Mitgliederinformation 05/2019 – Erste Erkenntnisse zu Vorabsiebmaterial

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen das Mitgliederrundschreiben
Nr. 05/2019.

BRV-Tagung 2019

Die gestrige BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“ konnte unter Beteiligung von über 130 Personen erfolgreich abgehalten werden.

Einleitend wurde in Vertretung des Generalsekretärs Josef Plank durch Ministerialrat Dr. Roland Ferth, die Wertschätzung des BMNT gegenüber dem BRV zum Ausdruck gebracht. Ferth unterstrich dabei das gemeinsame Ziel der qualitativ hochwertigen Produktion von Recycling-Baustoffen und die Verantwortung des Bundes, die durch einen Ministerratsbeschluss im April 2019 bestätigt werde: Durch Selbstverpflichtung der Ministerien soll im Bereich des Hoch- und Tiefbaus die forcierte Verwendung von Recycling-Baustoffen festgelegt werden. Dabei soll sowohl die Zulieferung von Recycling-Baustoffen als auch die mobile Aufbereitung vor Ort anhand von Zuschlagskriterien bevorzugt erfolgen.

Dr. R. Ferth (BMNT)

Dr. R. Ferth (BMNT)

Seitens der Vertreter des Baustoff-Recycling Verbandes, DI Car und DI Tallafuss, wurden die neuen BRV-Arbeitsbehelfe vorgestellt. Das BRV-Merkblatt „Verwenden und Verwerten von Bodenaushubmaterial“ bildet im Sinne der standardisierten Leistungsbeschreibung LB-VI eine vertraglich vereinbarte Grundlage für Ausschreibungen im Straßen- und Bahnbau. Der in Finalisierung befindliche zweite Teil der BRV-Richtlinie für Recycling-Baustoffe widmet sich der Produktion von RG, welches aus Aushubmaterial (Tunnelausbruch, Bodenaushub, natürliche Massenbewegungen) hergestellt wird.

v.l.n.r.: DI T. Tallafuss (BRV), Dr. W. Stanek (GSV), DI M. Car (BRV), DI Mag. T. Kasper (BRV), Dr. R. Ferth (BMNT)

v.l.n.r.: DI T. Tallafuss (BRV), Dr. W. Stanek (GSV), DI M. Car (BRV), DI Mag. T. Kasper (BRV), Dr. R. Ferth (BMNT)

Über die Forcierung des Einsatzes von Recycling-Baustoffen durch eine recyclinggerechte Ausschreibung referierte Dipl.-Ing. Mag. Thomas Kasper. Er stellte dabei einen breiten Bogen vom neuen Bundesvergabegesetz 2018 über die EU-Bauprodukteverordnung her.

Besonderes Interesse galt den ersten Ergebnissen der analytischen Untersuchung von Vorabsiebmaterial. Dr. Wolfgang Stanek, Vorsitzender des Güteschutzverbandes Recycling-Baustoffe, konnte dabei auf durchwegs positive Ergebnisse der ersten Auswertung hinweisen. Die Untersuchungen wurden dabei anhand der Kriterien der Deponieverordnung, aber auch anhand der Vorgaben der Recycling-Baustoffverordnung durchgeführt.  Ziel der Untersuchungen ist es, die Notwendigkeit von analytischen Untersuchungen für (Vor)absiebmaterial zu entkräften, da diese im Vergleich zur Ablagerung anderer Materialien in Baurestmassendeponien keine schlechteren Werte liefern.

Leider sind die bisherigen Ergebnisse noch nicht ausreichend aussagekräftig, da die Anzahl der untersuchten Proben zu gering ist.

Es ergeht daher nochmals an alle Betriebe des BRV das Ersuchen,  

  1. Materialproben für (Vor)absiebmaterial dem BRV zur Verfügung zu stellen (anonymisierte Auswertung!)
  2. Vorhandene analytische Untersuchungen ebenfalls dem BRV für eine anonymisierte Auswertung

zu übermitteln.

Aus der BRV-Mitgliederversammlung

Die ordentliche BRV-Mitgliederversammlung 2019 wurde am 27. März abgehalten.

Im Rahmen dieser wurde die statutengemäße Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung für die Gebarung des Jahres 2018 einstimmig vorgenommen und die Schwerpunkte sowie das Budget 2019 beschlossen.

Als Schwerpunkte für das heurige Jahr wurden vorgesehen:

  • Fertigstellung der BRV-Richtlinie „Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien“
  • Fertigstellung der Überarbeitung des Merkblattes „Verwertung von Ausbauasphalt“
  • Forcierung des Themas recyclinggerechte Ausschreibung
  • Verfolgung aktueller Rechtsentwicklungen (AWG-Novelle, Novelle der AbfallverzeichnisVO)
  • Projekt Vorabsiebmaterial (Laboranalytik, ALSAG-Befreiung)
  • Veranstaltungsmanagement

Weiters wurde aufgrund der Pensionierung von Herrn Ing. Dieter Mrschtik als neuer Rechnungsprüfer Herr Christoph Vonwald-Kahrer bestellt.

Das Protokoll der Mitgliederversammlung erhalten Sie mit getrennter Post.

Unsere nächste Veranstaltung

 

8.-9.4.2019, Wien: Ausbildungskurs Recycling-Fachperson

Diese zweitägige Ausbildung richtet sich insbesondere an Personal von Recycling-Anlagen aber auch an Bauleiter sowie örtliche Bauaufsicht. Ziel ist es, neben den rechtlichen Grundlagen auch die technische Basis für die Verwendung von Recycling-Baustoffen sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car

Mitgliederinformation 04/2019

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen in der Beilage das Mitgliederrundschreiben Nr. 04/2019.

Erfreulich ist der Zustrom zu unserer Tagung, die wir am 27. März 2019 in Wien unter dem Titel „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“ abhalten werden.

Sollten Sie sich bzw. Ihre Mitarbeiter noch nicht angemeldet haben, können Sie dies mit beiliegendem Programmfolder tun.

Unsere weiteren Veranstaltungen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 04/2019

  

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 Novelle Wiener Abfallwirtschaftsgesetz

Die Landesregierung Wien hat eine Novelle zum Wiener Abfallwirtschaftsgesetz vorgelegt.

Baurelevant dabei ist zu erwähnen, dass eine Aufhebung der Wiener Regelungen zum Abfallkonzept für Baustellen und zur Schadstofferkundung vorgesehen ist, da dies durch die Recycling-Baustoffverordnung (RBV) bundesweit in ähnlicher Form geregelt ist.

Die Aufhebung der Abfallvermeidungsbestimmungen auf Baustellen dient der Rechtsbereinigung. Demgemäß entfallen die §§ 10 a und 10 b.

Die Novelle ist derzeit zur Begutachtung aufgelegt. Stellungnahmen können bis 12. April 2019 vorgebracht werden.

1.2 Gefahrgutbeförderungsverordnung – Begutachtung

Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie hat einen Entwurf einer Verordnung über die Beförderung geringer Mengen gefährlicher Güter auf der Straße zur Stellungnahme aufgelegt.

In Folge der EU-Gefahrengutrichtlinie  ist die generelle Ausnahme von Beförderungen im Rahmen der Landwirtschaft weggefallen. Auf Initiative der Lagerhäuser ist daraufhin ein Modell entwickelt worden, das es Selbstabholern, die nicht unter die Freistellung für Privatpersonen fallen, ermöglicht, noch kleinere Mengen als jene, für die im internationalen Gefahrgutübereinkommen ADR Erleichterungen vorgesehen sind, sicher wie auch legal zu befördern.

Der Verordnungsentwurf liegt bis 10. April 2019 zur Stellungnahme auf.

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 ÖNORM B 3140 – Erweiterter Antrag zur Überarbeitung

Die ÖNORM B 3140 wurde am 1. Mai 2016 mit dem Titel „Rezyklierte Gesteinskörnungen für ungebundene und hydraulisch gebundene Anwendungen sowie für Beton“ herausgegeben.

Im zuständigen Normungskomitee wurde in der gestrigen Sitzung auf Antrag des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbands beschlossen, diesen Normenantrag um Aushubmaterialien zu erweitern.

Erläuterung: Rezyklierte Gesteinskörnungen sind Gesteinskörnungen, die aus Baurestmassen gewonnen werden. Voraussetzung dafür ist, dass das anorganische Material als Baustoff Verwendung gefunden hatte.

Durch Publikation des Bundes-Abfallwirtschaftsplanes 2017 ist allerdings im Kapitel 7.8 auch die Produktion von Recycling-Baustoffen aus Aushubmaterialien (z.B.: Tunnelausbruch, Geschiebematerial,…) möglich. Derartige Materialien, die bautechnisch ident mit den Baustoffen nach ÖNORM B 3140 sind, aber definitionsgemäß nicht unter rezyklierte Gesteinskörnungen fallen (da sie nicht aus dem Bauwesen stammen) ist damit die Eingliederung in die bestehende ÖNORM B 3140 verwehrt.

Der Vorstand des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes hat in seiner letzten Sitzung Ende Februar beschlossen, einen Antrag an das Normungsinstitut zu stellen, den Umfang der Norm um jene Materialien zu erweitern, die als Recycling-Baustoffe nach den umweltrechtlichen Vorgaben des Bundes-Abfallwirtschaftsplanes hergestellt werden können.

Der Vorschlag des BRV wurde ohne Gegenstimme angenommen, eine hohe Anzahl an Enthaltungen zeigt aber, dass noch ein Aufklärungsbedarf hinsichtlich der neuen Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien besteht. Einen Beitrag zur Klärung wird dabei die neue Richtlinie für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien bringen, die am 27. März 2019 im Rahmen der BRV-Tagung vorgestellt werden wird. Eine Neuauflage dieses zweiten Teils der Richtlinie für Recycling-Baustoffe wird voraussichtlich noch im Frühsommer 2019 erfolgen.

Da das Normenvorhaben derzeit im Stellungnahmeverfahren beim ASI liegt, ist ein endgültiger Beschluss über den Umfang der neuen ÖNORM B 3140 erst mit Mai möglich. Wir werden Sie diesbezüglich informieren.

  1. Vereinsangelegenheiten

3.1 BRV-Tagung: Baustoff-Recycling 2019

Im Rahmen der jährlich stattfindenden BRV-Tagung wird dieses Mal am 27. März 2019 in Wien der Themenblock „Baustoff-Recycling in der Praxis“ als Einstieg behandelt. Neue Regelwerke sowie das Thema ALSAG werden vorgestellt. Im zweiten Themenblock wird die Ausschreibung besprochen. Nach der Mittagspause wird auf Neuerungen des Baustoff-Recyclings eingegangen, wobei auch das Thema Vorabsiebmaterial zur Diskussion steht.

