Baustoff-Recyclinganlagen in Österreich

Mit Stand September 2019 wurde das österreichweite BRV-Anlagenverzeichnis aktualisiert und neu aufgelegt. Neben dem aktuellen Mitgliederverzeichnis mit allen Kontaktdaten sind die Baustoff-Recycling-Anlagen, unter Angabe der angebotenen Leistungen der einzelnen Betriebe, nach Bundesländern des jeweiligen Standortes alphabetisch aufgelistet.

Weiters sind in dieser neuen Kombi-Broschüre auch die Annahme- und Abgabepreisliste ausgewählter Mitgliedsbetriebe enthalten. Diese Publikation stellt somit eine wichtige Informationsquelle für Auftraggeber und Kunden dar und kann mittels Anforderungsschein kostenlos beim Österreichischen Baustoff-Recycling Verband bezogen werden. Auch ein Download der digitalen Version ist über unsere Website möglich.

Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen – September 2019

Mit September wurde wieder die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Über 170 Produkte werden von 36 Werken der 40 Mitgliedsbetriebe des GSV bundesweit angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter dem GSV-Menüpunkt

Recycling-Baustoffe Aushubmaterialien

Die gegenständliche Richtlinie regelt die Herstellung des Recycling-Baustoffes RG, der in überwiegender Menge aus Aushubmaterialien (außer Technisches Schüttmaterial und Gleisaushubmaterial) hergestellt wird und somit nicht durch die Recycling-Baustoffverordnung sondern durch den Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 umwelttechnisch beschrieben wird.

Diese Richtlinie, deren Anhänge und die darin enthaltenen Gütebestimmungen geben die Anforderungen sowie die Art und den Umfang der Prüfungen von Recycling-Baustoffen aus Aushubmaterial wieder. Sie dienen der Standardisierung dieser Anforderungen und der Vereinheitlichung von Bezeichnungen und technischen Beurteilungen. Zielsetzung der Aufbereitung von Aushubmaterial zu Recycling-Baustoffen ist die Sicherstellung einer hohen Qualität dieser Recycling-Baustoffe, die dem späteren Verwendungszweck der aufbereiteten Recycling-Baustoffe entspricht, und so das Rezyklieren von Aushubmaterial zu fördern.

Diese Richtlinie wird erstmals vom Österreichischen Baustoff-Recycling Verband (BRV) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Güteschutzverband Recycling-Baustoffe (GSV) auf Basis der bautechnischen und umwelttechnischen Anforderungen, die in mehreren Standards (z.B. Euronormen, ÖNORMen, Bundes-Abfallwirtschaftsplan) niedergeschrieben sind, veröffentlicht. Sie bildet gemeinsam mit der „Richtlinie für Recycling-Baustoffe, Anwendungsbereich Herstellung von Recycling-Baustoffen aus mineralischen Baurestmassen“ des BRV, DIE für die Bauwirtschaft ausgerichtete Publikation zur Herstellung von Recycling-Baustoffen, in der alle relevanten bautechnischen und umwelttechnischen Anforderungen für den angegebenen Anwendungszweck dargestellt sind.

BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“

Ob Gemeinde, Land oder Bund – die Beschaffung im öffentl. Bereich muss recyclinggerecht erfolgen, betont der Vorsitzende des BRV, DI Mag. Thomas Kasper.
Im Rahmen der BRV-Tagung “Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten” stellte einleitend Ministerialrat Dr. Ferth vom BMNT ebenfalls fest, dass anhand eines Kriterienkataloges die Ausschreibung recyclingfreundlich gestaltet werden soll. Das Ministerium für Nachhaltigkeit wird noch im April die Forcierung des Einsatzes von Recycling-Baustoffen in der öffentlichen Beschaffung durch Veröffentlichung des Kriterienkataloges verlangen.
So kann auch aus Aushubmaterial, das derzeit zu 80 % deponiert wird, wieder neuer Recycling-Baustoff ökologisch vorteilhaft produziert werden. Der BRV unterstützt diese Entwicklung durch anwenderfreundliche Merkblätter und Richtlinien, die dem Baupraktiker bei der Ausschreibung und auf der Baustelle helfen.

