Rückblick BRV-Jubiläumskongress 2020

Anlässlich des 30-jährigen Bestandsjubiläums veranstaltete der BRV im Parkhotel Schönbrunn einen Jubiläumskongress.

(Fotocedits: APA)

Einleitend stellte SC Dipl.-Ing. Holzer fest, der BRV sei ein verlässlicher Partner und werde vom Bundesministerium sehr geschätzt.

Im Rahmen seines Fachvortrages stellte Holzer fest, dem Ansinnen des BRV, Vorabsiebmaterial in Zukunft nicht mehr im Falle der Deponierung chemisch analysieren zu müssen, könne demnächst nähergetreten werden. Analyseergebnisse des BRV, aber auch des BMK, zeigen, dass die Qualität der Vorabsiebmaterialien aus der Baustoff-Recyclingproduktion entsprechend gut ist, um diese ohne Analyse auf Baurestmassendeponien ablagern zu können. Dies soll in der 2021 zu erwartenden „großen“ Deponieverordnungsnovelle berücksichtigt werden, davor könnte dies erlassmäßig festgestellt werden.

SC Holzer begrüßt

Auch dem Abfallende für Bodenaushub, aus dem Recycling-Baustoffe hergestellt werden sollen, könnte nähergetreten werden: Im Herbst werde begonnen werden, das Thema hausintern zu besprechen. Mag. DI Thomas Kasper stellte im Rahmen seines Referates die positiven Effekte eines Abfallendes für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterial dar.

Der Präsident der Europäischen Qualitätssicherungsorganisation für Recycling-Baustoffe,
Dr. Miroslav Skopan, hob den hohen Standard österreichischer Recycling-Baustoffe hervor und den europaweit vorbildlichen Einsatz von Recycling-Baustoffen. Dies sei auch dem langjährigen Wirken des BRV geschuldet. Namentlich wären da Thomas Kasper zu erwähnen, der im Rahmen der EQAR als Vizepräsident fungiere. Die Technische Leitung der EQAR hat DI Martin Car inne, der langjährig Kontinuität sicherstelle.

Dr. Wolfgang Stanek stellte die Richtlinie für Recycling-Baustoffe, Teil Aushubmaterialien, vor: Dabei  hob er die unterschiedlichen möglichen Mischungen aus Recycling-Baustoffen hervor.

Er plädiert dafür, diese Recycling-Baustoffe mit der Kurzbezeichnung RG (wie in der Richtlinie festgehalten) oder nRG zu versehen, eventuell reinen Bodenaushub mit nG (natürliches Gestein).

Stanek berichtet über die BRV-Richtlinie

Unter der Moderation von Fr. Stadtbaudirektorin Dr. Jilka wurden seitens DI Martin Car die Änderungen der Abbruchnormen B 2251 bzw. B 3151 vorgestellt: Die Werkvertragsnorm wurde erst mit 1. Sept. 2020 neu aufgelegt, die technische Norm B 3151 war schon im Stellungnahme-verfahren und ist nun erneut in Überarbeitung, um die Einwendungen zu berücksichtigen. Car stellt dabei fest, dass die Neuauflage der B 3151 – 2021 zu erwarten – allerdings einer Novellierung der Recycling-Baustoffverordnung bedarf, da die derzeitige RBV die Ausgabe der ÖN B 3151, datiert mit Dezember 2014, verpflichtend vorsieht.

Car stellt Abbruchnormen vor

Prof. Dr. Peter Maydl ging auf die bevorstehende Novellierung der Bauprodukten-verordnung ein und machte Vorschläge zu einer Textierung der Zukunft.

Ing. Westermayer berichtete über die Erfahrung mit der Praxis des Abbruches. Rechtsanwalt Dr. Andrew P. Scheichl referierte über aktuelle Entscheidungen zum Altlasten-sanierungsgesetz.

Als Festredner ließ Ing. Günter Gretzmacher die Geschichte des BRV hochleben:

4 Präsidenten leiteten den Verband bislang, eine Vielzahl von Richtlinien und Merkblättern sowie ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm prägten die Baustoff-Recycling-Landschaft. Da das Bestandsjubiläum des BRV mit dem des Geschäftsführers zusammenfällt, würdigte Gretzmacher das vielfältige Wirken des Geschäftsführers Martin Car bei technischen Normen, Richtlinien und Merkblättern und überreichte ihm gemeinsam mit Präsident Thomas Kasper ein Anerkennungs-geschenk.