Wir erinnern daran, dass direkt im Anschluss an die BRV-Tagung die BRV-Mitgliederversammlung (nur für BRV-Mitglieder) abgehalten werden wird.

3.2 BRV-ÖWAV-Ausbildungskurs Eingangsleiter Boden-/Baurestmassendeponien

Der Österreichische Wasser und Abfallwirtschaftsverband veranstaltet gemeinsam mit dem Österreichischen Baustoff-Recycling Verband erneut eine staatlich anerkannte Kursmaßnahme im Sinne des § 35 DepVO. Vom 27. – 29. Mai 2019 (Teil I) und von 3. – 5. Juni 2019 (Teil II) wird erneut diese Ausbildungsmaßnahme für Leiter/innen der Eingangskontrolle von Bodenaushub-, Inertabfall- und Baurestmassendeponien und dessen/deren Stellvertreter/innen in Wien angeboten. Die Anmeldung erfolgt direkt beim ÖWAV.

4. Vereinsangelegenheiten

4.1 Rückblick Erfahrungsaustausch Rückbaukundige Personen

Der Baustoff-Recycling Verband veranstaltete Ende Februar einen Erfahrungsaustausch für Rückbaukundige Personen. Die Veranstaltung war sehr gut besucht, im Rahmen der Präsentationen wurde dabei auf die zukünftige Neuauflage der ÖNORM B 3151 als auch auf die Überarbeitung der Werkvertragsnorm B 2251 eingegangen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion „Zukunft des Rückbaus – Wie soll die Abbruchnorm im Jahr 2021 aussehen?“, die von BRV-Präsident Thomas Kasper geleitet wurde, entspannte sich eine sehr gute Diskussion zwischen den Referenten und den Teilnehmenden.

Der BRV plant, auch im Jahre 2020 erneut einen derartigen Erfahrungsaustausch anzubieten.

Mitgliederinformation 03/2019 – Recyclinggerechte Ausschreibung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei erhalten Sie das Mitgliederrundschreiben Nr. 3 aus 2019.

Mit diesem Rundschreiben möchten wir Sie über die Bemühungen des BRV, das Thema Recycling verstärkt in die Ausschreibung zu bekommen, informieren.

Gleichzeitig wiederholen wir das Ersuchen an Sie, uns eventuell vorhandene Prüfprotokolle von Absiebmaterial zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus besteht immer noch der Wunsch, weitere Absiebmaterialien auf Kosten des BRV prüfen zu lassen. Derzeit haben sich noch zu wenige Betriebe bereit erklärt, Materialproben auf Kosten des BRV (anonymisiert) auswerten zu lassen – das schwächt unsere Position in Bezug auf die Ansichten des Ministeriums (BMNT).

Weiters erlauben wir uns, auf die BRV-Tagung 2019 am 27. März 2019 hinzuweisen.

Weitere Veranstaltungen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 03/2019

  

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 BRV-Stellungnahme zum naBe-Revisionsprozess


Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus lud den BRV ein, eine Stellung-nahme zu den Umweltanforderungen des nationalen Aktionsplans zur Förderung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, abzugeben. Diese Unterlage stellt eine Konkretisierung von § 20 Abs. 5 Bundesvergabegesetz (BVergG), dar.

Der BRV schlug für die Kapitel Hochbau und Tiefbau jeweils Zuschlagskriterien bei Verwendung von Recycling-Baustoffen vor. Weiters wurde angeregt, dass klar zum Ausdruck kommen soll, dass die Verwertung von Baurestmassen im Sinne der Recycling-Baustoff-verordnung und der Bauprodukteverordnung bei jedem Bauobjekt vorzusehen ist. Darüber hinaus regten wir an, auf die Liste der Rückbaukundigen Personen, die unter www.brv.at einzusehen ist, zu verlinken.

Insbesondere wurde seitens des BRV vorgeschlagen, die Forcierung von Recycling-Baustoffen aus Hochbau-Restmassen speziell zu unterstützen. Dies könnte dadurch zum Zuge kommen, indem vergünstigte Zuschlagskriterien für diese Materialien zur Anwendung kommen.

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 Siebrückstände aus dem Baustoff-Recycling

Wie bekannt, hat sich beim Thema „Absiebmaterial“ das BMNT auf eine Verpflichtung der chemischen Analyse dieser Materialien bei Deponierung festgelegt. Dies widerspricht der Ansicht des BRV und einiger Juristen, die auf die Bestimmung in der Anlage zur Deponieverordnung verweisen, dass Materialien aus der Baustoffproduktion analysefrei auf einer Baurestmassendeponie abgelagert werden dürfen.

Um unsere Ansicht zu unterstützen, möchte der BRV entsprechende Analyseergebnisse vorlegen und damit aufzeigen, dass dieses Absiebmaterial jedenfalls vergleichbar ist mit anderen (analysefrei) ablagerbaren Baurestmassen inklusive bspw. Gips.

Dazu benötigen wir allerdings Ihre Mithilfe – erfreulicherweise sind schon einige Proben eingelangt, aber um repräsentative Aussagen machen zu können, benötigen wir mehr Datensätze – und damit entweder Analyseergebnisse, die Ihnen schon vorliegen oder noch besser, Materialproben.

Bitte nehmen Sie daher mit der Geschäftsstelle Kontakt auf (Anm.: Ein Rückmeldeformular lag unserem letzten Rundschreiben ebenso bei).

2.2 Neuauflage der RVS „Asphaltschichten“

Mit 1. Februar 2019 legt die Österreichische Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr die RVS 08.16.01 „Anforderungen an Asphaltschichten“ neu auf. Diese RVS ist für Asphaltschichten anzuwenden, die auf Verkehrsflächen mit öffentlichem Verkehr angebaut werden.

Gleichzeitig mit obiger RVS erscheint auch die RVS 11.03.21 „Asphalt und Asphaltschichten, Prüfung und Abrechnung, Abrechnungsbeispiele“

Die Österreichische Forschungsgesellschaft Straße – Schiene – Verkehr hat mit 1. Februar 2019 vier neue/aktualisierte Richtlinien für das Straßenwesen aufgelegt, die die Produktion und den Einbau von Heißmischgut betreffen:

  • RVS 08.97.05 „Technische Vertragsbedingungen, Baustoffe, Anforderungen an Asphaltmischgut“Diese RVS wurde mit 1. Feber vom Bundesministerium für Verkehr für den Bundesstraßenbau für verbindlich erklärt. Diese RVS ist für Asphaltmischgut anzuwenden, das auf Verkehrsflächen mit öffentlichem Verkehr eingebaut wird. Sie kann sinngemäß auch für ähnliche, private Flächen angewendet werden. Bei einer Zugabemenge von ≥ 10 M.-% recycliertem gebrochenen Asphaltgranulat (RA) ist für den Masseanteil gebrochener Körner, Anteil Ctr für die Gesteinsklassen G4, G7 und G8, ein Anteil von ≤ 5 % zulässig.Betreffend die Möglichkeit von höheren Zugaberaten an Asphaltgranulat wird auf die RVS 11.03.22 hingewiesen.
    Die Anforderungen an Asphaltgranulat sind in der ÖNORM EN 13108-8 und in der ÖNORM B 3580-1 festgelegt.Die Verwendung von Asphaltgranulat ist bei folgenden Mischgutsorten nicht zulässig:

    • Asphaltbeton AC deck A2, A3 und A4
    • Lärmmindernde Dünnschichtdecken BBTM
    • Splittmastixasphalt SMA deck
    • Gussasphalt MA
    • Offenporiger Asphalt PA

Es ist sicherzustellen, dass die im Asphaltmischgut enthaltenen Gesteinskörnungen den Anforderungen der jeweils geforderten Gesteinsklasse entsprechen. Der Nachweis der geforderten Gesteinsklasse darf entfallen, wenn die Zugabemenge an Asphaltgranulat nicht mehr als 10 M.-% beträgt. Diese Ausnahmeregelung gilt nicht bei der Verwendung von Asphaltgranulat in den Gesteinsklassen G1 und GS.

  • RVS 11.03.21 „Qualitätssicherung Bau, Straßenoberbau, Asphalt, Asphalt und Asphaltschichten, Prüfung und Abrechnung, Abrechnungsbeispiele“Auch diese Richtlinie für das Straßenwesen ist für den Bundesstraßenbau vom  bmvit verbindlich erklärt.
    Diese RVS ist für Asphaltmischgut (gem. RVS 08.97.05 bzw. RVS 08.97.06) und Asphaltschichten (gem. RVS 08.16.01 bzw. RVS 08.16.06) anzuwenden, die auf Verkehrsflächen mit öffentlichem Verkehr eingebaut werden.
  • RVS 08.97.05 „Technische Vertragsbedingungen, Baustoffe, Anforderungen an Asphaltmischgut“Auch diese verbindliche RVS ist mit 1. Feber 2019 erschienen.
    Das Asphaltmischgut wird nach der Sorte, dem Größtkorn, der Kennzeichnung (Funktion), der Bindemittelsorte, dem Mischguttyp und der Gesteinsklasse eingeteilt und gekennzeichnet.Gegebenenfalls ist Asphaltmischgut auch noch nach sonstigen Ausgangsstoffen, z.B. Asphaltgranulat oder Zusätzen einzuteilen.Die Tabelle 1 enthält die Einteilung und Kennzeichnung von Asphaltmischgut sowie Hinweise zum Mischgutkonzept. Der Anhang 1, Tabelle 6, enthält Empfehlungen für die Auswahl von Asphaltmischgutsorten, abgestimmt auf die Verkehrsbelastung gemäß RVS 03.08.63 und die vorgesehene Verwendung.

    Grundsätzliche Anforderungen an Gesteinskörnungen für Asphalte und Oberflächen-behandlungen für Straßen, Flugplätze und andere Verkehrsflächen sind in der ÖNORM EN 13043 und der ÖNORM B 3130 enthalten.

  • RVS 08.16.01 „Technische Vertragsbedingungen, Bituminöse Trag- und Deckschichten, Anforderungen an Asphaltschichten“.Ebenso vom bmvit verbindlich erklärt.

Bei Interesse können alle RVS bei der FSV unter www.fsv.at bezogen werden. Es wird darauf verwiesen, dass, insbesondere die RVS der Gruppe 08 bei Ausschreibungen unter Verwendung der Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur (LB-VI) automatisch vereinbart gelten.