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Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen – März 2019

Mit März wurde wieder die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Über 200 Produkte werden von über 40 Mitgliedsbetrieben des GSV bundesweit angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter dem GSV-Menüpunkt

Neues BRV-Merkblatt „Boden“

Der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 veranlasste den Österreichischen Baustoff-Recycling Verband, ein für die Bauwirtschaft leicht verständliches Merkblatt „Verwenden und Verwerten von Bodenaushubmaterial“ zu verfassen.

Das BRV-Merkblatt widmet sich der Verwertung von Bodenaushubmaterial, welches auf jeder Baustelle anfällt und möglichst vor Ort oder in benachbarten Baustellen Verwendung finden soll.

Das BRV-Merkblatt ist auch im Sinne der Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur anzuwenden. Eine Präsentation dieses neuen Arbeitsbehelfs erfolgt im Rahmen der BRV-Tagung 2019 am 27. März 2019 in Wien.

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Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen – September 2018

Mit September wurde wieder die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Über 200 Produkte werden von über 40 Mitgliedsbetrieben des GSV bundesweit angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter dem GSV-Menüpunkt

Rückblick BRV-EQAR-Kongress 2018

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband veranstaltete gemeinsam mit der European Quality Association for Recycling (EQAR) am 22. März 2018 im Arcotel Wimberger einen Europäischen Kongress zum Thema Baustoff-Recycling.

Der Kongress wurde in deutscher und englischer Sprache mit Simultanübersetzung abgehalten.

Der Vormittag war den nationalen Anliegen gewidmet: Unter der Moderation von Frau Mag. Hochholdinger (BMNT) stellte Dipl.-Ing. Roland Starke (BMNT) den mit 5. Jänner 2018 veröffentlichten Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 vor. Starke wies dabei insbesondere daraufhin, dass der BAWP 2017 für

  • nicht verunreinigtes Bodenaushubmaterial,
  • nicht verunreinigte Bodenbestandteile aus der Behandlung von verunreinigtem Aushubmaterial,
  • Aushubmaterial (auch nach Behandlung) von im Wesentlichen natürlich gewachsenem Boden oder Untergrund mit max. 30 Vol.-% mineralischer Baurestmassen oder Technischem Schüttmaterial,
  • Aushubmaterial von Tunnelbauvorhaben mit max. 10 Vol.-% Spritzbeton

gelte.

Besonders ging Starke darauf ein, dass grundlegend charakterisiertes Bodenaushubmaterial, das bereits vor dem Herstellungsprozess einer Qualitätsklasse A1, A2, A2-G oder BA zugeordnet werden konnte, nicht noch einmal untersucht werden muss, sondern die fertigen Fraktionen die Qualitätsklasse des Ausgangsmaterials erhalten.

Thomas Kasper, Helmut Lugmayr, Christine Hochholdinger, Roland Starke, Wolfgang Stanek

Dr. Wolfgang Stanek, Vorsitzender des Österreichischen Güteschutzverbandes Recycling-Baustoffe, wies auf das soeben veröffentlichte Änderungsblatt zur Richtlinie für Recycling-Baustoffe hin und auf die damit in Verbindung stehenden neuen Möglichkeiten für das Gütezeichen für Recycling-Baustoffe.

Stanek berichtete über die Fortschreibung der Richtlinien für Recycling-Baustoffe: Aktueller Schwerpunkt zur weiteren Förderung des Recyclings ist die Erstellung einer eigenen Richtlinie für Recycling-Baustoffe der Qualität „RG gemäß BAWP 2017“ und die Gegenüberstellung aller Vorgaben zu deren Herstellung und Verwendung nach Recycling-Baustoffverordnung und BAWP 2017.