30 Jahre Geschäftsführung DI Car (Fotocredits: APA)

Der Jubiläumskongress wurde mit einem Galaabend im Schloss Schönbrunn gekrönt: Eine Führung durch die Prunkräume des barocken Schlosses fand reges Interesse. Besonders gut kam auch die Aufführung des Künstlers TRICKY NIKI an, der über eine Stunde Zauberkunststücke und weitere Performance brachte. Zum Galaabend konnten seitens Präsident Kasper auch Repräsentanten des BMK, der Bundesingenieurkammer, der ASFINAG, der ÖBB und der Wissenschaft begrüßt werden.

(TRICKY NIKI)

Weiteres Bildmaterial finden Sie unter: https://www.apa-fotoservice.at/galerie/23906

Baustoff-Recycling: Österreichs Innovationen in Europa gefragt

Baustoff-Recycling ist ein wichtiger Teil des „European Green Deal“ und damit auch des im Frühjahr seitens der EU vorgestellten „Circular Economy Action Plan“. Drei Viertel aller Abfallströme stammen aus dem Bauwesen – eine bedeutende Ressource für die Zukunft. Österreich ist Vorreiter beim Baustoff-Recycling in Europa. Innovationen dazu werden beim BRV-Jubiläumskongress „30 Jahre BRV“ am 5. Oktober 2020 in Wien vorgestellt werden. Auch die europäische Plattform EQAR zeichnet dieser Tage Neues zum Baustoff-Recycling mit dem „EQAR-Award“ aus.

„30 Jahre Baustoff-Recycling in Österreich“

Die Bauwirtschaft hat schon 1990 die Notwendigkeit der Ressourcenschonung erkannt und gründete den Österreichischen Baustoff-Recycling Verband (BRV). In Abstimmung mit den Behörden wurde eine erste Richtlinie unter Berücksichtigung bau- und umwelttechnischer Anforderungen für die Verwertung mineralischer Baurestmassen als gütegeschützter Recycling-Baustoff herausgegeben. Diese bildete die Grundlage für die Recycling-Baustoffverordnung, die seit 2016 ein vorzeitiges Abfallende für qualitätsgesicherte Recycling-Baustoffe ermöglicht.

Der BRV nimmt dies zum Anlass, am 5. Oktober 2020 in Wien einen Jubiläumskongress mit Galaabend abzuhalten. Neue Themen, wie beispielsweise das Mehrfachrecycling oder neue Normen für den Abbruch werden ebenso vorgestellt,  wie der Zusammenhang zum Thema Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.

Die European Quality Association for Recycling e.V. (EQAR) würdigt die langjährige Erfahrung Österreichs; der Präsident der EQAR, Doz. Dr.-Ing. Miroslav Škopán, wird in seiner Eröffnungsansprache auf die Vorreiterrolle Österreichs für Europa eingehen.

EQAR Recycling AWARD 2020

Der EQAR Recycling Award 2020 wird in drei Preiskategorien verliehen. Der erste Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird öffentlichkeitswirksam verliehen.

Die Ausschreibung richtet sich an diejenigen Personen, Unternehmen oder Institutionen, die

  • durch innovative Entwicklungen in der Aufbereitungstechnologie,
  • durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
  • oder durch politisches oder verbandliches Engagement

einen Beitrag zur Steigerung von Akzeptanz, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Recycling-Baustoffe in Europa geleistet haben.

Bewerber um den Baustoff-Recycling-Award der EQAR werden gebeten, ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 30. Oktober 2020 an die Geschäftsstelle der EQAR oder per
E-Mail an: mail@eqar.info einzusenden.

Baustoff-Recycling und EU

Im März 2020 veröffentlichte die Europäische Union den Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft. Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband unterstützt die Aktivitäten Europas und fordert insbesondere europäische Abfallendekriterien, damit Baustoff-Recycling im gesamten europäischen Raum Fuß fasst.

Baustoff-Recycling ist nicht nur ressourcenschonend sondern auch Teil des Klimaschutzes: verminderte Transporte, Weiternutzung und Verwertung von Bodenaushub, Asphalt, Beton und Mauerwerk sind aufgrund der prioritären Abfallströme als übergeordnetes Ziel festzulegen.

Dabei ist auf die Verantwortung der Ausschreibenden (Bauherren) hinzuweisen, die durch geeignete Ausschreibung und Vergabe Recycling-Baustoffe vermehrt einsetzen können, aber auch durch geeignete Maßnahmen die Sortenreinheit von Abbruchmaterialien steigern können.