  1. Vereinsangelegenheiten

3.1 BRV-Liste der Rückbaukundigen Personen

Die Liste der Rückbaukundigen Personen wurde im Jahr 2015 nach Publikation der Recycling-Baustoffverordnung erstmals auf der Homepage des BRV veröffentlicht.

Der Zuspruch zu dieser Liste ist sehr groß – derzeit sind schon über 260 Personen (sortiert nach Bundesländern) eingetragen und können von potentiellen Auftraggebern angefragt werden. Der BRV unterstützt mit diesem System einerseits die Recycling-Baustoffverordnung und das System des geordneten Rückbaus und erreicht zusätzlich, dass weitere Interessierte die Homepage des BRV auch für weitere Angebote nutzen.

Am 26. Februar 2019 veranstaltet der BRV zusätzlich einen Erfahrungsaustausch für Rückbaukundige Personen. Bei diesem Event wird auch eine Podiumsdiskussion über die Zukunft des Rückbaus stattfinden.

Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Beilage.

3.2 Ordentliche BRV-Mitgliedsversammlung 27. März 2019

Die ordentliche, jährliche Mitgliederversammlung des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes findet am 27. März 2019, im Anschluss an die BRV-Tagung, im Veranstaltungs-hotel um 15 Uhr statt.

Eine detaillierte Einladung mit Tagesordnung wird Ihnen rechtzeitig zugesandt werden. Bitte nehmen Sie sich dafür Zeit, wir freuen uns auf Ihre Teilnahme

4. Vereinsangelegenheiten

4.1 BRV-Seminar „Recyclinggerechte Ausschreibung und Vergabe“

Am 19. Februar 2019 veranstaltet der BRV erstmals ein Seminar zum Thema der recycling-gerechten Ausschreibung und Vergabe. Inhaltlich werden dabei das neue Bundesvergabe-gesetz 2018 in Bezug auf die Ökologisierung der Ausschreibung, sowie die Berücksichtigung der Verwertung in der neuen LBVI 05 bzw. in der soeben erschienenen Standardisierten Leistungsbeschreibung Hochbau diskutiert und vorgestellt.

Wir laden Sie herzlich ein, sich zu diesem Seminar, welches am 19. Februar 2019 von
9 – 12.50 h in Wien stattfindet, anzumelden (s. Beilage).

4.2 Erfahrungsaustausch Rückbaukundige Person

Am 26. Februar 2019 findet der zweite Erfahrungsaustausch für Rückbaukundige Personen statt. Neben einem Erfahrungsbericht aus Sicht der Bauindustrie zum Rückbau werden auch über die aktuellen Normenvorhaben zur Überarbeitung der ÖNORM B 3151 sowie ÖNORM B 2251, die jeweils für Abbrucharbeiten anzuwenden sind, Einleitungsreferate gehalten werden.

Nützen Sie die Möglichkeit und melden Sie sich für diesen Erfahrungsaustausch, der von 26. Februar von 13.30 h bis 17 h stattfindet und mit einem gemütlichen Ausklang mit Wein und Fingerfood abgehalten wird, an (s. Beilage).

4.3 BRV-Tagung: Baustoff-Recycling 2019

Die jährliche Tagung des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes findet heuer zum Thema „Herausforderungen und Antworten“ statt. In drei Blöcken, die das Baustoff-Recycling in der Praxis sowie die recyclinggerechte Ausschreibung betreffen, wird unter Mitwirkung von Vertretern des BMNT eine Tagung in Wien abgehalten.

Erfreulicherweise hat auch Generalsekretär Dipl.-Ing. Josef Plank seitens des Bundes-ministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus zugesagt, die Tagung zu eröffnen!

Nutzen Sie die Möglichkeit der Teilnahme, um Kolleginnen und Kollegen zu treffen und sich mit Behördenvertreter/innen in ungezwungener Umgebung unterhalten zu können.

Anmeldungen bitte mit beiliegendem Anmeldeabschnitt.

5. Vereinsangelegenheiten

5.1 Österreichische Wirtschaftsmission Tschechien

Mitte März findet eine Wirtschaftsmission Österreichs in Tschechien zum Thema Baustoff-Recycling sowie Recycling generell statt.

Ziel dieser Aktion ist, den Kontakt zwischen österreichischen Firmen bzw. österreichischem Know-How und Möglichkeiten in Tschechien zu unterstützen.

Wenngleich Recycling-Baustoffe aufgrund eines Aktionsradius von 25 bis 30 km kaum einer Direktvermarktung in Tschechien unterliegen werden, könnte es doch für Tochter-unternehmen oder aus anderen Gründen interessant sein, diesbezüglich mitzuwirken.

Bei Interesse kontaktieren Sie bitte die Geschäftsstelle des BRV.

5.2 BRV-Infomails an Auftraggeber, Baufirmen und Planer

In periodischen Abständen versendet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband Informationen an Entscheidungsträger – dieses Mal an viele wichtige Auftraggeber, Baufirmen und Ziviltechnikerbüros. Anlass dazu war unsere BRV-Tagung 2019, die am 27.3. in Wien stattfinden wird. Der BRV informiert dabei über neue Publikationen und übersendet Informationsmaterial, wie beispielsweise die Liste der Recycling-Anlagen und Weiteres.

Neben der postalischen periodischen Versendung werden Direct-Mailings in engen Abständen an Gemeindevertreter, Bauherrn, Baumeister, Behördenvertreter, Landes­abfall­wirtschafts­vertreter usw. versandt.

Wir hoffen damit, im Interesse unserer Mitgliedsunternehmen das Thema Baustoff-Recycling möglichst präsent zu halten und auf das Angebot der Mitgliedsfirmen hinzuweisen.


Mitgliederinformation 02/2019 – Vorabsiebmaterial

Sehr geehrte Damen und Herren!

Anbei erhalten Sie das Mitgliederrundschreiben Nr. 2 aus 2019.

Mit diesem Rundschreiben möchten wir Sie über die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Problematik des richtigen Behandelns von Vorabsiebmaterial (nochmals) informieren. Gleichzeitig ergeht auch das Ersuchen an Sie, uns eventuell vorhandene Prüfprotokolle von Absiebmaterial zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus besteht immer noch der Wunsch, weitere Absiebmaterialien auf Kosten des BRV prüfen zu lassen. Bitte nehmen Sie dazu Kontakt mit der BRV-Geschäftsstelle auf (siehe auch beiliegendes Formular).

Weiters erlauben wir uns, auf die BRV-Tagung 2019 am 27. März 2019 hinzuweisen. Ein aktualisiertes Programm liegt diesem Rundschreiben bei.

Weitere Veranstaltungen:

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 02/2019

  

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 Siebrückstände aus dem Baustoff-Recycling

 

Mit den Rundschreiben Nr. 19 und 20/2018 informierten wir Sie, dass das BMNT derzeit das Thema Siebrückstände aus dem Baustoff-Recycling näher verfolgt. Die derzeitige Haltung des BMNT ist dabei, dass Siebrückstände einerseits zu analysieren sind und andererseits auf Baurestmassendeponien ALSAG-pflichtig zu deponieren sind.

Der BRV bemüht sich intensiv, zwar eine ordnungsgemäße Entsorgung sicherzustellen, gleichzeitig aber eine kostengünstige Möglichkeit – insbesondere für die mengenmäßig großen Siebabfälle bei Hochbau-Restmassen – zu erreichen.

Unter anderem wurde dabei Kontakt mit Sektionschef Holzer aber auch mit dem Ministerbüro des BMNT aufgenommen. Die Behandlung des Themas wurde zugesagt.

Der BRV versucht, eine Klärung dieser Frage auch anhand bestehender Analyseergebnisse von Siebrückständen durchzuführen. Aus diesem Grund ist auch mit Rundschreiben Nr. 19/2018 das Ersuchen an Sie ergangen, analytische Untersuchungen von Siebrückständen Ihrer Recycling-Baustoffe (auf Kosten des BRV) durchführen zu lassen. Wir erlauben uns daher, Ihnen nochmals das entsprechende Rückmeldeformular zuzusenden, und bedanken uns bei jenen Mitgliedern, die uns schon eine Antwort bzw. Probematerial zukommen haben lassen. Selbstredend können wir Ihnen versichern, dass die Ergebnisse dieser Analysen nur Ihnen zugesandt werden bzw. in kumulierter anonymisierter Form Verwendung finden. Neben dem Nachweis, dass die Siebrückstände die Qualitätsanforderungen der Baurestmassendeponie einhalten, sind auch weitere Aussagen wertvoll, die aus den Erkenntnissen gewonnen werden. Eine Vorstellung dieser Ergebnisse wird zum Wohl der Recycling-Betriebe durch Dr. Wolfgang Stanek, Präsident des Österreichischen Güteschutzverbandes Recycling-Baustoffe, im Rahmen der BRV-Tagung am 27. März 2019 erfolgen.

Unabhängig der BRV-Untersuchung, deren Daten nur beim BRV als Auftraggeber verbleiben, hat auch das BMNT einen Auftrag an ein Prüfinstitut vergeben, welches ebenso versucht, im Namen des BMNT eine Untersuchung durchzuführen. Wenngleich wir alle für das Recycling-Baustoffe sinnvollen Bestrebungen, und damit auch diejenige des BMNT, unterstützen, möchten wir darauf hinweisen, dass zwischen den Analysen des BRV, welche im Auftrag der Interessenvertretung des Baustoff-Recyclings erfolgen, und jener des BMNT zu unterscheiden ist. Wir erachten es als besonders wertvoll, als Wirtschaftsverband vorweg über die entsprechenden Kenntnisse und über die Qualitäten von Vorabsiebmaterial zu verfügen, bevor wir in ein detailliertes Gespräch mit dem BMNT eintreten.

Demgemäß ersuchen wir dringlich um zumindest vorgelagerte Unterstützung des BRV, um Sie entsprechend gut in den Gesprächen mit dem BMNT unterstützen zu können.

Bitte senden Sie beiliegendes Rückmeldeformular an uns, sollten Sie dies nicht schon zwischenzeitlich erledigt haben.

1.2 Überarbeitung der ÖNORM B 3140

In der ÖNORM B 3140 „Gesteinskörnungen für ungebundene und hydraulisch gebundene Gemische für Ingenieur- und Straßenbau – Regeln zur Umsetzung der ÖNORM EN 13242“, welche im Jahr 2016 veröffentlicht wurde, ist die Novelle der Baustoff-Recyclingverordnung, die im Oktober 2016 in Kraft trat, noch nicht berücksichtigt.

Das zuständige Komitee 051 des ASI hat daher eine Arbeitsgruppe reaktiviert, die sich mit dieser Überarbeitung beschäftigt.