Dipl.-Ing. Helmut Lugmayr, Fa. Bernegger GmbH, berichtete aus dem Alltag einer Recycling-Unternehmung und den oftmals anstehenden rechtlichen und technischen Problemen.

In einem zweiten Block, moderiert von Herrn Marosi, BMF, ging es um das Thema ALSAG. Der Vorsitzende des BRV, Dipl.-Ing. Mag. Thomas Kasper, ging auf die Änderungen durch die ALSAG-Novelle aus 2017 in Verbindung mit dem neuen BAWP 2017 ein.

Besonderes Interesse erregte die Vorstellung des Merkblattes Zwischenlager für Baurestmassen, die durch Dipl.-Ing. Christian Mlinar als Vorsitzender dieses Ausschusses erfolgte. Das Merkblatt wurde in gedruckter Fassung allen Teilnehmern mit den Seminarunterlagen zur Verfügung gestellt.

Die internationalen Agenden wurden durch den Präsidenten der EQAR, Dipl.-Ing. Manfred Wierichs, eröffnet. Unter der Moderation von Frau Mag. Evelyn Wolfslehner, BMNT, referierten internationale Experten zur Bedeutung des HP 14-Kriteriums für Recycling-Baustoffe sowie gemachte Erfahrungen zu dem Thema in Tschechien. Unter der Leitung von Thomas Kasper, der auch als Vizepräsident der EQAR fungiert, wurde eine interessante Diskussion über den Produktstatus von Recycling-Material in den Niederlanden, Italien, Deutschland, Tschechien und Österreich geführt.

Thomas Kasper, Manfred Wierichs, Ondrej Moflar, Reinhilde Weltens, Evelyn Wolfslehner, Martin Car

Der internationale Kongress behandelte im Anschluss den europäischen Standard des Baustoff-Recyclings. Die Tagung wurde mit einer Oldtimerstraßenbahnfahrt zu einem Wiener Heurigen abgeschlossen, die bestens ankam.

Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen – März 2018

Mit September wurde wieder die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Über 200 Produkte werden von über 40 Mitgliedsbetrieben des GSV bundesweit angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter dem GSV-Menüpunkt

Neues Merkblatt „Zwischenlager für Baurestmassen“

Für eine funktionierende Recyclingwirtschaft ist es unumgänglich, Baurestmassen, die aus dem Neubau, aus Abbrüchen oder Sanierungen stammen, zeitweilig am Ort des Anfalls bzw. auf dafür geeigneten Flächen zwischenzulagern, umzuschlagen bzw. in der Folge auch qualitätsgesichert aufzubereiten. Das gegenständliche Merkblatt soll Unternehmen, Bauherren, Planern und Behörden als einheitliche Grundlage zur Errichtung und zum Betrieb von Lagern für mineralische und ausgewählte nichtmineralische Abfälle aus Bau- oder Abbruchtätigkeiten (Baurestmassen) dienen. Damit soll für diese Materialien der „geeignete Ort“ im Sinne des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG 2002) zur Lagerung von Abfällen definiert werden. Im vorliegenden Merkblatt werden   grundsätzliche Anforderungen und Vorgangsweisen festgelegt, die einer allgemeinen Begutachtung zugeführt und mit Vertretern des Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus abgestimmt wurden.

Anwendungsbereich:

Dieses Merkblatt dient als technische Grundlage zur Planung und Genehmigung von neu zu errichtenden Flächen für zeitweilige Lagerungen sowie Zwischenlagerungen von nicht gefährlichen mineralischen Baurestmassen (Beton, Asphalt, Aushubmaterialien etc.) und ausgewählten nichtmineralischen Baurestmassen. Die im Merkblatt definierten Flächen können auch der mechanischen Aufbereitung verwertbarer Baurestmassen dienen.