Der BRV bietet dazu Schulungen und Seminare an, die jährlich von über 600 Teilnehmern besucht werden.

 

Kontakt für Rückfragen:

Österreichischer Baustoff-Recycling Verband

Univ.Lektor Dipl.-Ing. Martin Car, Geschäftsführer

Karlsgasse 5, 1040 Wien

01504 72 89

brv@brv.at

www.brv.at

 

Beilagen:

Programm Jubiläumskongress

Gütezeichen für Recycling-Baustoffe (LOGO)

Neues zum Asphalt-Recycling

Asphalt ist der Baustoff des Verkehrswesens – das Bundes- und Landesstraßennetz ist überwiegend mit Asphaltdeckschicht ausgestaltet. Eine Verwertung kann fast zu 100% durchgeführt werden. Asphalt kann sowohl heiß in Mischanlagen als auch kalt als Tragschichtmaterial rezykliert werden. Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband (BRV) informiert über die neuen technischen Möglichkeiten der Verwertung von Recycling-Asphalt.

Die neuen technischen Richtlinien

Im Jahre 2019 erschienen allein fünf neue RVS (Richtlinien und Vorschriften für das Straßenwesen) die Anforderungen an Asphalt-Mischgut und an Asphaltschichten festlegen. Heuer im Herbst wird zusätzlich die RVS 08.15.02 „Ungebundene Tragschichten mit Asphaltgranulat“ neu aufgelegt, die speziell das Recycling von Asphalt behandelt. Einige dieser RVS sind durch das für das Verkehrswesen zuständige Ministerium BMK verbindlich anzuwenden.

Nach RVS 08.15.02 darf beispielsweise der gesamte ungebundene Aufbau von Rad- und Gehwegen mit rezyklierten Asphaltgranulat erfolgen. Die einzelne Lagendicke darf dabei 15 cm erreichen. Darüber hinaus dürfen ungebundene Tragschichten aus rezyklierten Asphaltgranulat als konstruktiver Bestandteil des Oberbaus (Obere Tragschicht) mit einer Schichtdicke von 10 cm einlagig aufgebracht werden. Typischerweise hat das angelieferte Material für ungebundene Obere Tragschichten eine Stückgrößenverteilung von 0/22 bzw. 0/32.

Umweltverträglichkeit hat Vorrang

Recycling-Baustoffe zeichnen sich durch beste Umweltverträglichkeit aus: strenge rechtliche Vorgaben lassen nur Recycling-Baustoffe mit Umweltuntersuchung zu. Die Qualitätsklasse für die Umweltverträglichkeit des Asphaltgranulats ist beispielsweise in der Richtlinie für Recycling-Baustoffe, herausgegeben vom BRV, wiedergegeben. Asphaltgranulat mit der Qualitätsklasse U-A kann uneingeschränkt aufgrund der hohen Umweltanforderungen sofort als Produkt bei jeder Baustelle eingesetzt werden.

Informationen aus erster Hand

Die Kompetenz für Recycling-Baustoffe liegt beim BRV, die bautechnische Vorgabe liefert die Österreichische Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr (FSV) als Herausgeberin der RVS. Beide Verbände bieten in Kooperation am 23.09.2020 in Wien und am 12.11.2020 in Linz die Fachveranstaltung „Neues zum Asphalt-Recycling“ an. Dabei wird das Thema

Qualitätssicherung von Recycling-Asphalt, Leistungserklärung und Güteschutz auch anhand von Anwendungsbeispielen vorgetragen. Die neue Asphalt RVS wird vorgestellt. Ein neues Merkblatt „Verwertung von Ausbauasphalt“ gibt eine übersichtliche Darstellung über die Anwendungsmöglichkeiten dieses wertvollen Rohstoffes. Ein Bezugsverzeichnis für Recycling-Asphalt kann beim Österreichischen Güteschutzverband für gütegeschützte Asphaltgranulate bezogen werden.

Fachseminar: Neues zum Asphalt-Recycling

23. September 2020 – Wien

12. November 2020 – Linz

Baustoff-Recycling: Beste europäische Innovationen gefragt

Die Kreislaufwirtschaft steht bei der Europäischen Kommission als zentrales Thema an – die größten Massenströme bilden die Baurestmassen, deren Verwertung gerade in Österreich ein sehr hohes Niveau erreicht hat.