In einer ersten Sitzung wurde dabei festgestellt, dass eine Überarbeitung jedenfalls notwendig ist und sich nur auf die Novelle der RBV beziehen wird. Die Einarbeitung der Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterial wird jedoch nicht in diese ÖNORM erfolgen, sondern eventuell in zutreffende, andere Umsetzungsdokumente (z.B. ÖNORM B 3132).

1.3 Stellungnahmeverfahren: Leitfaden Eingangskontrolle

Der Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaftsverband, ÖWAV, hat soeben den Arbeits-behelf Nr. 51 „Leitfaden: Eingangskontrolle für Recycling-Betriebe zur Herstellung von Recycling-Baustoffen gemäß Recycling-Baustoffverordnung und Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017“ überarbeitet. Dieser Leitfaden ist derzeit im Stellungnahmeverfahren und soll Ende März veröffentlicht werden.

Sollten Sie Interesse an dem Entwurf haben, können Sie diesen bei der Geschäftsstelle anfordern.

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“

Wie schon angekündigt, veranstaltet der BRV seine Frühjahrstagung am 27. März 2019 im Novotel Wien Hauptbahnhof.

Erfreulicherweise haben zwischenzeitlich sich auch Generalsekretär Dipl.-Ing. Josef Plank vom BMNT sowie ein Vertreter der Rechtsabteilung, Herr Mag. Ulrich Kremser, BMNT, ihre Mitwirkung bei der Tagung fix zugesagt.

Das Programm können Sie der Beilage im Detail entnehmen. Bitte melden Sie sich rechtzeitig an.

2.2 BRV-Seminar „Abfallbilanzen und EDM Stammdatenverwaltung für Recyclingbetriebe“

Am 28. Jänner 2019 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband in Linz ein Seminar in dem Sie die Möglichkeit haben, das Thema ZAReg sowie die Verwaltung von Lagerplätzen, Recycling-Anlagen und sonstiger Anlagenteile im EDM kennenzulernen bzw. Aktuelles zu erfahren.

Für die Anmeldung verwenden Sie bitte den beiliegenden Programmfolder.

2.3 BRV-Seminar „Recyclinggerechte Ausschreibung und Vergabe“

Am 19. Februar 2019 veranstaltet der BRV in Wien ein Seminar zum Thema „Recycling-gerechte Ausschreibung und Vergabe“.

Auf Basis des Bundesvergabegesetzes 2018 und der neuen aktuellen standardisierten Leistungsbeschreibung 2018 werden Möglichkeiten einer recyclinggerechten Ausschreibung und Vergabe dargelegt. Die Teilnehmer erhalten damit ein Werkzeug zur eigenen Umsetzung einer recyclinggerechten Ausschreibung und Vergabe.

Bitte nutzen Sie beiliegendes Anmeldeformular für Ihre Teilnahme.

2.4 BRV-Seminar „Abfallbilanzen und EDM Stammdatenverwaltung für Recyclingbetriebe“

Am 26. Februar 2019 veranstaltet der BRV in Wien erneut einen Erfahrungsaustausch für Rückbaukundige Personen. Bei diesem werden zu erwartende Neuerungen der ÖNORM
B 3151, Praxiserfahrungen von derzeit tätigen Rückbaukundigen Personen und eine Diskussion über das Thema abgehalten. Ein anschließendes Come together soll die Möglichkeit bieten, bei einem Imbiss untereinander Erfahrungen auszutauschen.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte das im Programmfolder integrierte Anmelde-formular.

  1. Wissenswertes

3.1 Recycling-Börse-Bau kostenfrei nutzen

Mit Jänner 2019 wurde die RBB, die Recycling-Börse-Bau, wieder komplett aktualisiert und eine erleichterte Eingabe vorgesehen.

Mitgliedsbetriebe des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes sind automatisch auch Mitglied der RBB; das bedeutet, dass kostenfrei Einträge für das Anbieten von Recycling-Baustoffen oder aber auch Nachfragen nach Baurestmassen und Bodenaushub eingestellt werden können.

Nutzen Sie die Möglichkeit, Ihre Produkte in die RBB einzutragen und damit eine zusätzliche Werbewirksamkeit zu erreichen. Die Recycling-Börse-Bau ist auch mit dem Kommunalnet verlinkt, sodass beispielsweise Gemeinden auf dieses durch ihr gemeindeeigenes Netzwerk direkt zugreifen können.

Sollten Sie Fragen zur Nutzung der RBB haben, können Sie sich direkt an die Betreuerin der RBB, Frau Birgit Wallner, Tel. (01)5047289-14, wenden.


Mitgliederinformation 01/2019 – BRV-Tagung 2019

Sehr geehrte Damen und Herren!

Vorweg möchten wir Ihnen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2019 wünschen.

Mit dem ersten Rundschreiben 2019 möchten wir Sie auf die BRV-Jahrestagung am 27. März in Wien hinweisen: Mit dem Thema „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“ möchten wir die drei Themenblöcke „Baustoff-Recycling in der Praxis“, „Baustoff-Recycling in der Ausschreibung“ und auch „Neuerungen des Baustoff-Recyclings“ beleuchten.

Wir möchten diese Tagung auch gleich mit der ordentlichen BRV-Mitgliederversammlung 2019 verbinden. Diese findet im Anschluss um 15.15 h im gleichen Veranstaltungshotel statt.

Gleichzeitig dürfen wir Sie darüber informieren, dass unser internes Mitgliederinformationssystem „BRV-INTERN“ auf der BRV-Website ab sofort unter einem neuem Passwort für Sie erreichbar ist.

Neues Passwort: BRVGSV19

Der Username bleibt unverändert: brintern

Weitere Themen können Sie auch dem beiliegenden Rundschreiben entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 01/2019

  

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 Nachhaltige öffentliche Beschaffung: naBe – Revisionsprozess

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus aktualisiert gerade die Umweltanforderungen des nationalen Aktionsplans zur Förderung einer nachhaltigen öffentlichen Beschaffung, die eine Konkretisierung von § 20 Abs. 5 BVergG darstellen. Ein Entwurf der naBe-Kernkriterien 2019 für die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Leistungen ist derzeit im Stellungnahmeverfahren bis 31. Jänner 2019.

Der Katalog enthält 17 Themenbereiche, beginnend von der Beschaffung von Büromaterial, Beleuchtung, Fahrzeugen, Elektrogeräten bis zu Spezifikationen für den Hochbau und Spezifikationen für die Beschaffung von Leistungen im Tiefbau.

Die baubezogenen Spezifikationen betreffen beispielsweise Lebenszykluskosten, das Rückbaukonzept sowie die Verwendung umweltfreundlicher Baustoffe. Auf Vorschlag des Baustoff-Recycling Verbandes wurde dabei ein Kapitel für optionale Zuschlagskriterien für den Bereich Hochbau bzw. Tiefbau eingearbeitet.

Wie erwähnt, befindet sich das ca. 100 Seiten starke Dokument derzeit im Stellungnahmeverfahren. Dem Rundschreiben liegen auszugsweise diese beiden Kapitel bei. Sollten Sie weitere Anregungen zur Berücksichtigung von Recycling-Baustoffen im Ausschreibungswege einbringen wollen, würden wir uns über Ihre Rückmeldung bis 27. Jänner 2019 sehr freuen.

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 BRV-Mitgliederversammlung 2019

Die ordentliche Mitgliederversammlung des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes findet am 27. März 2019, um 15.15 h, im Novotel Wien Hauptbahnhof, Canettistraße 6, 1100 Wien, statt.

Im Vorfeld zur Mitgliederversammlung kann die BRV-Tagung 2019 besucht werden.

Nähere Informationen zur Tagesordnung erhalten Sie rechtzeitig vor der Mitgliederver-sammlung.

2.1 BRV-Mitgliederversammlung 2019

Ab sofort ist unser internes Mitgliederinformationssystem „BRV-INTERN“ unter dem Link http://brv.at/log-in/ auf der BRV-Website mit einem neuem Passwort für Sie erreichbar.

Neues Passwort:       BRVGSV19

Username:                  brintern (unverändert)

Bitte leiten Sie diese Information firmenintern an die betroffenen Mitarbeiter (z.B. für den Güteschutz) weiter.

  1. Veranstaltungen

3.1 BRV-Tagung „Baustoff-Recycling 2019 – Herausforderungen und Antworten“

Am 27. März 2019 veranstaltet der BRV seine jährliche Frühjahrstagung, diesmal zentral im Novotel Wien, welches direkt am Hauptbahnhof Wien liegt.

Idealerweise können Sie sowohl mit der Südbahn als auch der Westbahn direkt bis zum Hauptbahnhof fahren, von dort sind es zu Fuß ca. 5 Minuten. Selbstverständlich verfügt das Hotel auch über eine geeignete Garage, sofern Sie mit Ihrem PKW anreisen.

Der Vormittag der Tagung ist neuen Regelwerken des BRV gewidmet (Merkblatt Bodenaushubmaterial, neue BRV-Richtlinie für Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterial). Weiters wird auf die ALSAG-Novelle 2017 mit Bezug auf den Bundes-Abfallwirtschaftsplan und die Recycling-Baustoffverordnung eingegangen.

Mittags werden aktuelle Entwicklungen zur ÖNORM B 3151, die 2019 neu aufgelegt werden wird, aber auch zur Forcierung des Einsatzes von Recycling-Baustoffen in der öffentlichen Beschaffung vorgestellt. Wie eine Ausschreibung recyclinggerecht aussehen sollte, wird durch den Präsidenten des Baustoff-Recycling Verbandes, Dipl.-Ing. Mag. Thomas Kasper, referiert werden.

Am Nachmittag wird das derzeit stark diskutierte Thema der Qualität von Vorabsiebmaterial angesprochen werden. Seitens des BMNT wird auch ein Ausblick auf das neue Abfallverzeichnis gegeben werden.

Im Anschluss an die Tagung findet die BRV-Mitgliederversammlung statt.

Bitte melden Sie sich zur Tagung mit beiliegendem Anmeldeformular an. Wir würden uns auch freuen, wenn Sie das Programm der Tagung an weitere Personen weitergeben.

3.2 BRV-Seminar „Die richtige Zwischenlagerung“ (Salzburg)

Am 22. Jänner 2019 veranstaltet der Österreichische Baustoff-Recycling Verband in Salzburg

ein Halbtagesseminar über die richtige Zwischenlagerung für Bodenaushub und
Baurestmassen. Dabei wird auf die diversen Formen von Zwischenlagerung (Baustellen, Recycling-Anlagen, diverse bauliche Zwischenlager) eingegangen und dabei auch das Merkblatt des BRV vorgestellt. Das Seminar richtet sich einerseits an Betreiber von Recycling-Anlagen, aber insbesondere auch an Vertreter von Baufirmen und Bauherren.

