sicherung, Güteschutz bis hin zur Abfallbilanz werden Inhalte kompakt für Praktiker vorgetragen.

Die Kursmaßnahme ist mit einem schriftlichen Abschlusstest positiv abzuschließen (Kurszeugnis bei erfolgreicher Prüfung).

Anmeldungen für das Seminar in Wien oder per Web – bitte mittels des beiliegenden Anmeldeabschnitts.

 

  1. Wissenswertes

3.1  Komitee 271 „Nachhaltigkeit von Bauwerken“ gegründet

Das Austrian Standards Institute führt seit 15 Jahren eine Arbeitsgruppe „Anforderungen an nachhaltiges Bauen“, die von Universitätsprofessor Dr. Peter Maydl geleitet wird.

Die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen sowie das gesteigerte gesellschaftliche Bewusstsein im Bereich Nachhaltigkeit ließen die Bedeutung dieser Arbeitsgruppe steigen. Das Austrian Standards Institute hat daher den Entschluss gefasst, ein eigenes Komitee „Nachhaltigkeit von Bauwerken“ anstelle der Arbeitsgruppe zu gründen. Der Fokus dieses neuen Komitees liegt in der Schaffung einheitlicher Regeln zur Umsetzung der Grundsätze nachhaltiger Entwicklung im Bauwesen.

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband ist im Komitee durch Dipl.-Ing. Martin Car vertreten.

Das Komitee wird auch als Spiegelgremium zu CEN/TC 350 „sustainability of construction works“ sowie ISO/TC 95/SC 17 „sustainability in buildings and civil engineering work” fungieren.