Um Innovationen zu fördern, hat die EQAR (European Quality Association for Recycling e.V.) einen Innovationspreis ausgeschrieben: Neue Entwicklungen, ob auf Produktebene, ob Technologien oder sonstige Innovationen, können ab sofort bei der EQAR eingereicht werden (mail@eqar.info).

Bauen und Umwelt

Der Bausektor ist der größte Ressourcenverbraucher und Abfallproduzent in Europa, so Miroslav Škopán, Präsident der EQAR. Die Europäische Kommission hat Mitte März einen neuen Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft mit ehrgeizigen Zielen vorgelegt. Für das Bauwesen ist eine umfassende Strategie für eine nachhaltige bauliche Umwelt zur Berücksichtigung des Kreislaufprinzips bei Bauten geplant. Dazu bedarf es verstärkter Anstrengungen im Baustoff-Recycling.

Die EQAR möchte durch die Verleihung des Baustoff-Recycling-Awards 2020 das Baustoff-Recycling fördern sowie Verdienste um die Kreislaufwirtschaft Bau würdigen.

EQAR Recycling AWARD 2020

Der EQAR Recycling Award 2020 wird in drei Preiskategorien verliehen. Der erste Preis ist mit 1.000 Euro dotiert und wird öffentlichkeitswirksam verliehen.

Die Ausschreibung richtet sich an diejenigen Personen, Unternehmen oder Institutionen, die

  • durch innovative Entwicklungen in der Aufbereitungstechnologie,
  • durch Forschungs- und Entwicklungsarbeiten
  • oder durch politisches oder verbandliches Engagement

einen Beitrag zur Steigerung von Akzeptanz, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Recycling-Baustoffe in Europa geleistet haben.

Bewerber um den Baustoff-Recycling-Award der EQAR werden gebeten, ihre Bewerbungsunterlagen bis zum 30. Oktober 2020 an die Geschäftsstelle der EQAR oder per
E-Mail an: mail@eqar.info einzusenden.

Kontakt für Rückfragen:
Univ.Lektor Dipl.-Ing. Martin Car, Geschäftsführer
Österr. Baustoff-Recycling Verband
Karlsgasse 5, 1040 Wien
01504 72 89
brv@brv.at
www.brv.at

PDF – EQAR Award 2020 DEUTSCH

PDF – EQAR Award 2020 ENGLISH

 

30 Jahre BRV – Jubiläumskongress und Galaabend

ACHTUNG: Verschoben auf 5. Oktober 2020

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband am 5. Oktober 2020 einen Kongress mit anschließendem Galaabend.

Themen des Kongresses sind dabei die Zukunft des Baustoff-Recyclings, neue technische Anforderungen und Herausforderungen.

Akkreditierung von Inspektionsstellen

Es wird nochmals darauf hingewiesen, dass gemäß Deponieverordnung 2008 ab 1.1.2020 grundlegende Charakterisierungen von Abfällen nurmehr durch befugte Fachpersonen und Fachanstalten durchgeführt werden dürfen, die dafür als Inspektionsstelle entsprechend akkreditiert sind.

 

Derzeit sind zahlreiche befugte Fachpersonen und Fachanstalten entweder noch nicht als Inspektionsstelle akkreditiert oder ihr Akkreditierungsumfang reicht nicht aus, um den notwendigen Bedarf bei den verschiedenen Arten von Abfällen abzudecken.

 

Der aktuelle Akkreditierungsumfang von Inspektionsstellen kann mittels der Homepage des BMDW abgerufen werden:

 

https://www.bmdw.gv.at/Services/Akkreditierung/Akkreditierungsumfaenge.html

 

Sollte der Beurteilungsnachweis bis 31. Dezember 2019 nach bisherigen Anforderungen erstellt worden sein, gilt dieser weiterhin.

 

Gleiches gilt für die Verwertung von Aushubmaterial, da der Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 festlegt, dass eine grundlegende Charakterisierung inklusive chemischer Analysen durch eine extern befugte Fachperson oder Fachanstalt, die für die Durchführung von grundlegenden Charakterisierungen gemäß Deponieverordnung 2008 berechtigt ist, durchzuführen ist.

Nähere rechtliche Grundlagen können Sie im Anhang 4 Teil 1 der Deponieverordnung 2008 in Pkt. 1. Allgemeines im Zusammenhang mit § 47a „Übergangsbestimmungen zur Akkredi-tierung“ finden. Hinsichtlich der Verpflichtung von Aushubmaterial gilt die Bestimmung in Kapitel 7.8.5 des BAWP 2017.