Für die Anmeldung verwenden Sie bitte den beiliegenden Programmfolder.

3.3 BRV-Seminar Verwertung von Aushubmaterial (Salzburg)

Am 23. Jänner 2019 veranstaltet der BRV in Salzburg ein Seminar über die Möglichkeiten der Verwendung von Aushubmaterial bzw. Verwertung desselben als Recycling-Baustoff auf Basis des Bundes-Abfallwirtschaftsplans 2017.

Dieses Seminar soll die neuen Möglichkeiten der Herstellung von Recycling-Baustoffen, die über den Umfang der Recycling-Baustoffverordnung hinausgehen, aufzeigen. Auch der Einsatz von Aushubmaterial durch Weiterverwendung wird dargelegt.

Bitte nutzen Sie beiliegendes Anmeldeformular für Ihre Teilnahme.

3.4 BRV-Seminar ALSAG (Salzburg)

Als weiteres Seminar wird am 23. Jänner 2019 ein Halbtagesseminar zum Thema Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft in Salzburg abgehalten.

Zentrale Inhalte des Seminars sind dabei die Neuerungen, die sich durch die ALSAG-Novelle 2017 ergeben haben sowie die im Zusammenhang mit dem Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 sich neu ergebenden Regelungen.

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte das im Programmfolder integrierte Anmelde-formular.


Mitgliederinformation 22/2018 – Recyclingfördernde Ausschreibung

Sehr geehrte Damen und Herren!

Auch kurz vor Weihnachten können wir auf Aktivitäten des BRV verweisen: So hielten wir letzte Woche einen Workshop in Kooperation mit dem BMNT ab, bei dem die Länder und weitere Vertreter zu einem Expertengespräch zum Thema “Vergabe” eingeladen waren – erfreulich dabei, dass selbst Sektionschef DI Holzer, BMNT, ganztags sich die Zeit nahm, diese Veranstaltung zu besuchen!

Weiters haben wir die Seminare für das erste Halbjahr 2019 fertig geplant und bieten diese nun allen Interessierten an. Darunter auch ein neues Seminar über recyclingfreundliche Vergabe sowie ein Erfahrungsaustausch für Rückbaukundige Personen, wo wir als BRV die zentrale Liste für Bauherren und Baufirmen über unsere Homepage anbieten.

Diese und weitere Informationen können Sie der Beilage entnehmen!

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 22/2018

  

  1. Technische Angelegenheiten

1.1 Niederösterreichischer Abfallwirtschaftsplan: Begutachtung abgeschlossen

Das Land Niederösterreich hat einen Entwurf des neuen Niederösterreichischen Abfallwirtschaftsplanes zur Begutachtung ausgesandt. Die schon bisher formulierten Ziele “Umwelt schützen”, “Abfälle nützen” und “Zukunft gestalten” wurden beibehalten. In der Kategorie “Schützen” ist auch wiederum das Thema “ReUse” enthalten. In der Kategorie “Gestalten” wird das Thema “Abfall trifft Wirtschaft” behandelt. Dieser Bereich befasst sich mit dem Thema Abfall als Ressourcen.

Im Kapitel “Wertvolle Abfälle” wird auf Baurestmassen eingegangen. Es wird dabei auf 105 Anlagen zur Verwertung (im weitesten Sinn) und 34 Baurestmassendeponien verwiesen.

Pro Einwohner fallen in NÖ ca. 1 Tonne an Baurestmassen an.

Die Veröffentlichung des Landesabfallwirtschaftsplanes soll zu Jahresende erfolgen.

  1. Verbandsangelegenheiten

2.1 BRV veranstaltet mit BMNT den Expertenworkshop „Vergabe“

In Kooperation mit dem Ministerium für Nachhaltigkeit wurde Ende letzter Woche ein Expertenkreis eingeladen, der sich dem Thema recyclingfreundliche Vergabe widmete: Die geladenen Gäste waren Auftraggeber aus dem öffentlichen Bereich (ÖBB, ASFINAG, Landesstraßenbaudirektionen). Vorträge wurden seitens des BMNT, des BRV und mehrerer öffentlicher Auftraggeber gehalten.

In der Eröffnung erwähnte SC DI Holzer, BMNT, dass der Anteil der Rezyklate in der öffentlichen Beschaffung gesteigert werden soll.

Dies sei einerseits durch eine überzeugend hohe Qualität bei Recycling-Baustoffen, andererseits durch die entsprechenden recyclingfördernden Ausschreibungstexte zu erreichen.

Holzer erwähnte dabei, dass 2019 im Rahmen des Österreichischen Aktionsplans zur nachhaltigen Öffentlichen Beschaffung (naBe) das Recycling im Hoch- und Tiefbau forciert werden solle.

Frau Mag. Hochholdinger/BMNT moderierte den Vormittagsteil dieser Expertenrunde und leitete damit ein, dass seitens der EU im kommenden Jahr eine einheitliche Berechnungsmethode für die Feststellung der geforderten Recyclingquote (Ziel 70% bei Recycling-Baustoffen) festgelegt werden wird.

DI Starke, BMNT, referierte über Chancen und Einsatzmöglichkeiten für Recycling-Baustoffe. In seiner Darstellung ging er nicht nur auf die neuen Möglichkeiten ein, welche der Bundes-Abfallwirtschaftsplan 2017 bietet, sondern erwähnte (erstmals), dass es durchaus sinnvoll erscheine, Produktstatus für Aushubmaterial anzudenken. Damit würde einer Forderung des Baustoff-Recycling Verbandes entsprochen werden, die das vorzeitige Abfallende nicht nur für Baustoffe mit der Qualitätsklasse U-A sondern auch für die Bodenaushubmaterialien, die als Recycling-Baustoff eingesetzt werden, vorsieht. Wir freuen uns, dass damit ein neuer Denkprozess beim BMNT einsetzen könnte.

Der Vorsitzende des BRV, Mag. DI Thomas Kasper, berichtete über die Möglichkeiten der Herstellung und des Einsatzes von Recycling-Baustoffen.

Der Nachmittag war der Ausschreibung von Recycling-Baustoffen im Sinne der Standardisierten Leistungsbeschreibung Verkehr und Infrastruktur (LB-VI) gewidmet.

Vorträge der ÖBB, der ASFINAG, des Landes Niederösterreich und der BIG zeigten best-practice-Beispiele auf.

Der Moderator des Nachmittags, DI Car, BRV, fasste die weiteren Schritte zusammen: Das Zuschlagskriterium “Menge an rezyklierten Recycling-Baustoffen vor Ort” bzw. “Tonnenkilometer für eingesetzte Recycling-Baustoffe” müsse verankert werden; darüber hinaus appellierte er an das BMNT, im eigenen Hause die recyclingfördernde Ausschreibung beim geförderten “Siedlungswasserbau” anzudenken. Auch für Bodenausgleich gäbe es noch weitere Potentiale.

 

  1. Veranstaltungen

3.1 BRV-Veranstaltungen 2019

Der BRV hat für das 1. Halbjahr 2019 eine Vielzahl interessanter Veranstaltungen, die in Wien und den Bundesländern abgehalten werden, vorbereitet. Im Jänner finden alleine drei Veranstaltungen im Raum Salzburg und Oberösterreich statt. Bitte entnehmen Sie nähere Informationen dem beiliegenden Veranstaltungsüberblick.

3.2 Seminar Zwischenlagerung von Bodenaushub und Baurestmassen, Salzburg

Das nächste BRV-Seminar findet am 22. Jänner 2019 in Salzburg zum Thema Zwischenlagerung statt. Die rechtlichen und technischen Anforderungen an die Zwischen-lagerung von Bodenaushub und Baurestmassen sind auf Grund gesetzlicher Vorgaben im Wandel begriffen: um einen bundeseinheitlichen, praxisgerechten Standard zu schaffen, wurde seitens des BRV das Merkblatt „Zwischenlager für Baurestmassen“ im März 2018 neu aufgelegt.

Das Seminar hilft Kosten zu sparen: Sowohl auf der Baustelle, wie am Bauhof oder in den Recyclinganlagen sollen Baurestmassen rechtskonform zwischengelagert werden. Nur so können eventuelle Strafen oder Zahlungen von Altlastenbeiträgen vermieden werden.

3.3 Seminar Verwertung von Böden und Recycling-Baustoffen nach BAWP 2017

Am 23. Jänner veranstaltet der BRV ein Seminar zum Thema Böden und Recycling-Baustoffe nach dem neuen, aktuellen Bundes-Abfallwirtschaftsplan. Die Auswirkungen des BAWP 2017 auf Aushubmaterialien, technisches Schüttmaterial und Recycling-Baustoffe mit überwiegend Primärbaustoffanteil werden detailliert behandelt. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit, das folgende Seminar “Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft” (vergünstigt) zu besuchen.


Mitgliederinformation 20/2018 – Siebrückstände aus dem Baustoff-Recycling

Sehr geehrte Damen und Herren!

Mit Rundschreiben Nr. 19/2018 informierten wir Sie, dass das BMNT derzeit das Thema Siebrückstände aus dem Baustoff-Recycling näher verfolgt.

Aus einem Schreiben von Sektionschef Holzer an den Österreichischen Baustoff-Recycling Verband hebt dieser hervor, dass die Regelungen des § 9 Abs. 4 der Recycling-Baustoffverordnung („nicht verwertbare Rückstände, die bei der Herstellung von Recycling-Baustoffen anfallen, sind ordnungsgemäß zu beseitigen“) einzuhalten sind. Dabei wird festgehalten, dass die Rückstände aus der mechanischen Aufbereitung von mineralischen Baurestmassen zur SN 31409 „Bauschutt (keine Baustellenabfälle)“ als Zwischenlösung bis zur beabsichtigten Aufnahme einer neuen Abfallschlüsselnummer im Rahmen der bevorstehenden Novelle zur Abfallverzeichnisverordnung zu verwenden ist (Anmerkung: Hier wird seitens des BMNT speziell auf die Recycling-Baustoffverordnung Bezug genommen. Über die Produktion nach BAWP sind keine Aussagen getroffen worden.).

Das BMNT merkt dazu an, dass eine Ablagerung derartiger Siebreste auf einer Bodenaushub-deponie als illegal anzusehen ist. Bei der zulässigen Ablagerung auf Baurestmassen-, Reststoff- oder Massenabfalldeponien besteht jedenfalls eine Beitragspflicht nach dem Altlasten-sanierungsgesetz. Darüber hinaus wird auf die Erläuterungen zur RBV verwiesen, denen zu entnehmen ist, dass nicht verwertbare Rückstände gemäß Deponieverordnung 2008 zu untersuchen und in Abhängigkeit der Untersuchungsergebnisse auf einer entsprechenden Deponie abzulagern sind.

Der BRV möchte Ihnen mit diesem Rundschreiben die Meinung des BMNT, die am 9. November 2018 geäußert wurde, zur Kenntnis bringen.

Gleichzeitig möchten wir darauf verweisen, dass in Anlage 2 zur Deponieverordnung unter Punkt 2 „Baurestmassendeponien und Massenabfalldeponien“ Folgendes festgehalten ist:

„Weiters dürfen in Baurestmassen- und Massenabfalldeponien auch der Liste II gleichartige Abfälle aus der Produktion von Baustoffen ohne analytische Untersuchungen für die grundlegende Charakterisierung angenommen und abgelagert werden.“ Dies steht im Widerspruch zur oben dargestellten Aussage des BMNT, die eine Analytik für Siebrückstände

(= gleichartige Abfälle aus der Produktion von Baustoffen aus Sicht des BRV) vorsieht.

Es dreht sich daher um die Frage, ob die Abfälle aus der Absiebung „gleichartig“ gegenüber den in der Liste 2 angeführten „Bauschutt, Straßenaufbruch, Gips, Mineralfasern, Bitumen, Asphalt, Beton, Boden, …“ sind.

Der BRV wird versuchen, umgehend eine Klärung dieser Frage durchzuführen. Aus diesem Grund ist auch mit Rundschreiben Nr. 19/2018 das Ersuchen an Sie ergangen, analytische Untersuchungen von Siebrückständen Ihrer Recycling-Baustoffe (auf Kosten des BRV) durchführen zu können. Wir erlauben uns daher, Ihnen nochmals das entsprechende Rückmeldeformular zu senden, sofern Sie dem BRV nicht schon eine Antwort zukommen haben lassen.

Wir möchten abschließend darauf verweisen, dass seitens des BRV die nunmehr vom BMNT geäußerte Meinung als für das Recycling von Hochbau-Restmassen abträglich betrachtet wird. Gerade jene aufbereiteten Recycling-Baustoffe, die am Markt schwieriger zu positionieren sind, werden aufgrund dieser Entscheidung mit weiteren Kosten belastet und können teilweise nicht mehr mit marktwirtschaftlichen Preisen am Markt positioniert werden.

Abschließend dürfen wir Sie in gewohnter Form auf einige unserer nächsten Informations-veranstaltungen und Seminare hinweisen (Anmerkung: derzeit läuft gerade im Hause des BRV der Kurs „Recycling-Fachperson“):

  • Verwertung von Böden und Recycling-Baustoffen nach BAWP 2017

Termin: 21. November 2018, 09:30 bis 13:00 Uhr

  • Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft

Termin: 21. November 2018, 14:00 bis 17:00 Uhr

  • Ausbildungskurs „Abbrucharbeiten – rückbaukundige Person“

Termin: 3. – 5. Dezember 2018, 2 ½ Tage

Nähere Informationen zu den Seminaren entnehmen Sie bitte der Beilage.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


Mitgliederinformation 19/2018 – Beprobung Absiebmaterial

Sehr geehrte Damen und Herren!

Um die Qualität von Recycling-Baustoffen zu heben, ist für manche Recycling-Baustoffe eine (Vor)Absiebung notwendig. Gerade die hohen Anforderungen der Recycling-Baustoffverordnung führten zu einem höheren Absiebprozentsatz.

Das BMNT hat dieses Thema aufgegriffen und festgestellt, dass sehr unterschiedliche Vorgangsweisen hinsichtlich Analytik aber auch Verrechnung des Altlastenbeitrages bei Deponierung von Absiebmaterial bestehen.

So wird seitens des Ministeriums klar gestellt werden, dass Absiebmaterial aus Baurestmassen immer der Schlüsselnummer 31409 und keinesfalls der Schlüsselnummer für Aushubmaterial (31411-xx) zugeordnet werden muss.

Um einen „worst case“ bei der geplanten Vereinheitlichung zu verhindern, hat der BRV das BMNT gebeten, hier vorsichtig vorzugehen, und gleichzeitig angeboten, seitens des BRV entsprechende Voruntersuchungen zu leisten.

Der Vorstand des BRV hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, Geldmittel zur Finanzierung von Laboranalysen und eines entsprechenden Gutachtens über Absiebmaterialien, die bei der Produktion von Recycling-Baustoffen nach RBV erzeugt werden, zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, eine möglichst kostenschonende Lösung zu finden bzw. eine rechtliche Adaption zu erreichen, die der Förderung des Recycling-Gedankens nicht entgegensteht. Wir wollen damit der BMNT-Forderung nach verpflichtender Analytik entgegenwirken. Auch das Thema ALSAG soll diskutiert werden.

Wir ersuchen daher um Rückmeldung, wenn Sie sich bereit erklären, (Vor)Absiebmaterial  der Recycling-Baustoffe RB, RM oder RMH zur Verfügung zu stellen. Die Ergebnisse der Analyse werden Ihnen für Ihr Material bekannt gegeben werden. Eine Veröffentlichung der Daten ist nur in anonymer Form bzw. kumuliert vorgesehen.

Bitte verwenden Sie beiliegendes Formular für die Rückmeldung. Wir werden Sie über das weitere Vorgehen Ende November informieren.

Weiters möchten wir Sie aufgrund der erst vor kurzem veröffentlichten Ergänzung des ALSAG-Erlasses an unsere nächste ALSAG-Veranstaltung in Wien erinnern:

  • Altlastenbeitrag für die Bau- und Recyclingwirtschaft

Termin: 21. November 2018, 14:00 bis 17:00 Uhr

Im Vorfeld dieses Halbtagesseminares können Sie auch die BRV-Veranstaltung zum BAWP 2017, der auch die Herstellung der Recycling-Baustoffe aus Aushubmaterialien behandelt, besuchen:

  • Verwertung von Böden und Recycling-Baustoffen nach BAWP 2017

Termin: 21. November 2018, 09:30 bis 13:00 Uhr

Auch für unsere nächstliegende Veranstaltung besteht noch die Möglichkeit der Teilnahme:

  • Ausbildungskurs Recycling-Fachperson

Termin: 14. bis 15. November 2018 (2 ½ Tage)

Nähere Informationen zu den Seminaren entnehmen Sie bitte der Beilage.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car


Mitgliederinformation 18/2018 – Rechtsinfo/ALSAG

Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband übersendet Ihnen die aktuelle Mitgliederinformation, die sich den Neuerungen beim Altlastensanierungsgesetz widmet.

Weiters möchten wir Sie auf die nächsten Veranstaltungen hinweisen:

Das nächste BRV-Seminar findet am 5. November in Leoben statt: „Recycling-Baustoffe in der Praxis

Da sich dieses Seminar überwiegend an Produzenten von Recycling-Baustoffen sowie Verwender von Recycling-Baustoffen richtet, tragen Praktiker die mit dem jeweiligen Recycling-Baustoff verbundenen Notwendigkeiten (Eingangserfordernis, Aufbereitung, Dokumentation, Anwendung) vor.

Weitere Informationen und Veranstaltungen können Sie dem beiliegenden Rundschreiben entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car



MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 18/2018

  

  1. Rechtsangelegenheiten

1.1 Begutachtungsentwurf zur ALSAG-Novelle 2019

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Technik hat einen Entwurf einer Novelle des Altlastensanierungsgesetzes zur Stellungnahme versandt. Ziel der gegenständigen ALSAG-Novelle ist eine verstärkte Verknüpfung von Altlastensanierung und Flächenrecycling. Um die Unsicherheiten beim Flächenrecycling zu reduzieren und eine Revitalisierung solcher Flächen zu ermöglichen bzw. zu beschleunigen, sollen für belastete Liegenschaften, auch wenn diese keine Altlasten darstellen, Untersuchungen und Sanierungsmaßnahmen aus Altlastenbeiträgen gefördert werden. Darüber hinaus sollen anstelle von Verweisen auf einzelne Materiengesetze (WRG, GWO, AWG) Bestimmungen in das ALSAG übernommen werden.

Hinsichtlich des Altlastenbeitrages gibt es keine Änderung der Höhe nach. Darüber hinaus ist ein Entwurf der Altlastenbeurteilungsverordnung 2019 versendet worden. Ziel dieser Verordnung ist, die Festlegung von Richtwerten und Kriterien für die Beurteilung des Vorliegens erheblicher Kontaminationen oder erheblicher Risiken bei Altablagerungen und Altstandorten, weiters die Festlegung von Kriterien für die Risikoabschätzung und die Festlegung von Zielwerten für Altlastenmaßnahmen.

Eine detailliertere Betrachtung dieser Novelle wird im nächsten Rundschreiben erfolgen.

Der Begutachtungsentwurf kann bei der Geschäftsstelle zusammen mit den Erläuterungen angefordert werden.

1.2 EU-Konsultation Chemikalien- und Abfallrecht

Bis 29. Oktober 2018 ist es möglich, anhand eines Online-Fragebogens am öffentlichen Konsultationsprozess der europäischen Union zur Regelung der Schnittstelle zwischen Chemikalien-, Produkt- und Abfallrecht teilzunehmen.

Im Dezember 2015 hat die Europäische Kommission ein ehrgeiziges Paket zur Kreislaufwirtschaft angenommen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Kreislauf der Produktlebenszyklen zugunsten der Umwelt und der Wirtschaft zu schließen, in dem mehr Produkte rezykliert und wiederverwendet werden. Angestrebt wird, eine maximale Wertschöpfung zu erreichen und alle Rohstoffe, Produkte und Abfälle optimal zu nutzen, um Energieeinsparungen zu fördern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Der Kommission ist es wichtig, dass eventuelle störende Stoffe (zum Teil auch verbotene Chemikalien) aus dem Kreislauf entfernt werden.

Ziel des Aktionsplans zur Kreislaufwirtschaft soll einerseits die Ermöglichung des Recyclings und Förderung der Verwendung von Sekundärrohstoffen durch Minimierung unnötiger Belastungen und Erleichterung des grenzüberschreitenden Verkehrs sein, andererseits die Ersetzung besorgniserregender Stoffe und, soweit es nicht möglich ist, die Verringerung ihres Vorkommens und Verbesserung ihrer Nachweisbarkeit.