 

Der Österreichische Güteschutzverband Recycling-Baustoffe verlangt ebenso die Akkredi-tierung der Inspektionsstelle. Wir ersuchen, dies bei der Übermittlung der Beurteilungs-unterlagen an den GSV zu beachten.

Baustoff-Recyclinganlagen in Österreich

Mit Stand September 2019 wurde das österreichweite BRV-Anlagenverzeichnis aktualisiert und neu aufgelegt. Neben dem aktuellen Mitgliederverzeichnis mit allen Kontaktdaten sind die Baustoff-Recycling-Anlagen, unter Angabe der angebotenen Leistungen der einzelnen Betriebe, nach Bundesländern des jeweiligen Standortes alphabetisch aufgelistet.

Weiters sind in dieser neuen Kombi-Broschüre auch die Annahme- und Abgabepreisliste ausgewählter Mitgliedsbetriebe enthalten. Diese Publikation stellt somit eine wichtige Informationsquelle für Auftraggeber und Kunden dar und kann mittels Anforderungsschein kostenlos beim Österreichischen Baustoff-Recycling Verband bezogen werden. Auch ein Download der digitalen Version ist über unsere Website möglich.

Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen – September 2019

Mit September wurde wieder die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Über 170 Produkte werden von 36 Werken der 40 Mitgliedsbetriebe des GSV bundesweit angeboten.

Weitere Informationen finden Sie unter dem GSV-Menüpunkt

Recycling-Baustoffe Aushubmaterialien

Die gegenständliche Richtlinie regelt die Herstellung des Recycling-Baustoffes RG, der in überwiegender Menge aus Aushubmaterialien (außer Technisches Schüttmaterial und Gleisaushubmaterial) hergestellt wird und somit nicht durch die Recycling-Baustoffverordnung sondern durch den Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 umwelttechnisch beschrieben wird.

Diese Richtlinie, deren Anhänge und die darin enthaltenen Gütebestimmungen geben die Anforderungen sowie die Art und den Umfang der Prüfungen von Recycling-Baustoffen aus Aushubmaterial wieder. Sie dienen der Standardisierung dieser Anforderungen und der Vereinheitlichung von Bezeichnungen und technischen Beurteilungen. Zielsetzung der Aufbereitung von Aushubmaterial zu Recycling-Baustoffen ist die Sicherstellung einer hohen Qualität dieser Recycling-Baustoffe, die dem späteren Verwendungszweck der aufbereiteten Recycling-Baustoffe entspricht, und so das Rezyklieren von Aushubmaterial zu fördern.

Diese Richtlinie wird erstmals vom Österreichischen Baustoff-Recycling Verband (BRV) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Güteschutzverband Recycling-Baustoffe (GSV) auf Basis der bautechnischen und umwelttechnischen Anforderungen, die in mehreren Standards (z.B. Euronormen, ÖNORMen, Bundes-Abfallwirtschaftsplan) niedergeschrieben sind, veröffentlicht. Sie bildet gemeinsam mit der „Richtlinie für Recycling-Baustoffe, Anwendungsbereich Herstellung von Recycling-Baustoffen aus mineralischen Baurestmassen“ des BRV, DIE für die Bauwirtschaft ausgerichtete Publikation zur Herstellung von Recycling-Baustoffen, in der alle relevanten bautechnischen und umwelttechnischen Anforderungen für den angegebenen Anwendungszweck dargestellt sind.

BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“

Ob Gemeinde, Land oder Bund – die Beschaffung im öffentl. Bereich muss recyclinggerecht erfolgen, betont der Vorsitzende des BRV, DI Mag. Thomas Kasper.
Im Rahmen der BRV-Tagung “Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten” stellte einleitend Ministerialrat Dr. Ferth vom BMNT ebenfalls fest, dass anhand eines Kriterienkataloges die Ausschreibung recyclingfreundlich gestaltet werden soll. Das Ministerium für Nachhaltigkeit wird noch im April die Forcierung des Einsatzes von Recycling-Baustoffen in der öffentlichen Beschaffung durch Veröffentlichung des Kriterienkataloges verlangen.
So kann auch aus Aushubmaterial, das derzeit zu 80 % deponiert wird, wieder neuer Recycling-Baustoff ökologisch vorteilhaft produziert werden. Der BRV unterstützt diese Entwicklung durch anwenderfreundliche Merkblätter und Richtlinien, die dem Baupraktiker bei der Ausschreibung und auf der Baustelle helfen.

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