Dazu sollen Informationen über besorgniserregende Stoffe denjenigen Unternehmen, die Abfälle behandeln und für die Verwertung vorbereiten, zur Verfügung stehen. Weiters sollen die EU-Vorschriften über das Ende der Abfalleigenschaft harmonisiert werden, zum Beispiel, um zu klären, wie Abfall zu einem neuen Material und einem neuen Produkt wird.

Weiters wird angeführt, dass die Vorschriften, auf deren Grundlage über die Gefährlichkeit von Abfällen und Chemikalien zu entscheiden ist, nicht gut abgestimmt sind und dies die Verwendung von Sekundärrohstoffen beeinflusst.

Der BRV plant, zu diesem Papier Stellung zu beziehen. Wir übernehmen gerne Ihre Anregungen.

1.3 Austauschblätter zum Erlass zum Altlastensanierungsgesetz

Zur Sicherung des einheitlichen Vollzugs des Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG) gibt das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus erlassmäßig Ausführungen zu den einzelnen Bestimmungen wieder. Hingewiesen muss werden, dass über das Gesetz hinausgehende Rechte und Pflichten dadurch nicht begründet werden. Dieser Erlass wird im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Finanzen herausgegeben.

Änderungen ergeben sich im § 2 Begriffsbestimmungen (insbesondere hinsichtlich des Entfalles von Erdaushub), im § 3 Beitragspflicht (hier insbesondere zum Thema Zwischenlagerung sowie zeitweilige Lagerung von Abfällen auf Baustellen) sowie die Aussagen zur beitragsfreien Ablagerung von Aushubmaterial.

Speziell ist zu § 3 zu erwähnen, dass der Erlass zwar einen Satz klarstellt, dass die Frage, ob die Recycling-Baustoffe aus Abfällen, die aus einem verwertungsorientierten Rückbau stammen, für die Beurteilung der Beitragsfreiheit nicht relevant ist, andererseits aber der dritte Abschnitt der RBV als Voraussetzung für den Eingang von Materialien gilt. Im Abschnitt 3 wird beispielsweise der § 7 herangezogen, der Recyclingverbote von überwiegend gefährlichen Abfällen enthält. Dabei wird festgestellt, dass die Zulässigkeit der Eingangsmaterialien gemäß § 7 RBV jedoch auch durch gleichwertige Nachweise (anstelle des Rückbaus nach ÖNORM B 3151), etwa durch chemische Analysen nach dem Stand der Technik auf alle chemischen Parameter des § 7 RBV (!!) nachgewiesen werden kann.

Detailliert wird auch auf die bautechnische Verwertung vor Ort eingegangen. Es wird dabei festgehalten, dass das alternative Qualitätssicherungssystem nur bei reinen einfach abzutragenden Bauwerken (zum Beispiel Betonfundamente, Steinmauern) anzuwenden ist (Fotodokumentation des Abbruches, Dokumentation der bautechnischen Verwertung vor Ort sowie einer Beschreibung des Abbruchvorhabens unter Anführung von Art und Menge der anfallenden Baustoffe)

In anderen Fällen wird empfohlen, bei einer vor Ort-Verwertung ebenfalls eine Feststellung der Schad- und Störstoffe inklusive Dokumentation (zum Beispiel mittels Formular A der ÖNORM B 3151) durch eine Rückbaukundige Person zu veranlassen.

Weitere Änderungen betreffend den § 4 Beitragsschuldner (Hersteller der Recycling-Baustoffe, sofern der 3. Abschnitt der RBV nicht eingehalten wird und Baustoffe nach Recycling-Baustoffverordnung produziert werden), sowie § 6 Höhe des Beitrags und § 10 Feststellungsbescheid.

Der aktuelle Stand des Erlasses liegt diesem Rundschreiben bei.

2. Technische Angelegenheiten

2.1 ÖNORM B 3151 in Aktualisierung

Seit fast 2 Jahren wird die ÖNORM B 3151 durch das Austrian Standards Institute überarbeitet. Nun hat der entsprechende Ausschuss beschlossen, die Überarbeitung abzuschließen und nur notwendige Änderungen, die durch die Novelle der Recycling-Baustoffverordnung erforderlich wurden, einfließen zu lassen. Diese Fassung soll in Bälde Anfang 2019 durch das Normenkomitee verabschiedet werden und zu Jahresende in Stellungnahmeverfahren stehen.

Mit einer Neuauflage der ÖNORM B 3151 wird demnach im Frühjahr 2019 zu rechnen sein. Diese Fassung wird allerdings nicht rechtsverbindlich werden, da das Ausgabedatum 2014 durch die Recycling-Baustoffverordnung mit statischem Verweis als rechtsverbindlich bleibt. Sie dient demnach nur zur Information bzw. besseren Lesbarkeit.

Es ist allerdings geplant, im Jahre 2019 mit einer generellen Überarbeitung der ÖNORM B 3151 zu beginnen. Diese Fassung soll bisherige Erfahrungen mit der ÖNORM B 3151, aber auch neue Ideen enthalten. Diese zukünftige Fassung wird voraussichtlich erst 2020/21 in Kraft treten, womit auch eine Novelle der Recycling-Baustoffverordnung verbunden wäre.

2.2 Überarbeitung der Werkvertragsnorm B 2251

Die Werkvertragsnorm B 2251 „Rückbau als Standardabbruchmethode“ ist seit 2006 nicht mehr novelliert worden. Das zuständige Normenkomitee gab nunmehr den Wunsch bekannt, diese Norm kurzfristig zu überarbeiten und ersuchte den Geschäftsführer des Österreichischen Baustoff-Recycling Verbandes, dies entsprechend vorzubereiten.

Ziel der Überarbeitung ist, neben der Angleichung an bestehende Verordnungen und technische Regelwerke auch eventuelle neue Vertragsinhalte, die zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer im Werkvertrag geregelt werden sollen, einfließen zu lassen.

Sollten Sie selbst mitarbeiten wollen oder einen Vorschlag für einen relevanten Experten/Expertin haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Geschäftsstelle des BRV auf.

2.3 Feinabsiebung Recycling-Baustoffproduktion

Seit Jahren stellt sich die Frage, wie mit Vorabsieb- und Nachabsiebmaterial, das nicht einer Verwertung zugeführt werden kann, umzugehen ist.

Nunmehr wurde durch diverse Anfragen beim BMNT diese Frage neuerlich virulent. Es stellen sich dabei verschiedene Fragen, zum Beispiel nach der geeigneten Schlüsselnummer, der Altlastenbeitragspflicht bzw. der eventuellen Fragen einer Analytik („Sekundärabfall“).

Besonders seit Inkrafttreten der Recycling-Baustoffverordnung und dem Bemühen, in die Qualität UA zu gelangen, ist die Quantität des Vorabsiebmaterials gestiegen.

Das BMNT verfolgt derzeit die Richtung, das Vorsiebmaterial auf Baurestmassendeponien abzulagern. Eine für Bodenaushubdeponien geeignete Schlüsselnummer wird dabei ausgeschlossen, da das Material weder einen Bodenaushub darstellt noch aus Bodenbestandteilen besteht. Auch aufgrund der höheren Schadstoffgehalte ist dies auszuschließen.

Eine endgültige Stellungnahme liegt noch nicht vor. Wir werden Sie über das weitere Geschehen informieren.

 3. Verbandsangelegenheiten

3.1 Neuauflage der Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe

Der Österreichische Güteschutzverband Recycling-Baustoffe hat mit September 2018 die Liste der gütegeschützten Recycling-Baustoffe und gütegeschützten mobilen Recycling-Anlagen neu aufgelegt. Diese Liste wird an Interessierte vertrieben und auf Messen, Tagungen und in Seminaren allen Interessierten zur Verfügung gestellt.

3.2 Aktualisierung des BRV-Anlagenverzeichnisses

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband gibt zweimal jährlich eine Gesamt-auflistung aller Mitgliedsbetriebe inklusive deren Anlagen in Printform heraus.

Mit September 2018 wurden die entsprechenden Aktualisierungen durchgeführt. Diese Auflage wird, wie gewohnt, an Interessierte, insbesondere Gemeinden und öffentliche Auftraggeber, versandt werden.

3.3 Besuch einer bayerischen Delegation

Seitens des bayerischen Baugewerbes wurde Mitte Oktober 2018 dem BRV ein Besuch abgestattet, um die Frage des verbesserten Einsatzes von Recycling-Baustoffen zu klären. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die hohe Recyclingquote in Österreich sowie das „absolute“ Abfallende durch die Recycling-Baustoffverordnung.

4. Veranstaltungen

4.1 Seminar „Recycling-Baustoffe in der Praxis“, 5.11.2018, Leoben

Die Produktion und Anwendung von Recycling-Baustoffen unterliegt einer Vielzahl von Bestimmungen: Neben der Recycling-Baustoffverordnung kann auch nach dem Bundes-Abfallwirtschaftsplan vorgegangen werden. Konkrete Anwendungsbeispiele sowie Anwendungen werden in dem vom BRV seit Sommer 2018 angebotenen Seminar vorgestellt:

Seminar „Recycling-Baustoffe in der Praxis – Der BRV Praxistag“

8700 Leoben, In der Au 1-3, Hotel Falkensteiner

5.11.2018, 9:30 bis 17:00 Uhr

Anmeldungen dazu bitte mittels beiliegenden Anmeldeformular.

4.2 Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“ in Wien

Vom 14. bis 15. November  findet der nächste Ausbildungskurs „Recycling-Fachperson“ in Wien statt. Diese Kursmaßnahme richtet sich an Mitarbeitende von Recycling-Betrieben, aber auch für Baustellenpersonal, das sich über das Thema Recycling informieren möchte.

Ein entsprechender Informationsfolder mit Anmeldemöglichkeit liegt bei.


Mitgliederinformation 17/2018 – Rechtsinfo/Status Abfallwirtschaft

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Bausaison läuft auf Hochtouren – auch seitens des Baustoff-Recycling Verbandes sind wir bemüht, in Wien und in den anderen Bundesländern durch unsere Veranstaltungen Ihre Arbeit zu unterstützen. Fast wöchentlich bieten wir nun Seminare an, beispielsweise nächste Woche das Seminar für das elektronische Datenmanagement (EDM), welches für Recyclingbetriebe ein Update bilden soll.

Weitere Veranstaltungen sowie diverse Informationen zu aktuellen Themen können Sie dem beiliegenden Rundschreiben entnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

ÖSTERREICHISCHER BAUSTOFF-RECYCLING VERBAND

Der Geschäftsführer
Dipl.-Ing. Martin Car



MITGLIEDERRUNDSCHREIBEN 17/2018

  

  1. Rechtsangelegenheiten

1.1 Novelle der Recycling-Holzverordnung veröffentlicht

Mit Bundesgesetzblatt II 178/2018 wurde die Recycling-Holzverordnungsnovelle veröffentlicht.

Offizielles Ziel dieser Novelle war die Umsetzung der fünfstufigen Abfallhierarchie. Dabei steht die Vorbereitung zur Wiederverwendung bzw. das eigentliche stoffliche Recycling vor dem energetischen Verwerten.

Durch die Novelle soll in Verbindung mit der Verpflichtung zur Quellensortierung erreicht werden, dass insbesondere bei Abfallsammelzentren oder Baustellen gesammelte, für ein Recycling geeignete, Holzabfälle tatsächlich einem Recycling zugeführt werden. Dabei wird allerdings auch festgestellt, dass ein Abweichen möglich ist, wenn beispielsweise unverhältnismäßige Kosten im Vergleich zu anderen Verfahren der Abfallbehandlung dies rechtfertigt. Weiters wird klargestellt, dass Rückstände aus der Be- und Verarbeitung von naturbelassenem Holz im Regelfall ein Nebenprodukt darstellen und damit nicht dem Recyclinggebot unterliegen

1.2 EU-Durchführungsbeschluss zu bestverfügbaren Techniken (BVT)

Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde der vom 10. August 2018 zustande gekommene Durchführungsbeschluss (EU) 2018/1147 der Kommission über Schlussfolgerungen zu den besten verfügbaren Techniken (BVT) gemäß der Richtlinie 2010/75/EU des Europäischen Parlamentes veröffentlicht.

Der veröffentlichte Beschluss richtet sich an die Mitgliedsstaaten und ist mit einer Übergangsfrist von 4 Jahren in den Nationalstaaten umzusetzen.

Der Anwendungsbereich umfasst unter anderem die Verwertung/Rückgewinnung von anderen anorganischen Stoffen als Metallen und Metallverbindungen, sofern es sich um IPPC-Anlagen handelt.

Die BVT-Schlussfolgerungen gelten jedoch nicht für Abfalldeponien und auch nicht für die Sanierung von kontaminierten (nicht ausgehobenen) Böden vor Ort.

1.3 Mobile Anlagen: VwGH-Urteil zur 6-Monatsfrist

Der VwGH hat die Berechnung der 6-Monatsfrist und damit auch die Abgrenzung zwischen dem Regime der mobilen und stationären Anlagen klargestellt (Ra2015/07/0132):

Die 6-Monatsfrist läuft bei jedem Standort von neuem und sogar dann, wenn eine mobile Anlage wieder zum selben Standort zurückkehrt. Eine Einschränkung besteht nur im Falle einer Umgehungsabsicht, die jeweils im Einzelfall festzustellen ist.

1.4 AWG-Anregungen zur Verwaltungsvereinfachung

Der Österreichische Baustoff-Recycling Verband hat an Sektionschef Holzer ein Schreiben mit Anregungen zur Verwaltungsvereinfachung im Zusammenhang mit dem AWG gerichtet. Unter anderem wurde dabei die Aufstellungsdauer von mobilen Behandlungsanlagen nach § 53 (1) bei Großbaustellen angesprochen, aber auch die nicht verständliche Zwischenlagerverpflichtung nach Anhang 3 der Recycling-Baustoffverordnung für stationäre Anlagen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Akkreditierung bei der werkseigenen Produktionskontrolle als überschießend und im Sinne einer Verwaltungsvereinfachung als obsolet angeführt.

1.5 UVP-G Änderungsentwurf

Das BMNT hat einen Entwurf der Änderung des Umweltverträglichkeitsprüfungs-gesetzes (UVP-G 2000) samt Erläuterungen in Begutachtung gesandt. Ein wichtiges Anliegen dieser UVP-Novelle ist, das sogenannte Screeningverfahren (Einzelfallprüfung) transparenter zu gestalten und die dabei von der Behörde anzuwendenden Kriterien zu aktualisieren. Aus dem Regierungsprogramm 2017 – 2022 werden weiters Maßnahmen zur Beschleunigung und zur Steigerung der Effizienz der UVP-Verfahren umgesetzt, wie zum Beispiel eine Zuständigkeitsregelung für Feststellungsverfahren bei Vorhaben über Bundesländergrenzen und eine rasche Wirkung des Schlusses des Ermittlungs-verfahrens. Ebenso neu sind eine regelmäßige Überprüfung der Kriterien der anerkannten Umweltorganisationen sowie die Parteistellung des Standortanwaltes.

  1. Veranstaltungen

2.1 Abfallbilanzen und EDM-Stammdatenverwaltung für Recyclingbetriebe

Der Ausbildungskurs wird periodisch in Wien und in den Bundesländern angeboten. Der nächste Kurs findet am 10. September 2018 in Wien statt. Anmeldungen dazu sind kurzfristig noch möglich.

Der Kurs bietet die Möglichkeit, das Thema ZAReg sowie die Verwaltung von Recycling-Anlagen im EDM kennenzulernen bzw. Aktuelles zu erfahren.

Anmeldungen mit beiliegendem Anmeldeabschnitt möglich.

2.2 Grundlagenseminar: Rechtssicherer Umgang mit Aushubmaterial und Baurestmassen

Dieses  Grundlagenseminar bietet Einsteigern in der Abfallwirtschaft bzw. Recycling-wirtschaft die Möglichkeit, sich über Bodenaushub und Baurestmassen zu informieren. Das nächste Seminar findet am 12. September 2018 in Linz statt.

Ziel ist die Vermittlung von rechtlichem Basiswissen, beispielsweise über Zwischen-lagerung, Verwertung, Deponierung inklusive der rechtskonformen Dokumentation.

Dieses Seminar dient auch als Einstieg und Aktualisierung zu den BRV-Ausbildungs-kursen „Abbrucharbeiten – Rückbaukundige Person“ und „Recycling-Fachperson“.

2.3 Seminar Verwertung von Böden und Recycling-Baustoffen nach BAWP 2017

Der Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 wurde erst heuer veröffentlicht. Er bietet neue Möglichkeiten zur Verwertung von Bodenaushub und zur Produktion von Recycling-Baustoffen.

Am 17. September 2018 findet in Linz ein weiteres Halbtagesseminar zu diesem Thema statt. Im Anschluss daran besteht die Möglichkeit, am Nachmittag ein Seminar zum Thema „Altlastensanierungsgesetz und Novelle 2017“ ebenfalls in Linz zu besuchen.

Ein entsprechender Informationsfolder mit Anmeldemöglichkeit liegt bei.

  1. Wissenswertes

3.1 Abfallwirtschaft in Österreich – Statusbericht 2018

Das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus hat für die Bestandsauf-nahme der Abfallwirtschaft in Österreich einen aktuellen Statusbericht veröffentlicht.

Dabei wurden die letztverfüglichen Daten aus 2016 berücksichtigt: Das Aufkommen der Primärabfälle ist von 51,7 Mio. t auf 59,1 Mio. t angestiegen. Der Zuwachs ist erneut auf die steigenden Mengen an Aushubmaterialien zurückzuführen.

Das Aufkommen der Bau- und Abbruchabfälle ist auf 10,4 Mio. t angestiegen. Der Anstieg wurde mit vermehrter Bautätigkeit und einer Verbesserung der statistischen Erfassung begründet.

Bau- und Abbruchabfälle machen somit 16,8 %, Aushubmaterialien 55,0 % aller Abfälle aus (zusammen 71,8 %).

Die Anzahl an Behandlungsanlagen für Baurestmassen wird mit 435 angegeben. Deponien gibt es 993. Behandlungsanlagen für Böden werden mit 15 angeführt.

Bei Bau- und Abbruchabfällen wird für 2016 ein durchschnittliches Aufkommen von 1.190 kg pro Person festgehalten. Die größte Fraktion macht dabei Beton-abbruch (3,6 Mio. t), gefolgt von Bauschutt (3,3 Mio. t) und Asphalt (2 Mio. t) aus. 750.000 t Straßenaufbruch und 288.000 t Gleisschotter werden im Jahre 2016 erfasst.

Verwunderlich ist die Aussage, dass 2016 8,7 Mio. t Bau- und Abbruchabfälle einer Verwertungsanlage zugeführt wurden, daraus allerdings nur 4,7 Mio. t Recycling-Baustoffe erzeugt wurden. Dies widerspricht auch der internen Statistik des Recycling-Verbandes, die ebenfalls der Behörde zur Verfügung gestellt wurde.

Rund 1,2 Mio. t Bau- und Abbruchabfälle wurden laut des Statusberichtes deponiert.

Hinsichtlich der Aushubmaterialien wird die größte Menge der Schlüsselnummer 31411-29 mit 20 Mio. t, gefolgt von 31411-31 mit 4,7 Mio. t ausgewiesen.

Die Schlüsselnummer 31411-33 Inertabfallqualität wird mit 1,6 Mio. t, die Schlüssel-nummer 31411-30 Klasse A1 mit 1,9 Mio. t angegeben. Relativ hoch ist die Menge an sonstig verunreinigten Böden (31424-37) mit 1,6 Mio. t. Insgesamt fielen 2016 34,1 Mio. t an.

Rund 24,8 Mio. t nicht gefährliche Aushubmaterialien wurden auf Deponien abgelagert. Damit werden 72,3 % der Aushubmaterialien deponiert und 27,4 % verwertet.

Bei den Behandlungsanlagen für Baurestmassen ergibt sich gegenüber dem Vorjahr keine essentielle Aussage. Weiterhin werden beispielsweise in Tirol mehr Anlagen ausgewiesen als in Oberösterreich, wenngleich die Bevölkerungsanzahl in Tirol weit geringer und die realistische Anzahl der Recycling-Anlagen ebenfalls geringer sein müsste. Das BMNT wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass aufgrund behördlicher unterschiedlicher Vorgangsweisen die Anzahl an mobilen und stationären Baurestmassenbehandlungsanlagen nicht richtig wiedergegeben wurde. Damit ist auch die Gesamtanzahl von 435 für Österreich zu hinterfragen.

Abschließend wird bei Deponien nach Deponieklassen wie folgt aufgeschlüsselt: Die größte Anzahl an Deponien bilden die Bodenaushubdeponien (802), gefolgt von Baurestmassendeponien (85) und Reststoffdeponien (46). Insgesamt werden 993 erfasste Deponien ausgewiesen mit einem freien Deponievolumen von 147 Mio. m³. Die Gesamtanzahl der Deponien hat sich damit gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Die freie Restkapazität hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert (abgenommen).